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Mädchen mit Zahnspange und Brille
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Zahn­kor­rek­tur / Zahn­ver­si­che­rung / Ver­si­che­rung für Zäh­ne


Wenn Sie ihr Baby in den Ar­men hal­ten, den­ken Sie wahr­schein­lich nicht ge­ra­de so­fort an die Zahn­ver­si­che­rung. Spä­ter je­doch kön­nen Zahn­arzt­rech­nun­gen un­ter Um­stän­den mehr Schmer­zen ver­ur­sa­chen als die Be­hand­lung selbst, und die Rech­nun­gen be­las­ten das Haus­halts­bud­get oft über Ge­bühr, ins­be­son­de­re wenn Kin­der Zahn­stel­lungs­kor­rek­tu­ren / Span­gen brau­chen, und sich die Be­hand­lung beim Zahn­arzt über Jah­re er­streckt. Dass Sie die Rech­nun­gen grund­sätz­lich sel­ber be­zah­len müs­sen, kommt da­her, dass nach gel­ten­dem Ge­setz (mit Aus­nah­me des Zahn­un­falls) die Zahn­be­hand­lun­gen durch den Zahn­arzt nicht zur ärzt­li­chen Be­hand­lung ge­hö­ren (Aus­nah­me ist ein Zahn­scha­den nach ei­nem Un­fall). Die Kran­ken­kas­sen der Grund­ver­si­che­rung ha­ben dem­zu­fol­ge auch kei­ne Leis­tun­gen zu er­brin­gen.

Zahn­ver­si­che­rung sind Zu­satz­ver­si­che­run­gen; die Be­din­gun­gen (was ist ver­si­chert, wie hoch ist die Ver­si­che­rungs­sum­me, wie hoch die Prä­mie) va­rie­ren also von Ver­si­che­rer zu Ver­si­che­rer, und Preis- und Leis­tungs­ver­glei­che sind un­um­gäng­lich. Und mit der Zahn­be­hand­lungs­ver­si­che­rung schüt­zen Sie sich vor den fi­nan­zi­el­len Fol­gen bei zahn­ärzt­li­chen Be­hand­lun­gen. Die Leis­tungs­hö­he und den Selbst­be­halt kön­nen Sie selbst be­stim­men. An­bie­ter von Zahn­ver­si­che­run­gen se­hen ver­schie­de­ne De­ckungs­va­ri­an­ten vor, die eine auf Ihre in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se ab­ge­stimm­te Ab­si­che­rung er­mög­li­chen. Ver­si­che­rungs­sum­men von we­ni­gen 100 Fran­ken bis über 10'000 Fran­ken sind wähl­bar.

Die Zahn­be­hand­lungs­ver­si­che­rung kann je­der­mann ab­schlies­sen, für Klein­kin­der ist (je nach Ver­si­che­rer) bis zum 4., 5. oder 6. Ge­burts­tag kei­ne Ri­si­ko­prü­fung (zahn­ärzt­li­ches At­test) not­wen­dig. Der Ver­si­che­rer ver­zich­tet also auf jeg­li­chen Vor­be­halt. Die­ser Ver­zicht gilt auch für al­len­falls spä­ter vor­zu­neh­men­de kie­fer­or­tho­pä­di­sche Be­hand­lun­gen (Zahn­span­gen). An­schlies­send ver­langt der Ver­si­che­rer je­doch vom Zahn­arzt ein Gut­ach­ten, dass Zäh­ne und Zahn­stel­lung in Ord­nung sind,. Wird da­bei eine Fehl­stel­lung dia­gnos­ti­ziert, schliesst die Kas­se die­se von der De­ckung aus. Da­mit ist die Ver­si­che­rung prak­tisch wert­los. Zahn­ver­si­che­run­gen kön­nen üb­ri­gens bis ins hohe Al­ter (ca. 70. Al­ters­jahr) ab­ge­schlos­sen wer­den, so­fern das Ge­biss auf­grund ei­nes ak­tu­el­len zahn­ärzt­li­chen At­tes­tes als gut be­zeich­net wur­de. Be­stehen­de Lei­den oder Er­satz­mass­nah­men für feh­len­de Zäh­ne kön­nen von der Ver­si­che­rung mit ei­nem Vor­be­halt be­legt wer­den. Nach dem Ab­schluss ei­ner Zahn­ver­si­che­rung be­stehen al­len­falls Ka­ren­fris­ten (War­te­fris­ten): Für Kie­fern­or­tho­pä­die, Zahn­pro­the­tik und Zahn­sa­nie­run­gen we­gen Amal­ga­mun­ver­träg­lich­keit wer­den Leis­tun­gen nach Ab­lauf von 12 Ver­si­che­rungs­mo­na­ten er­bracht; für die üb­ri­gen Zahn­be­hand­lun­gen nach Ab­lauf von 6 Ver­si­che­rungs­mo­na­ten.

Sie soll­ten bei Kin­dern be­den­ken, dass es be­reits zu spät sein kann, wenn sich ein Kor­rek­tur­be­darf ab­zeich­net. Zu die­sem Zeit­punkt kann es pas­sie­ren, dass die Ver­si­che­rung Sie gar nicht mehr auf­nimmt. Ent­schei­den Sie sich für eine sol­che Zu­satz­ver­si­che­rung, soll­ten Sie die­se bald nach der Ge­burt des Kin­des ab­schlies­sen, auf je­den Fall aber in den ers­ten zwei, drei Le­bens­jah­ren. Emp­feh­lens­wert ist eine Zu­satz­ver­si­che­rung für Zahn­stel­lungs­kor­rek­tu­ren, denn die­se kön­nen sich schnell auf meh­re­re tau­send Fran­ken be­lau­fen und sich über meh­re­re Jah­re hin­zie­hen. Ver­glei­chen Sie die An­ge­bo­te und ach­ten Sie da­bei auf eine mög­lichst hohe De­ckung d.h. eine hohe Kos­ten­be­tei­li­gung der Ver­si­che­rung: min­des­tens 75 Pro­zent der Kos­ten und ein jähr­li­cher Ma­xi­mal­be­trag von min­des­tens 10’000 Fran­ken.

Es lohnt sich, sich gut zu in­for­mie­ren, wel­che Ver­si­che­rung was an­bie­tet.

Letzte Aktualisierung: 04.05.2020, AS
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