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Schwester bemalt den Gips ihres kleinen Bruders
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Un­fall­ver­si­che­rung


1. Zur Not­wen­dig­keit ei­ner Un­fall­ver­si­che­rung


Es gibt nur we­ni­ge Be­rei­che, bei wel­chen wir vom Ge­setz her ob­li­ga­to­risch ge­gen Un­fall ver­si­chert sind. Die­se be­tref­fen z.B. Schü­ler oder Ar­beit­neh­mer (De­tails fin­den Sie un­ten).

Da die Un­fall­ver­si­che­rung aus­ser in die­sen Spe­zi­al­fäl­len frei­wil­lig ist, ist ein Neu­ge­bo­re­nes grund­sätz­lich nicht ge­gen Un­fall ver­si­chert, es  sei denn, Sie schlies­sen eine sol­che Ver­si­che­rung von sich aus ab. Wir emp­feh­len dies be­reits ab der Ge­burt und nicht erst für den Fall, dass bei Fuss­ball­spie­len mit an­de­ren Kin­dern ein Un­ge­schick ge­sche­hen könn­te.

Un­fall­ver­si­che­run­gen wer­den heu­te an­ge­bo­ten durch

  • Pri­va­te Ver­si­che­rer

  • Kran­ken­kas­sen

  • Öf­fent­li­che Kas­sen. Hier sind der Suva ge­setz­lich ge­wis­se Be­rufs­klas­sen zu­ge­wie­sen, die mit ho­hen Be­rufs­un­fall- oder Be­rufs­krank­hei­ten ver­bun­den sind

Wenn es um Ihr Baby geht, führt ein sehr ein­fa­cher Weg für eine Un­fall­ver­si­che­rung über Ihre Kran­ken­kas­se, in­dem Sie (idea­ler­wei­se be­reits vor der Ge­burt) die Kran­ken­ver­si­che­rung ab­schlies­sen und da­bei die Un­fall­ver­si­che­rung ein­schlies­sen. Sie kön­nen Ihre Un­fall­ver­si­che­rung je­doch auch bei ei­nem pri­va­ten Ver­si­che­rer ab­schlies­sen. Was Sie dann noch ent­schei­den müs­sen ist, wel­che Leis­tun­gen Sie ver­si­chert ha­ben möch­ten; da­von ist dann auch die Prä­mie ab­hän­gig. Ver­glei­chen Sie ver­schie­de­ne An­ge­bo­te. Ach­ten Sie bei den wähl­ba­ren Zu­satz­leis­tun­gen dar­auf, ob Sie die­se be­nö­ti­gen.

2. Kin­der-Un­fall­ver­si­che­rung


Eine Kin­der-Un­fall­ver­si­che­rung bie­tet Schutz vor den wirt­schaft­li­chen Fol­gen von Un­fäl­len, wie In­va­li­di­tät oder An­fall von Kos­ten. Die Ver­si­che­rung wird durch die El­tern bzw. In­ha­ber der el­ter­li­chen Sor­ge ab­ge­schlos­sen. Ver­si­chert wer­den kön­nen Leis­tun­gen

  • im To­des­fall

  • bei In­va­li­di­tät

  • bei ei­nem Spi­tal­auf­ent­halt (Spi­talt­ag­geld)

  • für Hei­lungs­kos­ten

In der Re­gel kön­nen die Leis­tun­gen in be­lie­bi­ger Kom­bi­na­ti­on ver­ein­bart wer­den. Die Höhe der Leis­tun­gen rich­tet sich nach dem Be­darf und den ei­ge­nen fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten. 

3. Un­fall­ver­si­che­rung für hö­he­re Schü­ler / Stu­den­ten


Zu­sätz­lich zu den Leis­tun­gen der Kin­der-Un­fall­ver­si­che­rung kann hier der vor­über­ge­hen­de oder dau­ern­de Lohn­aus­fall durch ein Tag­geld ver­si­chert wer­den, was u.a. für Stu­den­ten und hö­he­re Schü­ler in­ter­es­sant sein kann, wel­che die ge­setz­li­chen So­zi­al­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen (AHV, IV, UVG, KVG) nicht als ge­nü­gend er­ach­ten. 

