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                              Hände am Kopf des Babys
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                              iStock

                              Das KiSS-Syn­drom


                              Das KiSS-Syn­drom steht für die Ab­kür­zung „Kopf­ge­lenk-in­du­zier­te Sym­me­trie-Stö­rung“ und be­zeich­net eine Be­we­gungs­stö­rung bzw. Hal­tungs­stö­rung, die in ers­ter Li­nie Ba­bys und Klein­kin­der be­trifft. Die Fehl­stel­lung geht vom Über­gangs­be­reich zwi­schen der Schä­del­ba­sis und den Wir­bel­ge­len­ken im Be­reich der obe­ren Hals­wir­bel­säu­le aus und führt zu Ver­span­nun­gen der Na­cken­mus­ku­la­tur.

                              In der Os­teo­pa­thie und Al­ter­na­tiv­me­di­zin spielt das KiSS-Syn­drom heu­te eine be­deu­ten­de Rol­le. Die Schul­me­di­zin zwei­felt die Exis­tenz des Krank­heits­bil­des al­ler­dings bis­lang an und ar­gu­men­tiert, dass alle Sym­pto­me auch an­de­re Ur­sa­chen ha­ben kön­nen. Ei­nen wis­sen­schaft­li­chen Be­weis für den beim KiSS-Syn­drom an­ge­nom­me­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen der Fehl­hal­tung und den re­sul­tie­ren­den Be­schwer­den gebe es nicht.

                              Der Be­griff KiSS-Syn­drom geht auf den Arzt Hei­ner Bie­der­mann zu­rück. Er geht da­von aus, dass Ver­schie­bun­gen der Wir­bel­ge­len­ke der Hals­wir­bel­säu­le schon vor der Ge­burt (z.B. bei Steiss- oder Be­cken­end­la­ge) für die Sym­pto­me ver­ant­wort­lich sind. Auch Pro­ble­me wäh­rend der Ge­burt kön­nen zum KiSS-Syn­drom füh­ren, wenn das Köpf­chen des Un­ge­bo­re­nen un­ter ho­hem Druck durch den en­gen Ge­burts­ka­nal der Mut­ter ge­presst wird oder es wäh­rend der Ge­burt Dreh­be­we­gun­gen durch­führt, die das Kopf­ge­lenk stark be­las­ten. Ri­si­ko­fak­to­ren für ein KiSS-Syn­drom sind des­halb eine Saug­glo­cken­ge­burt oder Zan­gen­ge­burt, Not­fall-Kai­ser­schnit­te, Zwil­lings­ge­bur­ten, sehr schnel­le Ge­bur­ten und ein Ge­burts­ge­wicht von mehr als 4.000 g.

                              KiSS-Syn­drom-Ba­bys kön­nen eine star­ke Schief­hal­tung des Kop­fes – des­halb frü­her die Be­zeich­nung Schief­hals – und des Rump­fes so­wie ge­ge­be­nen­falls eine deut­lich asym­me­tri­sche Schä­del­form mit ab­ge­plat­te­tem Hin­ter­kopf auf­wei­sen. Pro­ble­me im Be­reich der Hals­wir­bel­säu­le kön­nen sich aber auch durch eine zur Sei­te oder nach hin­ten ge­krümm­te Wir­bel­säu­le mit Rück­beu­ge des Kop­fes be­merk­bar ma­chen. Ba­bys mit KiSS-Syn­drom mei­den ty­pi­scher­wei­se die Bauch­la­ge und krab­beln un­gern.

                              Das KiSS-Syn­drom kann wei­te­re schwer­wie­gen­de Aus­wir­kun­gen auf die Ent­wick­lung des be­trof­fe­nen Kin­des ha­ben:

                              Be­vor das KiSS-Syn­drom al­ter­na­tiv­me­di­zi­nisch be­han­delt wird, ist eine um­fas­sen­de Un­ter­su­chung der Kin­der emp­feh­lens­wert, da­mit eine an­de­re, schwer­wie­gen­de­re Ur­sa­che nicht über­se­hen wird. Fin­det sich nichts, ist ein Be­hand­lungs­an­satz die ma­nu­el­le The­ra­pie, wel­che die Sym­me­trie der Hals­wir­bel­säu­le wie­der­her­stel­len soll. Eine os­teo­pa­thi­sche The­ra­pie ist als un­ter­stüt­zen­de Mass­nah­me mög­lich. Wenn die ma­nu­el­le The­ra­pie nicht den ge­wünsch­ten Er­folg bringt, folgt im nächs­ten Schritt der Be­hand­lung die Kran­ken­gym­nas­tik. Al­ler­dings soll­te die Phy­sio­the­ra­pie frü­hes­tens vier Wo­chen nach der ma­nu­el­len The­ra­pie be­gin­nen.

                              Wird das KiSS-Syn­drom im Säug­lings­al­ter nicht be­han­delt, kann – nach Mei­nung der Al­ter­na­tiv­me­di­zi­ner - als Fol­ge­er­schei­nung das so­ge­nann­te Kidd-Syn­drom auf­tre­ten (Kopf­ge­lenk-in­du­zier­te Dys­pra­xie/Dys­gno­sie). Dys­pra­xie steht für die Un­fä­hig­keit zum Aus­füh­ren er­lern­ter Be­we­gun­gen trotz vor­han­de­ner Wahr­neh­mungs- und Be­we­gungs­fä­hig­keit, Dys­gno­sie für eine ge­stör­te Wahr­neh­mung. Bei Kin­dern im Schul­al­ter ste­hen Lern­schwie­rig­kei­ten, Hy­per­ak­ti­vi­tät oder Ag­gres­si­vi­tät, Kopf­schmer­zen und Hal­tungs­schwä­chen im Vor­der­grund.

                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH

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