Pränatale Entwicklung Woche 30
Schwangerschaft | Baby | Entwicklung, körperlich

Ihr Baby in der 30. Woche der Schwangerschaft

Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihr Bauch manchmal seltsame rhythmische Bewegungen, wie ein Pochen im Bauch, vollführt? Ihr Baby hat Schluckauf, und das ist völlig normal. Vielleicht hat es zu hastig Fruchtwasser geschluckt. Manchmal kann man das Zucken sogar durch die Bauchdecken von aussen beobachten.

Viele Babys beziehen jetzt bereits die Startposition für die Geburt: Das Köpfchen hinunter in das kleine Becken der Mutter, die Beine - oft in einer Art Schneidersitz - nach oben Richtung mütterlicher Rippenbogen und Magen. Die Tritte und Stösse, die Sie jetzt dort spüren, werden immer heftiger und sind nicht immer angenehm. Es kommt Ihnen wahrscheinlich so vor, als ob Ihr Baby sich ununterbrochen bewegt und nie schläft. Dabei schläft es gern, die Schlafphasen sind viel länger als die Wachphasen.

So gross ist Ihr Baby jetzt

So gross ist Ihr Baby jetzt

In der 30. Schwangerschaftswoche: Eine Pomelo

Ihr Kleines schaut inzwischen eher wie ein ausgewachsenes Baby aus als wie ein Fetus. Das Gewicht hat schon lange die Ein-Kilo-Marke überschritten. Es hat eine pralle, rosige Haut. Die darunter liegende Fettschicht kann bis zu acht Prozent seines Gewichtes ausmachen, wird nach der Geburt seinen Temperaturhaushalt regeln und ist eine Energiereserve für den anstrengenden Weg ins Leben. Ausserdem besitzt es schon ein fast funktionsfähiges Nervensystem. Die Nervenfasern sind jetzt mit Myelin umhüllt, so dass Impulse schneller geleitet werden.

Inzwischen unterscheidet das Gehör Ihres Kindes deutlich zwischen hohen und tiefen Tönen. Die schützenden Wollhärchen, die Lanugobehaarung, bildet sich langsam zurück und bis zur Geburt ist davon meist nichts mehr zu sehen. Die Knochen werden fester. Die Hoden des ungeborenen Jungen sind aus dem Bauchraum in die Leistengegend gewandert.

Käme Ihr Baby in dieser Woche zur Welt, könnte es schon selbst atmen.

Newsticker

Sprechenlernen beginnt im Uterus: Neugeborene können bereits zwischen Mutter- und Fremdsprache unterscheiden. Ein Forscher-Team spielte jeweils 40 amerikanischen und schwedischen Babys im Alter von 7 bis 75 Stunden beide Sprachen vor. Sie hatten dabei einen speziellen Schnuller im Mund, der die Saugbewegungen registrierte. Saugen bedeutet Neugierde, und diese galt jeweils der Fremdsprache. Der Schluss ist, dass die Kinder bereits Erfahrungen mit der eigenen Sprache haben. Ab der 30. SSW können Feten Töne wahrnehmen. (Newsticker, 24.2.2013)

Letzte Aktualisierung : 05-02-20, BH

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