Stillen

Die Brust im Wochenbett

Am zweiten bis vierten Tag nach der Geburt werden Ihre Brüste anschwellen und sich schwerer und empfindlicher anfühlen, manche Frauen empfinden dies als schmerzhaft. Dies zeigt, dass die Milch einschiesst. Wenn Sie Ihr Neugeborenes stillen, haben Sie bis zum Milcheinschuss schon einige Erfahrungen sammeln können, wie Sie Ihr Kind auch unter diesen schwierigen Bedingungen am besten anlegen.

Nehmen Sie sich besonders viel Zeit für die Mahlzeiten, denn Stillen ist in den ersten Tagen eine sehr sensible Angelegenheit. Um Beschwerden rund um den Milcheinschuss zu lindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Legen Sie direkt vor dem Stillen ein warmes Handtuch über Ihre Brust oder nehmen Sie eine warme Dusche, so kommt der Milchfluss zu Beginn der Mahlzeit besser in Gang.
  • Ein nicht zu eng sitzender Stillbüstenhalter, der idealerweise aus Baumwolle sein sollte, oder lockere Kleidung, nimmt auch etwas von der Brustspannung.
  • Stilleinlagen in Ihrem Büstenhalter saugen austretende Muttermilch auf.
  • Nach dem Stillen ist ein kalter Waschlappen, kühle Quarkwickel oder eine Kühlpackung (auch eine Packung gefrorener Erbsen tut seinen Zweck) sehr wohltuend.
Quarkwickel selbst gemacht

Quarkwickel helfen beim Milcheinschuss, Milchstau oder Brustentzündungen. Hier finden Sie eine Anleitung dazu

Der Milcheinschuss dauert nur wenige Tage. Durch frühes und häufiges Anlegen, wird die schwere des Milcheinschusses gemildert. Man spricht hier von Stillen ad libitum/ Stillen nach Bedarf.

Wenn es in den Tagen nach dem Milcheinschuss zu Schmerzen in der Brust kommt, kann das andere Gründe haben: Eventuell ist durch einen verstopften Milchgang ein Milchstau entstanden oder durch wunde Brustwarzen sind Keime in das Brustdrüsengewebe eingedrungen und haben eine Brustentzündung, eine sogenannte Mastitis, ausgelöst.

Mütter, die nicht stillen wollen oder können, stellen fest, dass sich ihre Brust ungefähr eine Woche nach der Geburt verkleinert. Bis dahin leistet ein guter Stützbüstenhalter den schmerzenden Brüsten auch hier gute Dienste. Wenn Sie nicht stillen möchten, dürfen Sie auf keinen Fall zur Entlastung Milch abpumpen. Die Milchdrüsen werden dadurch nur zu verstärkter Milchproduktion angeregt.

Es gibt medikamentöse und natürliche Methoden zum Abstillen.

Letzte Aktualisierung: 05.2018, BH / swissmom-Hebammenteam / AS