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Schwangere mit Laptop auf dem Sofa
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10 Fra­gen, die wer­den­den El­tern un­ter den Nä­geln bren­nen


Wer ein Baby er­war­tet, hat 1000 Fra­gen. Die ab­so­lu­ten Spit­zen­rei­ter ha­ben wir in die­ser Bil­der­fol­ge zu­sam­men­ge­stellt. Na­tür­lich mit Ant­wort!

1. Ab wann muss man spä­tes­tens die Kinds­be­we­gun­gen spü­ren?


Frau­en, die zum ers­ten Mal schwan­ger sind, be­mer­ken sel­ten vor der 20. SSW die ers­ten Be­we­gun­gen ih­res Ba­bys, manch­mal so­gar erst in der 25. SSW. Bis zur 24. SSW sind re­gel­mäs­si­ge Be­we­gun­gen eher die Aus­nah­me, und es kön­nen Tage ver­ge­hen, an de­nen man gar nichts spürt. Grund­sätz­lich soll­ten die ers­ten Kinds­be­we­gun­gen aber spä­tes­tens in der 26. SSW ein­deu­tig er­kenn­bar sein. 

Schwangere sitzt auf dem Sofa und hält sich den Bauch

2. War­um ist ein zu ho­her Blut­druck in der Schwan­ger­schaft ge­fähr­lich?


Eine Hy­per­to­nie, die nicht rich­tig be­han­delt wird, ist für Mut­ter und Kind ge­fähr­lich. Durch die ver­eng­ten Blut­ge­fäs­se ist die Durch­blu­tung wich­ti­ger Or­ga­ne, z.B. der Pla­zen­ta, ver­schlech­tert. Die Kin­der hoch­druck­kran­ker Frau­en sind bei der Ge­burt des­halb oft un­ter­ge­wich­tig. Häu­fig wer­den sie auch zu früh ge­bo­ren. Zu­sätz­lich kön­nen sich Kom­pli­ka­tio­nen wie eine Prä­eklamp­sie (Ge­sto­se) oder so­gar Eklamp­sie, Ge­rin­nungs­stö­run­gen wie das HELLP-Syn­drom und ge­fähr­li­che Blu­tun­gen ent­wi­ckeln. 

Blutdruck messen

3. Wie kann man selbst die We­hen an­re­gen? 


Die an­ge­nehms­te Form der We­hen­an­re­gung ist Sex: Pro­sta­glan­di­ne in der Sa­men­flüs­sig­keit wir­ken ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft auf­wei­chend auf den Ge­bär­mut­ter­hals, Brust­war­zen­sti­mu­la­ti­on führt zu ei­ner Aus­schüt­tung des We­hen­hor­mons Oxy­to­cin. Aber auch jede an­de­re Form der kör­per­li­chen An­stren­gung ist eine wir­kungs­vol­le We­hen­för­de­rung, des­glei­chen eine Viel­zahl von Sub­stan­zen - von Aro­ma­öl bis Kräu­ter-Tee und spe­zi­el­len "We­hen-Cock­tails".

Schwangere sitzt auf dem Sofa und trinkt eine Tasse Tee

4. Was muss man beim Bauch­mus­kel­trai­ning in der Schwan­ger­schaft be­ach­ten?


Sanf­tes Bauch­mus­kel­trai­ning ist auch in der Schwan­ger­schaft nicht ver­bo­ten, stärkt den Rü­cken und beugt so Rü­cken­schmer­zen vor. Nach der ers­ten Hälf­te der Schwan­ger­schaft soll­ten al­ler­dings ver­mehrt die schrä­gen Bauch­mus­keln und die Mus­keln des klei­nen Be­ckens trai­niert wer­den - und nicht so sehr die ge­ra­den Bauch­mus­keln. Also lie­ber schrä­ge Sit-ups als ge­ra­de, nicht mehr bei­de Bei­ne gleich­zei­tig an­zie­hen oder den Ober­kör­per vor­beu­gen. Gut sind Übun­gen, bei de­nen ab­wech­selnd die Bei­ne an­ge­zo­gen wer­den und ein Bein im­mer am Bo­den ver­bleibt, und sol­che in der Sei­ten­la­ge, im Ste­hen, Sit­zen oder im Vier­füss­ler­stand.

seitliche Beinübungen auf dem Boden
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5. War­um ha­ben alle Schwan­ge­ren sol­che Pro­ble­me mit Blä­hun­gen?


Vor al­lem zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft ha­ben die meis­ten wer­den­den Müt­ter un­ter schmerz­haf­ten Blä­hun­gen zu lei­den. Durch den er­höh­ten Pro­ges­te­ron-Spie­gel ar­bei­tet der Darm lang­sa­mer und es bil­den sich ver­mehrt Gase, die nicht ent­wei­chen kön­nen. In der Spät­schwan­ger­schaft be­hin­dert das Kind die Darm­ak­ti­vi­tät und löst Blä­hun­gen aus. Zu­dem än­dern vie­le Schwan­ge­re ihre Er­näh­rungs­ge­wohn­hei­ten. Voll­wer­ti­ge Le­bens­mit­tel und bal­last­stoff­rei­che Obst- und Ge­mü­se­sor­ten hel­fen zwar ge­gen Ver­stop­fung, ver­ur­sa­chen aber oft gleich­zei­tig Blä­hun­gen. Aus­ser­dem ver­zeh­ren Schwan­ge­re mehr ei­weiss- und kal­zi­um­rei­che Milch­pro­duk­te, die bei Lak­to­se­into­le­ranz zu Ver­dau­ungs­stö­run­gen füh­ren. 

