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Frau benützt Meerwasser Nasenspray,Frau nimmt Nasenspray

Ver­stopf­te Nase


Sie ha­ben eine ver­stopf­te Nase, aber kei­ne Er­käl­tung oder All­er­gie - das ist in der Schwan­ger­schaft für vie­le Frau­en eine läs­ti­ge Be­gleit­erschei­nung. Schät­zungs­wei­se ein Drit­tel al­ler Schwan­ge­ren lei­det un­ter ei­ner er­schwer­ten Na­sen­at­mung, vor al­lem Rau­che­rin­nen und Frau­en mit ei­ner Mil­ben­all­er­gie. In der Fach­spra­che nennt man das Schwan­ger­schafts-Rhi­ni­tis oder Rhi­no­pa­thia gra­vi­dar­um. Nach der Ge­burt sind die Sym­pto­me die­ses "Schwan­ger­schaft­schnup­fens" dann wie weg­ge­bla­sen!

Die Hor­mo­ne sind ver­än­dert, da­durch nimmt die zir­ku­lie­ren­de Blut­men­ge zu und alle Schleim­häu­te des Kör­pers schwel­len an. Vie­le Schwan­ge­re wir­ken des­halb, vor al­lem im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel, stän­dig ver­schnupft. Weil die Na­sen­at­mung be­hin­dert ist, wird durch den Mund ge­at­met, was wie­der­um die Schleim­häu­te aus­trock­net und zu Bor­ken und zä­hem Schleim in der Nase und den Na­sen­ne­ben­höh­len führt. So ent­steht auch häu­fig eine Na­sen­ne­ben­höh­len­en­t­zün­dung (Si­nu­si­tis). Eine ver­stopf­te Nase und ge­schwol­le­ne Ne­ben­höh­len kön­nen so eine di­rek­te Ur­sa­che für Kopf­schmer­zen sein. Auch Schlaf­lo­sig­keit und Schnar­chen er­gibt sich häu­fig dar­aus.

Ist die Nase stän­dig ver­stopft, kann es hel­fen, mit et­was hö­her ge­bet­te­tem Kopf zu schla­fen. Na­sen­trop­fen oder -Spü­lun­gen mit phy­sio­lo­gi­scher (0,9%iger) Koch­salz- oder Meer­salz­lö­sung kön­nen Er­leich­te­rung brin­gen. Bei Krus­ten­bil­dung und leich­tem Na­sen­blu­ten ha­ben sich Dex­pan­the­nol-hal­ti­ge Na­sen­sprays oder Sal­be be­währt. Aber auch schon mit Va­se­li­ne oder ei­ner ein­fa­chen Haut­pfle­ge­creme schüt­zen Sie Ihre Na­sen­schleim­häu­te vor Aus­trock­nen und Wund­sein. Elas­ti­sche Pflas­ter oder Na­sen­clips/Na­sen­klem­men er­leich­tern die Na­sen­at­mung und ver­hin­dern das Schnar­chen - vor al­lem nachts. Und nicht zu­letzt: Trin­ken Sie so­viel wie mög­lich!

Die üb­li­chen Na­sen­sprays, die zu ei­ner Ver­en­gung der Blut­ge­fäss in der Na­sen­schleim­haut füh­ren, sind kurz­fris­tig (für we­ni­ge Tage)  an­ge­wandt in der Schwan­ger­schaft nicht schäd­lich. Das Pro­blem ent­steht bei län­ge­rer An­wen­dung, weil sie zu ei­ner Ge­wöh­nung füh­ren und da­durch ihre Wirk­sam­keit bald ver­lie­ren. Es ent­steht ein Teu­fels­kreis mit im­mer hö­he­rer Do­sie­rung und trotz­dem stär­ker ver­stopf­ter Nase. Cor­ti­son­hal­ti­ge Na­sen­sprays sind sinn­voll, wenn An­halt da­für be­steht, dass auch eine all­er­gi­sche Be­tei­li­gung an der Rhi­ni­tis be­steht. Der ab­schwel­len­de Ef­fekt tritt aber erst nach ei­ni­gen Ta­gen ein.

Wer­den die Blut­ge­fäs­se so stark be­las­tet, kön­nen klei­ne Ge­fäs­se leicht plat­zen und blu­ten. Na­sen­blu­ten ist des­halb eine der häu­figs­ten Schwan­ger­schafts­be­schwer­den.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Auch ohne Er­käl­tung lei­den vie­le schwan­ge­re Frau­en un­ter ei­ner stän­dig ver­stopf­ten Nase. Der Grund: Alle Schleim­häu­te sind in der Schwan­ger­schaft stär­ker durch­blu­tet und oft ge­schwol­len. An den Atem­we­gen kann das be­son­ders stö­rend sein, denn wenn nicht aus­rei­chend Sauer­stoff ein­ge­at­met wird, sind …
Letzte Aktualisierung: 17.09.2019, BH

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