Frau mit Blasenentzündung

Hebammentipp - Blasenprobleme

In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft nimmt die Gebärmutter viel Raum in Anspruch und verursacht so manche Unannehmlichkeit wie MagenbrennenVerstopfung und Blähungen. Auch Hämorrhoiden können auftreten. Die wirksamste und ungefährlichste Behandlung ist eine ballaststoffreiche Ernährung und viel, viel Trinken. 1,5 bis 2 Liter sollten es pro Tag sein! Als Flüssigkeit eignet sich Wasser, ungesüsster Tee oder dünne Fruchtschorle.

Natürlich müssen Sie dann noch häufiger auf die Toilette laufen. Aber die häufige Entleerung und Durchspülung der Harnblase ist extrem wichtig - nicht erst zur Toilette gehen, wenn der Harndrang riesig ist, sondern regelmässig, auch wenn man noch nicht das Gefühlt einer übervollen Blase hat.  Weil der Uterus auf die ableitenden Harnwege drückt, kann die Blase oft nur unvollständig entleert werden. Und in diesem „Restharn“ können sich nur zu gut Keime vermehren. Harnwegsinfektionen sind aber wiederum ein Risikofaktor für Frühgeburten!

Auch hier hat die Ernährung der Schwangeren einen Einfluss. Stark zuckerreiche Kost "versüsst" den Bakterien den Aufenthalt. Cranberrysaft hat sich bei Blasenbeschwerden bewährt. Dieser sollte am besten als Schorle mit Wasser vermischt getrunken werden. Das homöopathische, niedrigpotenzierte Mittel Berberis kann helfen. Fragen Sie dazu Ihre Hebamme. Wichtig ist auch die Blasen- und Nierenregion gut warm zu halten. Bei ständigem Harndrang oder Brennen beim Wasserlösen müssen Sie sich an Ihren Arzt wenden. 

Letzte Aktualisierung: 01.2017, JM