Informieren Sie Ihre Versicherungen!
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Informieren Sie Ihre Versicherungen

Am Ende der Schwangerschaft ist es ratsam, die Versicherungen über den erwarteten Familienzuwachs zu informieren.  Sie werden staunen, wie viele Policen Sie haben! Schauen Sie genau nach, damit Sie keine vergessen – die meisten sollten darüber informiert werden, dass Sie nun ein Baby haben. Für einige gilt besondere Dringlichkeit.

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Wie Sie Ihr Baby schützen

Melden Sie Ihr Baby am besten vor der Geburt bei der Krankenversicherung an. Warum? Das erfahren Sie hier. 

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  • Krankenversicherung: Neugeborene müssen innerhalb von drei Monaten bei einer Krankenkasse gegen Krankheit und Unfall versichert werden. Wird diese Frist eingehalten, gilt der Versicherungsschutz vom Zeitpunkt der Geburt an. Das ist übrigens zwingend: Auch wenn Ihr Baby krank wird oder krank geboren wurde, müssen es die Kassen der Grundversicherung (nicht jedoch der Zusatzversicherung; siehe unten) ohne Vorbehalte aufnehmen. Da die Leistungen aus der Grundversicherung bei allen Krankenkassen gleich sind, ist ein Prämienvergleich empfehlenswert. Und: Lassen Sie sich nicht von Familienrabatten blenden. Diese sind meist so gering, dass sich das Einholen von Offerten gleichwohl lohnt.
  • Die Grundversicherung bietet einen sehr weitreichenden Schutz, weil praktisch alle notwendigen medizinischen Kosten abgedeckt sind.
  • Angeboten werden aber auch noch mehr oder weniger weitreichende Zusatzversicherungen, welche in den meisten Fällen auch bereits vor der Geburt abgeschlossen werden können und sollten: Da bei nach der Geburt beantragten Zusatzversicherungen eine Gesundheitsdeklaration ausgefüllt werden muss (anderes als in der Grundversicherung; siehe oben), kann die Kasse Leistungsvorbehalte anbringen, falls es vor oder während der Geburt zu Komplikationen kam. In bestimmten Fällen kann sogar keine Zusatzversicherung mehr abgeschlossen werden. Falls Sie also eine Zusatzversicherung für Ihr Baby abschliessen wollen, dann unbedingt vor der Geburt. Nur wenige der möglichen Zusatzversicherungen sind für Babies wirklich sinnvoll, so z.B. eine Zahnkorrekturversicherung (monatlich zwischen 5 und 30 Fr.), die man auch unbedingt schon bald nach der Geburt abschliessen sollte, weil die Versicherer die Kinder später kaum mehr aufnehmen. Auf andere, wie den Halbprivat- oder Privat-Spitalzusatz, kann getrost verzichtet werden, gibt es doch in Schweizer Spitälern nur allgemeine Kinderabteilungen. Wenig sinnvoll ist auch eine Versicherung, die sich nur an den Kosten der Zahnpflegeleistungen beteiligt, aber nicht an den teuren Zahnstellungskorrekturen. Ein Grossteil der Krankenkassen bietet eine Zusatzversicherung für naturheilkundliche Heilverfahren an, bei einigen ist dies auch schon eingeschlossen.
Gut zu wissen

INTERVIEWS

  • Alle Krankenkassen bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Kind schon vor der Geburt prämienfrei zu versichern. Nutzen Sie unbedingt diese Möglichkeit; damit Ihr Kind ab der Geburtsminute schon versichert ist; Sie sparen sich so allenfalls spätere Diskussionen. Diese Vorgeburtsanmeldung leiten Sie telefonisch oder noch besser übers Internet Ihrer Krankenkasse ein, unter Angabe der gewählten Jahresfranchise. Sie erhalten dann einen schriftlichen Antrag, den Sie unterschrieben zurücksenden müssen. Weitere Tipps und Informationen sowie individuelle Beratungsmöglichkeiten finden Sie bei der Sanitas Krankenversicherung.
  • Unfallversicherung: Gegen einen Rabatt von 4-10% lässt sich die Unfallversicherung bei Babys ausschliessen. Dies hat jedoch Tücken und ist daher nicht zu empfehlen. Zum einen haben auch Babys Unfälle, für welche nicht immer ein Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers zur Verfügung steht. Zum anderen kann der Unfallversicherer bei einem Antrag nach der Geburt, z.B. falls Sie in den ersten Lebensjahren ihres Kindes eine Unfallversicherung abschliessen wollen, eine Gesundheitsprüfung verlangen. Es ist deshalb möglich, dass der Versicherer nach der Prüfung die Unfallversicherung ablehnt oder "nur" einen Vorbehalt anbringt (z.B. Ausschluss der Epilepsie, weil hier ein höheres Unfallrisiko besteht). Wie schon oben unter "Krankenkasse" erwähnt: Lassen Sie sich nicht von Rabatten blenden.
  • Todesfallversicherung: Eine Lebensversicherung sichert Ihre Familie im Falle Ihres Todes ab. Das ist besonders für Eltern wichtig, denn Sie werden für das Wohlergehen und die Ausbildung Ihrer Kinder vorsorgen wollen. Ausserdem können Sie eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschliessen, die Ihnen eine monatliche Rente garantiert, sollten Sie durch Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig werden. Manche Versicherungen decken beides ab. Eine Lebensversicherung wird bei Ableben des Versicherungsnehmers fällig. Sie wird automatisch an die in der Versicherung genannte Person ausbezahlt, in der Regel an den nächsten Angehörigen. Es ist also wichtig, die oder den Nutzniesser genau zu definieren. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Kinder in die Versicherung mit aufzunehmen. Es ist ratsam, wenn beide Elternteile eine solche Versicherung abschliessen.

Haben Sie Fragen? Das Team von Sanitas Krankenversicherung berät Sie gern.


Häufige Frage zum Thema

Ich habe gehört, stillende Mütter haben Anrecht auf Stillgeld. Wo muss ich das beantragen?


Newsticker

Eltern leben ungesünder: Eltern haben gegenüber Kinderlosen einen insgesamt positiveren Lebenswandel - sollte man zumindest meinen. Doch der Gesundheitsreport 2014 der deutschen Krankenkasse DAK mit Daten von 3.000 berufstätigen Versicherten kommt zu einem anderen Ergebnis. Berufstätige Mütter treiben viel weniger Sport (17 % gegenüber 30 % aller kinderlosen berufstätigen Frauen). Sie achten viel weniger auf genügend Schlaf und ernähren sich ungesünder. Berufstätige Väter können bei der gesunden Ernährung zwar leicht punkten, aber Kinderlose geben öfter an, wenig oder keinen Alkohol zu trinken (58 zu 54 Prozent), nicht zu rauchen (68 zu 58 Prozent) und viel Sport zu treiben (34 zu 23 Prozent). (swissmom Newsticker, 14.3.15)

Letzte Aktualisierung : 21-06-18, PvE / CF / AS

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