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Die Be­treu­ung ei­ner Mehr­lings­schwan­ger­schaft

Eng­ma­schig und be­son­ders sorg­fäl­tig kon­trol­liert: Schwan­ge­re, die mehr als ein Kind er­war­ten, sind Ri­si­ko­pa­ti­en­tin­nen.

Stethoskop am Bauch der Schwangeren
©
Shutterstock

Zwil­lings- und Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten müs­sen be­son­ders eng­ma­schig be­treut wer­den, da­mit die da­mit ver­bun­de­nen spe­zi­el­len Ri­si­ken recht­zei­tig er­kannt und be­han­delt wer­den kön­nen. Das kann ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft so­gar wö­chent­lich sein.

Die Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen wer­den in­ten­si­viert


Zur be­son­de­ren Be­treu­ung ge­hö­ren auch eine Rei­he zu­sätz­li­cher Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen. So kann man schon ab der 7. SSW fest­stel­len, dass mehr als ein Em­bryo her­an­wächst. Auch kann man schon recht früh be­ur­tei­len, wel­che Art von Zwil­lin­gen, ob ein­ei­ig oder zwei­ei­ig, Sie er­war­ten. Spä­ter wird durch Ul­tra­schall und vor al­lem Dopp­ler-Ul­tra­schall die Ent­wick­lung der Ba­bys und die Durch­blu­tung des Mut­ter­ku­chens in­ten­siv über­wacht. So kann eine un­glei­che Ver­sor­gung in der Ge­bär­mut­ter recht­zei­tig er­kannt wer­den. Das ist be­son­ders wich­tig, wenn bei­de Zwil­lin­ge sich eine Pla­zen­ta tei­len. Bis zur 30. SSW kann man auch für Zwil­lin­ge die vor­ge­burt­li­chen Wachs­tums­kur­ven für Ein­lin­ge ver­wen­den. Da­nach wach­sen Mehr­lin­ge lang­sa­mer.

Er­näh­rungs­emp­feh­lun­gen


All­ge­mein wird man Ih­nen wahr­schein­lich ra­ten, mehr Ei­weiss, vie­le Bal­last­stof­fe, Obst und Ge­mü­se zu es­sen und be­son­ders viel zu trin­ken. Ihre Ge­wichts­zu­nah­me soll­te nicht viel hö­her als bei ei­ner Ein­lings­schwan­ger­schaft sein, zwi­schen 15 und 20 kg. Kör­per­li­che An­stren­gun­gen sind zu ver­mei­den, und im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel soll­ten Sie so viel wie mög­lich ru­hen. Man wird Ih­nen wahr­schein­lich ein Ei­sen- und Jod­prä­pa­rat ver­schrei­ben, denn Mehr­lings­schwan­ge­re be­kom­men leicht eine An­ämie bzw. ei­nen Jod­man­gel. Vie­le Frau­en­ärz­te und Frau­en­ärz­tin­nen ver­ord­nen zu­sätz­lich noch Ma­gne­si­um, zum Schutz vor vor­zei­ti­gen We­hen, und Kal­zi­um, um den er­höh­ten Be­darf aus­zu­glei­chen.

Wenn Kom­pli­ka­tio­nen auf­tau­chen...


Wer­den Pro­ble­me er­kenn­bar, wie zum Bei­spiel vor­zei­ti­ge We­hen, Mut­ter­munds­schwä­che oder eine Ge­sto­se („Schwan­ger­schafts­ver­gif­tung“ oder Prä­eklamp­sie), sind sie manch­mal am­bu­lant zu be­han­deln. Häu­fig ist al­ler­dings auch eine Kran­ken­haus­be­treu­ung not­wen­dig.

Nach den heu­ti­gen Emp­feh­lun­gen soll­te eine Mehr­lings­schwan­ger­schaft um die 38. SSW her­um be­en­det wer­den. Spä­tes­tens dann wird die Ge­burt ein­ge­lei­tet oder ein ge­plan­ter Kai­ser­schnitt durch­ge­führt. In vie­len Fäl­len kommt es aber vor­her schon zu na­tür­li­chen We­hen und zur Ge­burt.

Ge­burt mög­lichst im Spi­tal


Da Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten mit so vie­len ver­schie­de­nen Ri­si­ken ver­bun­den sind, ist es im­mer rat­sam, zur Ge­burt in ein spe­zia­li­sier­tes Kran­ken­haus zu ge­hen. So kön­nen Sie und Ihre Ba­bys wäh­rend und nach der Ge­burt ge­nau­es­tens über­wacht wer­den. Et­wai­ge Kom­pli­ka­tio­nen, z. B. eine Sauer­stoff­un­ter­ver­sor­gung ei­nes Kin­des oder eine ge­burts­wid­ri­ge Lage, kön­nen dann so­fort er­kannt und not­falls un­ver­züg­lich durch ei­nen Kai­ser­schnitt be­ho­ben wer­den. Ganz wich­tig ist auch eine an­ge­schlos­se­ne Kin­der­kli­nik, denn ein ho­her An­teil der Zwil­lin­ge hat Pro­ble­me nach der Ge­burt und muss für kur­ze Zeit in­ten­siv be­treut wer­den.

Letzte Aktualisierung: 07.09.2022, Bh

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