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Schwangere mit einem Glas Wasser und einer Tablette in der Hand
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Me­di­ka­men­te ge­gen Ma­gen­bren­nen


Bei sehr star­kem und un­an­ge­neh­mem Ma­gen­bren­nen (Sod­bren­nen) und sau­rem Auf­stos­sen kann Ih­nen Ihr Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin oder Ihre Heb­am­me wei­ter­hel­fen. Me­di­ka­men­te ge­gen Ma­gen­über­säue­rung (An­ta­zi­da) sind auch in der Schwan­ger­schaft kurz­fris­tig er­laubt. Dazu ge­hö­ren auch Me­di­ka­men­te aus der Grup­pe der Pro­to­nen­pum­pen­in­hi­bi­to­ren (PPI oder Pro­to­nen­pum­pen­hem­mer) wie Ome­pra­zol und Pan­to­pra­zol. In­zwi­schen wur­de in ver­schie­de­nen Stu­di­en mit ins­ge­samt etwa 6000 Schwan­ger­schaf­ten kein er­höh­tes Fehl­bil­dungs­ri­si­ko ge­se­hen. Ome­pra­zol ge­hört des­halb in­zwi­schen zu den Mit­teln der Wahl bei Ma­gen­über­säue­rung in der  Schwan­ger­schaft.

Schwä­cher wir­ken­de An­ta­ci­da kön­nen über drei bis vier Wo­chen ein­ge­nom­men wer­den. Die Do­sie­rung soll­te 3-4 Beu­tel pro Tag nicht über­stei­gen. Da­nach soll­ten Sie ein­mal prü­fen las­sen, ob nicht eine ernst­haf­te­re Ur­sa­che für Ihre Ma­gen­pro­ble­me vor­liegt.

Län­ger­fris­tig ist es wahr­schein­lich bes­ser, wenn Sie auf alu­mi­ni­um­freie Mit­tel aus­wei­chen (z.B. Cal­ci­um-/Ma­gne­si­um­car­bo­nat, z.B. Ren­nie®). Auch die Wirk­stof­fe Ma­gald­rat (Rio­pan®), Su­cral­fat (Ul­co­gan­t®) und Hy­dro­tal­cit, aus de­nen Alu­mi­ni­um nur in Spu­ren re­sor­biert wird, kom­men in Fra­ge. Gar kein Alu­mi­ni­um ent­hält das Al­gi­nat Ga­vis­con®.

Bis­lang ist je­doch kein Fall be­kannt, bei dem es durch die Ein­nah­me von Alu­mi­ni­um-hal­ti­gen An­ta­ci­da (z.B. Alu­col®, Re­flu­xin®) in der Schwan­ger­schaft zu Ver­än­de­run­gen des Ge­hirns oder der Kno­chen bei den Fe­ten ge­kom­men wäre. Zwar führ­te die Gabe von Alu­mi­ni­um­sal­zen im Tier­ver­such zu Ver­än­de­run­gen am Fe­ten, aber die to­xi­ko­lo­gi­sche Do­sis lag um ein Viel­fa­ches hö­her als die Men­gen, die in der täg­li­chen Pra­xis ein­ge­nom­men wer­den. An­ders liegt der Fall, wenn die wer­den­de Mut­ter eine ein­ge­schränk­te Nie­ren­funk­ti­on hat; dann kann sich Alu­mi­ni­um im kind­li­chen Or­ga­nis­mus schnel­ler ab­la­gern und auf die Ein­nah­me die­ser Prä­pa­ra­te soll­te ver­zich­tet wer­den.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Hel­fen Ih­nen un­se­re Tipps ge­gen Ma­gen­bren­nen nicht, kön­nen Sie kurz­fris­tig (nicht län­ger als 3-4 Wo­chen) ein ma­gne­si­um- oder alu­mi­ni­um­hal­ti­ges Mit­tel ge­gen Ma­gen­über­säue­rung ein­neh­men. Die Do­sie­rung soll­te 3-4 Beu­tel pro Tag nicht über­stei­gen. Da­nach soll­ten Sie ein­mal prü­fen las­sen, ob nicht eine …
Letzte Aktualisierung: 31.12.2020, BH
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