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Ich bin Ver­käu­fe­rin und zur Zeit schwan­ger. Die ste­hen­de Ar­beit be­las­tet und er­mü­det mich. Habe ich das Recht, mir et­was mehr Pau­sen zu gön­nen?

Ja. Schwan­ge­re und stil­len­de Frau­en dür­fen nur dann be­schäf­tigt wer­den, wenn ihre Ge­sund­heit und auch die­je­ni­ge des Kin­des nicht be­ein­träch­tigt wer­den. In­ner­halb der "Ver­ord­nung 1" des Ar­beits­ge­set­zes wer­den dazu kon­kre­te Be­schäf­ti­gungs­er­leich­te­run­gen für Schwan­ge­re vor­ge­se­hen.

So hat zum Bei­spiel eine Frau mit ei­ner vor­wie­gend ste­hen­den Tä­tig­keit ab dem 4. Schwan­ger­schafts­mo­nat An­spruch auf eine län­ge­re täg­li­che Ru­he­zeit (12 Stun­den) und meh­re­re Kurz­pau­sen von 10 Mi­nu­ten alle 2 Stun­den. Ab dem 6. Schwan­ger­schafts­mo­nat darf sie für höchs­tens 4 Stun­den in ste­hen­der Tä­tig­keit be­schäf­tigt wer­den.

Mit Ein­hal­tung die­ser Mass­nah­men dür­fen Sie wei­ter­ar­bei­ten, wenn mit­tels ei­ner Ri­si­ko­be­ur­tei­lung fest­steht, dass kei­ne kon­kre­ten ge­sund­heit­li­chen Be­las­tun­gen für Mut­ter und Kind vor­lie­gen oder durch eine sol­che Schutz­mass­nah­me aus­ge­schal­ten wer­den kön­nen.

Ge­stützt auf die­se Re­ge­lun­gen, ha­ben sie An­spruch auf ei­nen gleich­wer­ti­gen Ar­beits­er­satz, wenn Sie be­stimm­te Ar­bei­ten doch nicht ver­rich­ten kön­nen. Kann Ih­nen Ihr Ar­beit­ge­ber kei­ne gleich­wer­ti­ge Ar­beit an­bie­ten, so ha­ben Sie An­spruch auf 80% Ih­res Loh­nes und Sie dür­fen der Ar­beit fern blei­ben.

Letzte Aktualisierung: 21.05.2018, PvE / NK
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