6. Wachstumsschub
Baby | Entwicklung, geistig | Entwicklung, körperlich

6. Wachstumsschub ab der 37. Lebenswoche

Dieser Schub ist ausschlaggebend für die Bewegungkoordination Ihres Kindes. In dieser Zeit dreht sich Ihr Baby häufig auf den Bauch und beginnt zu wippen. Die Beinchen werden in Position gebracht, Ihr Baby möchte krabbeln.

Der eigene Wille wird nun ebenfalls deutlich ausgelebt. Aktivitäten, die früher "nebenbei" passierten, bekommen eine Bedeutung. Anziehen, Ausziehen, Baden, Schlafen – all das kann zum falschen Zeitpunkt mit grossem Gezeter und Gebrüll einhergehen. Ihr Kind testet seine Grenzen. Wenn Sie jetzt ganz klar „Nein“ zu etwas sagen, fängt es aber oft an zu weinen, so erschrocken ist es über den neuen Tonfall. Aber das soll Sie nicht davon abschrecken, auf liebevolle Art konsequent zu sein. Jetzt spätestens fängt die Erziehung an und es wird vor allem wichtig, Ihr eigenes Verhalten zu beobachten. Kinder lernen immer am meisten durch ihre Vorbilder bzw. durch Nachahmung.

Insgesamt wird Ihr Kind nun unternehmungslustiger und neugieriger und hat deswegen mehr Appetit - neue Geschmacksrichtungen auf dem Speiseplan werden gerne ausprobiert. Aber alles wird vorher penibel untersucht und erforscht. Und das gilt für die gesamte Umgebung!

Ihr Baby beginnt nun alle Gegenstände und Personen in Kategorien einzuordnen. Es versteht inzwischen, dass Sie Mama und Papa sind und es zu Ihnen gehört. Bälle sind Bälle – egal wie gross oder bunt sie sind und ob man sie anfassen oder nur in einem Buch sehen kann. Es lernt auch zu unterscheiden, ob es Dinge mag oder nicht, und kann dies mit Lachen oder Weinen äussern.

Damit es jedoch Dinge in Kategorien einordnen kann, muss es diese kennenlernen und selbst erkunden dürfen. Das bedeutet für Sie, Ihrem Kind die Möglichkeit zu bieten, alles was nicht gefährlich ist, selbst erforschen zu können. Anfassen, riechen, hören, ja auch schmecken gehören zu den Erfahrungen, die Kinder benötigen, um Gegenstände zu bewerten und in ihrer eigenen Welt richtig einzuordnen.

Zu einer gefährlichen Situation kann es zum Beispiel führen, wenn ein Kind noch nie Kontakt mit einem Tier gehabt hat, da es noch einen Hund noch nicht automatisch in die Kategorie “Tier” einordnen kann.

Regeln im Umgang mit Hunden

Bilderbücher, vor allem solche, die zum Fühlen und Schmecken einladen, sind eine schöne Möglichkeit, Ihrem Kind Gegenstände und Tiere zu zeigen und zu benennen. Auch Ausflüge (z.B. in den Streichelzoo) sind nun eine gelungene Abwechslung zum alltäglichen Leben. Durch regelmässige Wiederholungen verinnerlicht Ihr Kind die gesehenen Dinge und kann diese bewerten und einordnen.

Zuviel Spielzeug kann Ihr Kind aber überfordern. Lieber wenige, ausgewählte Spielzeuge anbieten und diese nach ein paar Tagen oder Wochen gegen andere austauschen. So bleiben alle Spielzeuge interessant und Ihr Kind verliert nicht durch eine Reizüberflutung die Orientierung.


Hier finden Sie weitere Informationen zu den anderen Wachstumsschüben:

Letzte Aktualisierung : 05-11-19, CH / BH

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