4. Aus­ge­wähl­te an­de­re Un­fall­ver­si­che­rungs­ar­ten


4.1 Ob­li­ga­to­ri­sche Un­fall­ver­si­che­rung ge­mäss UVG

Die­se Ver­si­che­rung wird durch Ih­ren Ar­beit­ge­ber ab­ge­schlos­sen. Sie bie­tet Schutz vor wirt­schaft­li­chen Fol­gen von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten, wie vor­über­ge­hen­dem oder dau­ern­dem Lohn­aus­fall, Weg­fall des Ver­sor­gers oder An­fall von Kos­ten. 

4.2 Ob­li­ga­to­ri­sche Schü­ler­ver­si­che­rung

Je nach kan­to­na­lem Recht gibt es Ver­si­che­rungs­schutz für Kin­der wäh­rend des Auf­ent­hal­tes im Schul­haus oder wäh­rend schu­li­schen Ak­ti­vi­tä­ten. Zu Hau­se, in der Frei­zeit oder in den Fe­ri­en gilt die­se De­ckung je­doch nicht.

4.3 Un­fall-Zu­satz­ver­si­che­run­gen

Dar­un­ter ver­ste­hen die Ver­si­che­rer zu­sätz­li­che De­ckun­gen oder spe­zi­el­le Kom­bi­na­tio­nen von Zu­satz­leis­tun­gen für Ziel­kun­den wie z.B. Kin­der, Fa­mi­li­en, Sin­gles, Se­nio­ren etc. Ele­men­te kön­nen u.a. sein

  • 25% Kin­der­ra­batt

  • Treue­bo­nus für Kin­der

  • Prä­mi­en­be­frei­ung ab dem 3. Kind

  • Welt­wei­ter Schutz der Un­fall­ver­si­che­rung

  • Bo­nus ohne Leis­tungs­be­zug

Die An­ge­bo­te sind viel­sei­tig; auch hier lohnt sich ein Ver­gleich.

4.4 Un­fall­ver­si­che­rung für Ba­by­sit­ter

Auch Ba­by­sit­ter kön­nen bei Ih­nen zu Hau­se ei­nen Un­fall ha­ben. Der An­schluss ei­ner Un­fall­ver­si­che­rung ist sehr rat­sam.

4.5 Spe­zi­al­fall: Un­fall­ver­si­che­rung für ar­beits­lo­se Müt­ter

Alle ar­beits­lo­sen Müt­ter, die An­spruch auf Ar­beits­lo­sen­ent­schä­di­gung ha­ben, sind au­to­ma­tisch bei der Suva ge­gen Un­fall ver­si­chert. Um Ver­si­che­rungs­lü­cken zu ver­mei­den, emp­feh­len wir Ih­nen, bei der Un­fall­ver­si­che­rung des letz­ten Ar­beit­ge­bers recht­zei­tig eine sog. "Ab­re­de­ver­si­che­rung" ab­zu­schlies­sen (Ihre Per­so­nal­ab­tei­lung er­klärt Ih­nen dies ger­ne). Die­se Ab­re­de­ver­si­che­rung muss in­ner­halb von 30 Ta­gen nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses ab­ge­schlos­sen wer­den. Da­durch kann der be­stehen­de Ver­si­che­rungs­schutz (als "Nicht­be­rufs­un­fall-Ver­si­che­rung") für ma­xi­mal 6 Mo­na­te ver­län­gert wer­den.

Wich­tig ist spä­ter die Ko­or­di­na­ti­on mit Ih­rer Kran­ken­kas­se: Spä­tes­tens 30 Tage nach dem letz­ten Tag, an dem Ar­beits­lo­sen­ent­schä­di­gung be­zo­gen wur­de, oder nach Ab­lauf der Ab­re­de­ver­si­che­rung muss das Un­fall­ri­si­ko bei der Kran­ken­kas­se ver­si­chert wer­den. Die Kran­ken­kas­se kommt in der Re­gel nur für die Heil­kos­ten auf.

Es lohnt sich, sich gut zu in­for­mie­ren, wel­che Ver­si­che­rung was an­bie­tet. Noch bes­ser: Pro­fi­tie­ren Sie kos­ten­los von ei­ner neu­tra­len und un­ab­hän­gi­gen Ver­si­che­rungs­be­ra­tung! 

Letzte Aktualisierung: 04.05.2020, AS
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