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Pränatale Entwicklung Woche 8
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Ihr Baby in der 8. Wo­che der Schwan­ger­schaft


Der Em­bryo ist mit un­ge­fähr 1,5 Zen­ti­me­tern Län­ge und ei­nem Ge­wicht von 2 Gramm im­mer noch win­zig klein und leicht. Trotz­dem ist er schon eine Mil­li­on Mal grös­ser als die be­fruch­te­te Ei­zel­le vor sechs Wo­chen. Alle in­ne­ren Or­ga­ne sind nun schon am rich­ti­gen Platz. Das klei­ne Herz schlägt ca. 140 - 150 mal in der Mi­nu­te, also etwa dop­pelt so schnell wie das der Mut­ter, und treibt den Kreis­lauf zwi­schen Na­bel­schnur und Pla­zen­ta an.

Er oder sie?


Die äus­se­ren Ge­schlechts­or­ga­ne sind sicht­bar - aber noch nicht aus­sa­ge­kräf­tig ge­nug, um zwi­schen Toch­ter und Sohn zu un­ter­schei­den. Das wird erst in ei­ni­gen Wo­chen und mit ein we­nig Glück im Ul­tra­schall­bild mög­lich sein. Die Wir­bel­säu­le ist be­weg­lich und es ha­ben sich Wir­bel­kör­per um das Rü­cken­mark her­um ge­bil­det. In den Arm- und Bein­knos­pen sind die Knor­pel­an­la­gen der Kno­chen (so­gar der Fin­ger und Ze­hen) er­kenn­bar. Sie sind aber noch durch Schwimm­häu­te mit­ein­an­der ver­bun­den.

Das Ge­hirn wird durch Schä­del­kno­chen ge­schützt


Das Ge­hirn des Un­ge­bo­re­nen war bis jetzt voll­kom­men un­ge­schützt, doch nun wird es von den Schä­del­kno­chen be­deckt. Da­mit dem Ge­hirn aber noch aus­rei­chend Platz zur Aus­deh­nung bleibt, sind die­se nur lose zu­sam­men­ge­fügt. Das bleibt auch bis nach der Ge­burt so, da­mit der Weg durch den en­gen Ge­burts­ka­nal leich­ter ist.

Aus den be­reits vor­han­de­nen Ner­ven­zell­kör­pern wach­sen klei­ne Fort­sät­ze, so ge­nann­te Axo­ne, her­aus und ver­su­chen, ei­nen Kon­takt zu den be­nach­bar­ten Ner­ven- oder Mus­kel­zel­len her­zu­stel­len. Wür­den Sie Ihr Klei­nes jetzt an­stup­sen, wür­de es zu­cken. Für jede wer­den­de Mut­ter ist sehr wich­tig zu wis­sen, dass die Ner­ven­zel­len des Em­bry­os ins­be­son­de­re in die­ser kri­ti­schen Pha­se über­aus an­fäl­lig für Gift­stof­fe sind. Wird das sich ent­wi­ckeln­de Le­ben zu die­ser Zeit er­heb­li­chen Men­gen an schäd­li­chen Stof­fen, z.B. Dro­gen, be­stimm­ten Me­di­ka­men­ten und Al­ko­hol, aus­ge­setzt, kann dies gra­vie­ren­de Fol­gen ha­ben.

Das Ge­sicht nimmt Form an


So lang­sam ist im Ul­tra­schall­bild ein Ge­sicht er­kenn­bar, aber der Kopf wirkt im­mer noch fast ge­nau­so gross wie der rest­li­che Kör­per. Im Auge ist der Seh­nerv schon an­ge­legt und die Au­gen­li­der sind sicht­bar. Das äus­se­re Ohr mit der Ohr­mu­schel, Ober­lip­pe und Na­sen­spit­ze sind be­reits ge­formt. Im Mund gibt es eine klei­ne Zun­ge.

Die Ent­wick­lung der Milch­zäh­ne be­ginnt. Im win­zi­gen, noch un­ter­ent­wi­ckel­ten Kie­fer bil­den sich Zahn­leis­ten, aus de­nen die Keim­an­la­gen für die 20 Milch­zäh­ne ent­ste­hen. Ab dem vier­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat be­gin­nen die Zahn­knos­pen mit der Her­stel­lung der Zahn­hart­sub­stan­zen (Schmelz und Den­tin).  

Letzte Aktualisierung: 18.02.2020, BH
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