Schwangere liegt seitlich und hält sich den Bauch
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6. Was be­deu­tet es, wenn der Ge­bär­mut­ter­hals „ver­kürzt“ ist? 


Ist die Zer­vix ver­kürzt, heisst das, dass sich der in­ne­re Mut­ter­mund schon trich­ter­för­mig ge­öff­net hat (sog. Fun­ne­ling). Das kann ein An­zei­chen da­für sein, dass bald We­hen zu er­war­ten sind. Je nach Schwan­ger­schafts­wo­che be­steht so­mit ein Früh­ge­burts­ri­si­ko.  Die Län­ge des Ge­bär­mut­ter­hal­ses (der Zer­vix) kann mit Hil­fe von Ul­tra­schall fast mil­li­me­ter­ge­nau ge­mes­sen wer­den. All­ge­mein geht man da­von aus, dass eine Zer­vix­län­ge von mehr als 2,5 cm noch in Ord­nung ist. Bei Wer­ten von we­ni­ger als 2,5 cm soll­ten in kür­ze­ren Ab­stän­den Kon­troll­un­ter­su­chun­gen statt­fin­den, da­mit even­tu­ell kör­per­li­che Scho­nung an­ge­ord­net oder ein we­hen­hem­men­des Me­di­ka­ment ge­ge­ben wer­den kann.

Schwangere liegt und streicht sich mit der Hand über den Bauch

7. Darf man in der Schwan­ger­schaft noch ro­hen Fisch es­sen, z.B. Su­shi? 


Wenn Sie ger­ne Su­shi, Sa­shi­mi, Maki, ge­räu­cher­te Fo­rel­len­fi­lets oder Räu­cher­lachs, Mat­jes, He­ring oder rohe Aus­tern es­sen, soll­ten Sie in der Schwan­ger­schaft vor­sich­tig sein. In ro­hem oder ge­räu­cher­tem Fisch– wie auch in ro­hem Fleisch und Ge­flü­gel – kön­nen sich Lis­te­ri­en be­fin­den. Un­be­denk­lich für Schwan­ge­re sind des­halb nur aus­rei­chend durch­er­hitz­te Fisch und Fisch­pro­duk­te bzw. Mu­scheln. Hier­zu zäh­len u. a. Fisch­dau­er­kon­ser­ven wie He­ring in To­ma­ten­sauce oder Ma­kre­le in Öl. Auch pas­teu­ri­sier­te Fisch­erzeug­nis­se wur­den aus­rei­chend er­hitzt und sind so­mit un­ge­fähr­lich. 

Roher Fisch, Sushi
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8. Ich bin Rhe­sus-ne­ga­tiv und schwan­ger. Mei­ne Frau­en­ärz­tin sagt, das sei heu­te über­haupt kein Pro­blem mehr.


Tat­säch­lich ist die Rhe­sus-Un­ver­träg­lich­keit seit der Ein­füh­rung der Anti-D-Pro­phy­la­xe (Rhe­sus-Sprit­ze) und der ver­bes­ser­ten Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen nur noch eine ex­trem sel­te­ne Kom­pli­ka­ti­on. Eine Rhe­sus-ne­ga­ti­ve Frau braucht sich prak­tisch kaum mehr Sor­gen um die Ge­sund­heit ih­res un­ge­bo­re­nen Kin­des zu ma­chen als jede an­de­re Schwan­ge­re.

Blutabnahme bei einer Schwangeren,Blutentnahme
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9. Fisch soll ja sehr ge­sund sein in der Schwan­ger­schaft. Aber was ist mit der Queck­sil­ber­be­las­tung?


Queck­sil­ber ist ei­ner der we­ni­gen Stof­fe, die zu Ent­wick­lungs­stö­run­gen beim un­ge­bo­re­nen Kind füh­ren kön­nen. Al­ler­dings müs­sen dazu sehr gros­se Men­gen mit der Nah­rung auf­ge­nom­men wer­den. Es wird da­her emp­foh­len, in der Schwan­ger­schaft die fol­gen­den Fisch­sor­ten nicht zu oft auf den Spei­se­plan zu set­zen: Aal, Hai­fisch, Heil­butt, Hecht, Hum­mer, Ma­kre­le, Rot­barsch, See­teu­fel, Stein­beis­ser und Thun­fisch (Thon). Ge­le­gent­li­cher Ver­zehr, etwa ein­mal im Mo­nat, ist je­doch ab­so­lut nicht pro­ble­ma­tisch!

Thunfisch roh
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10. Ab wann kann man im Ul­tra­schall se­hen, ob es ein Jun­ge oder ein Mäd­chen wird? 


Wenn Sie ger­ne wis­sen wol­len, wel­ches Ge­schlecht Ihr Baby ha­ben wird, ge­lingt das am bes­ten bei der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung im zwei­ten Drit­tel der Schwan­ger­schaft. Die Ge­schlechts­dia­gnos­tik ist aber na­tür­lich da­von ab­hän­gig, wie Ihr Baby liegt oder sich be­wegt und ob es sei­ne re­le­van­ten Be­rei­che, also die Ge­schlechts­tei­le, be­reit­wil­lig zeigt. Wenn zum Bei­spiel in die­ser Zeit deut­lich ein Pe­nis zu se­hen ist, kann man mit ho­her Wahr­schein­lich­keit von ei­nem Jun­gen aus­ge­hen.

Schwangere mit Ultraschallbild
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Letzte Aktualisierung: 23.05.2019, BH, JL

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