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Pränatale Entwicklung Woche 21
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Ihr Baby in der 21. Wo­che der Schwan­ger­schaft


Die Haut Ih­res Kin­des wird di­cker und röt­lich. Sie ist mit ei­nem fei­nen Flaum be­deckt, den La­nugo­haa­ren, die so­wohl schüt­zen als auch die Kör­per­tem­pe­ra­tur re­gu­lie­ren. Die La­nug­obe­haa­rung ver­schwin­det nor­ma­ler­wei­se im 9. Schwan­ger­schafts­mo­nat, was bei der Ge­burt als Rei­fe­zei­chen ge­wer­tet wird.

Eine weiss­li­che, wäch­ser­ne Schicht be­deckt den gan­zen Kör­per Ih­res Ba­bys, die Ver­nix ca­seo­sa oder Kä­se­schmie­re. Sie ver­hin­dert, dass die Haut vom Frucht­was­ser zu sehr auf­ge­weicht wird. Auch die Ver­nix ca­seo­sa wird bei der Ge­burt zum gröss­ten Teil ver­schwun­den sein.

Ihr Baby hat in die­sen Ta­gen wahr­schein­lich schon ei­nen rich­ti­gen Wach- und Schlafrhyth­mus, in den meis­ten Fäl­len ist die­ser noch ent­ge­gen­ge­setzt zu Ih­rem ei­ge­nen Rhyth­mus. Auch schläft es die meis­ten Stun­den, 16 bis 20 Stun­den am Tag, manch­mal tief, manch­mal flach. Vie­le Ba­bys öff­nen jetzt bald die Au­gen­li­der, die schon Wim­pern ha­ben. Aber weil es in der Ge­bär­mut­ter so dun­kel ist, wird das Seh­ver­mö­gen vor der Ge­burt noch nicht be­son­ders trai­niert. Die Na­sen­lö­cher sind eben­falls schon of­fen.

In die­ser Schwan­ger­schafts­wo­che ent­ste­hen die ers­ten Hirn­fur­chen im Ge­hirn Ih­res Ba­bys, das jetzt be­son­ders schnell reift. Da­mit es un­ge­hin­dert wach­sen kann, sind die Schä­del­kno­chen noch weich und ver­schieb­bar. Sein klei­nes Herz schlägt ca. 150 mal in der Mi­nu­te, un­ge­fähr dop­pelt so schnell wie Ihr ei­ge­ner Herz­schlag, und trans­por­tiert da­bei 100 Li­ter Blut pro Tag. Ihr Baby kann Atem­be­we­gun­gen aus­füh­ren, schlu­cken, hus­ten und am Dau­men lut­schen.

Dass es sich in der Frucht­bla­se im­mer bes­ser ori­en­tie­ren kann, ver­dankt es ne­ben Ar­men und Bei­nen jetzt auch sei­nem Ge­hör, das nun im­mer bes­ser Ge­räu­sche von in­nen und aus­sen wahr­nimmt: So hört es Ihre Darm­ge­räu­sche schon recht deut­lich, auch das Strö­men des Blu­tes in Ih­ren gros­sen Blut­ge­fäs­sen kommt als Rau­schen an. Ih­ren Herz­schlag hört es si­cher­lich am deut­lichs­ten als be­ru­hi­gen­des Klop­fen im Hin­ter­grund. Nach der Ge­burt wirkt gleich­mäs­si­ges Klop­fen auf den Rü­cken be­ru­hi­gend auf vie­le Neu­ge­bo­re­ne, da es sie an den vor­ge­burt­li­chen Herz­schlag der Mut­ter er­in­nert.

Ler­nen Sie Ihr Baby ken­nen!


Ihr Baby freut sich, wenn sie ab und zu mit ihm kom­mu­ni­zie­ren. Da­bei kön­nen Sie so­wohl akus­tisch durch Spre­chen oder Sin­gen als auch durch Be­rüh­run­gen mit ihm in Kon­takt tre­ten. So kön­nen Sie be­ru­hi­gend auf es ein­wir­ken, wenn Sie spü­ren, dass es auf­ge­regt stram­pelt. Oder Sie kön­nen sich an­ders hin­set­zen, wenn Sie mer­ken, dass ihm Ihre Kör­per­hal­tung nicht ge­fällt.

Bei den Be­rüh­run­gen Ih­res Bauchs wer­den Sie schnell ein Ge­fühl da­für be­kom­men, wel­che Kör­per­tei­le Sie er­tas­ten. In die­sem Sta­di­um der Schwan­ger­schaft liegt das Baby noch mit dem Kopf nach oben. Wenn sie wei­ter oben mit der Hand ganz leicht ge­gen den Bauch drü­cken, kön­nen Sie das Köpf­chen spü­ren. Der klei­ne Po fühlt sich eher spitz an und be­fin­det sich wei­ter un­ten, und sei­nen Rü­cken kön­nen Sie an der lin­ken oder rech­ten Bauch­sei­te er­tas­ten. Auf der je­weils ge­gen­über lie­gen­den Bauch­sei­te ma­chen sich mög­li­cher­wei­se die Händ­chen durch Be­we­gun­gen be­merk­bar.

Letzte Aktualisierung: 28.01.2020, BH
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