Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Kopf umfasst von Händen
                              ©
                              iStock

                              Ha­ben Sie ein Schreiba­by?


                              Man­che Ba­bys wei­nen, brül­len und schrei­en so viel, dass sie die Ner­ven ih­rer El­tern auf eine rich­ti­ge Zer­reiss­pro­be stel­len. Schliess­lich hat man schon al­les pro­biert - und das Baby schreit im­mer noch! Ge­le­gent­lich schreit ein Kind so­gar so stark, dass es sich "weg­schreit", also kurz das Be­wusst­sein ver­liert (Wut­krampf, Af­fekt­krampf). Durch­schnitt­lich wird je­des zehn­te Kind als "Schreiba­by" be­zeich­net. Das heisst, dass es mehr als drei Stun­den am Tag aus vol­lem Hals brüllt, und dies mehr als drei Tage in der Wo­che und län­ger als drei Wo­chen.

                              In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on füh­len sich jun­ge El­tern, die doch al­les be­son­ders gut ma­chen wol­len, auf ein­mal völ­lig un­fä­hig. Sie kön­nen ja ihr ei­ge­nes Baby, das sie lie­ben, nicht be­ru­hi­gen! Das ver­ur­sacht Stress, auch un­ter den El­tern, ein Ge­fühl von Ab­ge­lehnt­wer­den und schliess­lich hand­fes­te Ag­gres­sio­nen. Schlaf­ent­zug tut ein Üb­ri­ges... und macht den Teu­fels­kreis erst recht per­fekt, aus dem eine Mut­ter oder ein Va­ter kaum noch al­lein her­aus­fin­det.

                              Das Wich­tigs­te vor­weg: Schreiba­bys ha­ben nichts mit el­ter­li­chen Feh­lern im Um­gang mit dem Baby zu tun! El­tern soll­ten sich also nicht von Vor­wür­fen ih­rer Um­ge­bung ir­ri­tie­ren las­sen, sie wür­den ihr Kind falsch be­han­deln. Schrei­en ist vor al­lem Aus­druck der nicht ganz ein­fa­chen An­pas­sung an das Le­ben aus­ser­halb der Ge­bär­mut­ter - und man­che Kin­der schaf­fen das bes­ser als an­de­re. Seit ei­ni­ger Zeit wer­den Schreiba­bys des­halb auch als "High-Need Ba­bys" be­zeich­net. Oft ste­cken Bauch­krämp­fe im noch un­rei­fen Ver­dau­ungs­sys­tem da­hin­ter. Die ge­naue Ent­ste­hung der Ko­li­ken ist bis heu­te nicht voll­kom­men be­kannt.

                              Aus Un­ter­su­chun­gen weiss man:

                              • Das ex­zes­si­ve Schrei­en ist kei­ne Zi­vi­li­sa­ti­ons­krank­heit, Schreiba­bys gibt es auch bei Na­tur­völ­kern.

                              • Die Ba­bys schrei­en nicht des­halb län­ger und häu­fi­ger, weil sie viel­leicht zu­viel her­um­ge­tra­gen wor­den sind. 

                              • Schrei­at­ta­cken sind bei ge­still­ten Kin­dern und Fla­schen­kin­dern gleich häu­fig.

                              • Die meis­ten be­trof­fe­nen Ba­bys sind ge­sund. Sie lei­den spä­ter nicht häu­fi­ger un­ter All­er­gi­en oder an­de­ren Krank­hei­ten als an­de­re Kin­der.

                              • Eine All­er­gie ge­gen Milch­ei­weiss oder eine Un­ver­träg­lich­keit von Milch­zu­cker steckt nur in sehr sel­te­nen Fäl­len hin­ter dem über­mäs­si­gen Schrei­en. Auch ein Rück­fluss der Ma­gen­säu­re (Re­flux) lässt sich nur sel­ten als tat­säch­li­che Ur­sa­che fin­den.

                              An vie­len gros­sen Kin­der­spi­tä­lern, auf je­den Fall an den Uni­ver­si­täts-Kin­der­spi­tä­lern, gibt es heu­te schon eine so­ge­nann­te Schrei­am­bu­lanz. Hil­fe gibt es auch bei der Fach­stel­le für Säug­lings­fra­gen un­ter www.schreiba­by.ch und bei der pri­va­ten El­tern­in­itia­ti­ve www.schreiba­by­hil­fe.ch (mit Fo­rum). Dort­hin soll­ten Sie sich früh ge­nug wen­den - spä­tes­tens, wenn Sie Ag­gres­sio­nen ge­gen Ihr Kind spü­ren, z.B. wenn Sie es schüt­teln wol­len, da­mit es end­lich auf­hört zu schrei­en. Das so­ge­nann­te Schüt­tel­trau­ma kann le­bens­ge­fähr­lich sein!

                              In den letz­ten Jah­ren ha­ben sich bei un­er­klär­li­chem Schrei­en und Un­ru­he im­mer häu­fi­ger die Os­teo­pa­thie und die Cra­nio­sa­kral-The­ra­pie als er­folg­rei­che und sanf­te Be­hand­lungs­me­tho­den be­währt. Bit­te le­sen Sie zu die­sem The­ma auch un­se­re In­fos zum KiSS-Syn­drom.

                              Vi­deo


                              Dr. Ro­bert Ha­mil­ton, Kin­der­arzt in San­ta Mo­ni­ca, Ca­li­for­ni­en, de­mons­triert ei­nen Hal­te­griff, mit dem in kür­zes­ter Zeit ein schrei­en­des Baby be­ru­higt wer­den kann - "The Hold":

                              kurz&bündigkurz&bündig
                              9/4/2016
                              Schreiender Säugling hält Mutters Finger

                              Schreiba­bys

                              Nicht nur schwan­ge­re Ve­ga­ne­rin­nen, auch Schwan­ge­re mit nor­ma­ler Er­näh­rung sind auf die zu­sätz­li­che Ein­nah­me von …
                              Letzte Aktualisierung: 01.07.2020, BH

                              Mehr zum The­ma

                              Emp­feh­lun­gen

                              Mam-logoMam · Ad

                              MAM Baby Ma­ga­zin

                              Der swiss­mom Part­ner Blog
                              Stiftung Folsäure-logoStiftung Folsäure · Ad

                              Ur­ba­ne Gär­ten: Gü­nes Pa­ra­dies im Asphalt­dschun­gel mit Kneipp

                              Ur­ba­nes Grün tut der See­le und dem Kli­ma gut. Ex­per­tIn­nen ver­ra­ten Tricks für die Selbst­ver­sor­gung auf dem Stadt­bal­kon.

                              Neu­es­te Ar­ti­kel

                              Unsere Partner

                              Anzeige
                              Anzeige