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Schwangere im Gespräch mit Hebamme im Spital

Heb­am­me und Kran­ken­ver­si­che­rung


Was über­nimmt die Kran­ken­kas­se, falls eine Heb­am­me rund um eine nor­ma­le Ge­burt Leis­tun­gen er­bringt? Ge­mäss dem Kran­ken­ver­si­che­rungs­ge­setz (KVG, Art. 101 Abs.1) sind Heb­am­men den Ärz­ten gleich­ge­stellt. Aus die­sem Grund kön­nen Heb­am­men (auch ohne ärzt­li­che Ver­ord­nung) die Be­glei­tung wäh­rend der Schwan­ger­schaft und nach der Ge­burt über­neh­men und zu Las­ten der Grund­ver­si­che­rung ab­rech­nen. Je­doch ist die Heb­am­me ver­pflich­tet, die schwan­ge­re Frau dar­auf hin­zu­wei­sen, dass vor der 16. Schwan­ger­schafts­wo­che eine ärzt­li­che Un­ter­su­chung an­ge­zeigt ist. Sie kann die Ul­tra­schal­kon­trol­len an­ord­nen, die Durch­füh­rung je­doch ob­liegt ei­nem Arzt oder ei­ner Ärz­tin, wel­che über die not­wen­di­ge Zu­satz­aus­bil­dung ver­fügt. Heb­am­men kön­nen auch Leis­tun­gen der Kran­ken­pfle­ge über die Grund­ver­si­che­rung ab­rech­nen. Dies gilt für die Zeit nach ei­ner Haus­ge­burt, ei­ner am­bu­lan­ten Ge­burt oder nach ei­nem vor­zei­ti­gen Aus­tritt bei ei­ner Spi­tal­ge­burt.

Ge­mäss Art. 29 KVG kön­nen im Rah­men ei­ner Mut­ter­schaft fol­gen­de Leis­tun­gen mit der Grund­ver­si­che­rung ab­ge­rech­net wer­den:

  • die von Ärz­ten und Ärz­tin­nen oder von Heb­am­men durch­ge­führ­ten oder ärzt­lich an­ge­ord­ne­ten Kon­troll­un­ter­su­chun­gen wäh­rend und nach der Schwan­ger­schaft;

  • die Ent­bin­dung zu Hau­se, in ei­nem Spi­tal oder ei­ner Ein­rich­tung der teil­sta­tio­nä­ren Kran­ken­pfle­ge so­wie die Ge­burts­hil­fe durch Ärz­te und Ärz­tin­nen oder Heb­am­men;

  • die not­wen­di­ge Still­be­ra­tung;

  • die Pfle­ge und den Auf­ent­halt des ge­sun­den Neu­ge­bo­re­nen, so­lan­ge es sich mit der Mut­ter im Spi­tal auf­hält.

  • Be­treu­ung durch die Heb­am­me im Wo­chen­bett in den 56 Ta­gen nach der Ge­burt im Rah­men von Haus­be­su­chen (Pfle­ge und Über­wa­chung des Ge­sund­heits­zu­stan­des von Mut­ter und Kind so­wie zur Un­ter­stüt­zung, An­lei­tung und Be­ra­tung der Mut­ter in der Pfle­ge und Er­näh­rung des Kin­des.

Na­tur­heil­ver­fah­ren sind in der Re­gel durch eine ent­spre­chen­de Zu­satz­ver­si­che­rung ab­zu­de­cken

Letzte Aktualisierung: 04.05.2020, AS
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