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Spie­len ist eine erns­te Sa­che

Für Kin­der gibt es kaum et­was Wich­ti­ge­res als das Spiel, nur we­nig an­de­res be­rei­tet ih­nen sol­che Freu­de! Le­sen Sie hier, wor­an Ihr Kind Spass ha­ben könn­te!

Vater und Kinder spielen Prinz und Prinzessin
©
iStock

Es ist wich­tig, dass Sie Ach­tung vor dem Spiel ha­ben und Ih­rem Kind im­mer wie­der die Mög­lich­keit ge­ben, aus­ge­las­sen zu spie­len. Da­bei geht es nicht dar­um, dass Ihr Kind auf ei­nem Berg aus teu­ren Spiel­sa­chen sitzt. Wie so oft ist auch hier we­ni­ger mehr.

Das rich­ti­ge Spiel­zeug


Mit den Spiel­sa­chen ist das aber so eine Sa­che: Nicht al­les, was Ih­nen ge­fällt, wird ih­rem Kind in den Kram pas­sen. Sei­en Sie dar­um nicht ent­täuscht, wenn Ihr Kind die teu­ren, päd­ago­gisch wert­vol­len Holz­spie­le links lie­gen lässt und sich statt­des­sen über ein kit­schi­ges Plas­tik­spiel­zeug freut. Oft än­dern sich die Vor­lie­ben und Kin­der ge­wöh­nen sich erst spä­ter an den „gu­ten“ Ge­schmack.

Be­ob­ach­ten Sie Ihr Kind ge­nau – und Sie wer­den bald her­aus­fin­den, was Ihr Kind ger­ne macht und so kön­nen Sie Ih­rem klei­nen Schatz auch im­mer das rich­ti­ge Ding be­reit­hal­ten. Auch Ge­gen­stän­de aus dem All­tag sind pri­ma Kin­der­spiel­zeu­ge! Wenn es dar­um geht, sind Ih­rer Fan­ta­sie und Krea­ti­vi­tät kei­ne Gren­zen ge­setzt; vie­les lässt sich mit ein­fa­chen Mit­teln sel­ber ma­chen, All­tags­ge­gen­stän­de, so­fern sie kin­der­taug­lich sind, kön­nen Sie als Spiel­zeug ein­set­zen; das ist oft in­ter­es­san­ter und för­dert in be­son­de­rem Mas­se die Fan­ta­sie ih­res Kin­des. Vor al­lem wich­tig ist, dass Ihr Kind die nö­ti­ge Ruhe und Ge­le­gen­heit zu un­ge­stör­tem und kon­zen­trier­tem Spie­len hat.

Klein­kin­der lie­ben die Ab­wechs­lung. Noch ha­ben Sie Mühe, sich lan­ge mit ei­ner Sa­che zu be­schäf­ti­gen, dar­um macht es auch we­nig Sinn, ih­nen zu vie­le teu­re Spiel­sa­chen zu kau­fen. Kau­fen Sie aber trotz­dem Spiel­zeug ein, ach­ten Sie schon dar­auf, dass es sich um sta­bi­le Ver­ar­bei­tun­gen han­delt, die nicht gleich beim ers­ten „An­griff“ ih­res Kin­des in tau­send Tei­le zer­schmet­tern.

Be­ob­ach­ten, nach­ah­men und zer­stö­ren


Spie­len heisst für Klein­kin­der auch zu­schau­en, was El­tern tun – und die­ses Ver­hal­ten nach­ma­chen. Ty­pi­sches Bei­spiel, das Te­le­fo­nie­ren! Doch auf­ge­passt: Ein Kin­der­te­le­fon wird Ihr Klei­nes nur kurz­fris­tig da­von ab­hal­ten, sich in Ihre Te­le­fon­ge­sprä­che ein­zu­mi­schen. Bald schon ka­piert Ihr Kind näm­lich, dass man mit dem Spiel­zeug­te­le­fon gar nicht „rich­tig“ te­le­fo­nie­ren kann – und so wird es aber­mals nach dem ech­ten Te­le­fon grei­fen.

Lei­der (für Sie) er­götzt sich ein Klein­kind auch an ei­nem Spiel na­mens „Buch zer­reis­sen“ oder „Pup­pe zer­stö­ren“. Wenn Ihr Klei­nes das tut, macht es dies be­stimmt nicht aus bö­sem Wil­len, son­dern ein­fach dar­um, weil es span­nend ist, her­aus­zu­fin­den, was „da­hin­ter steckt“. Stra­fen Sie Ihr Kind also nicht für sein Tun, ver­su­chen Sie lie­ber, ihm mit lie­ben, ge­dul­di­gen Wor­ten zu er­klä­ren, dass es scha­de ist, wenn es das schö­ne Bil­der­buch oder die teu­re Pup­pe in Ein­zel­tei­le zer­legt.

Spie­len ler­nen


Bei so­viel Lust aufs Spiel gibt es hie und da auch Miss­erfol­ge und Trä­nen, was oft auch in ei­ner re­gel­rech­ten Wut gip­feln kann. Grei­fen Sie in sol­chen Mo­men­ten nicht zu früh hel­fend ein. Ihr Kind wird be­stimmt „wei­ter­kämp­fen“ und Er­folg ha­ben und da­durch ler­nen, dass man nicht gleich beim ers­ten Hin­der­nis auf­ge­ben soll­te. Wol­len Sie dem Kind hel­fen, sol­che Si­tua­tio­nen zu meis­tern, dann ta­deln Sie es nicht we­gen sei­nem Miss­erfolg. Er­mun­tern Sie es, trotz al­lem wei­ter­zu­ma­chen!

Klein­kin­der spie­len ein Spiel auch nicht, weil sie „ge­win­nen“ wol­len, ih­nen geht es aus­schliess­lich um die Lust am Spiel. Erst spä­ter, im Al­ter von drei, vier Jah­ren be­grei­fen Kin­der, dass Spiel auch et­was mit Wett­be­werb zu tun ha­ben kann und sie wer­den sich alle er­denk­li­che Mühe ge­ben, um Sie beim Me­mo­ry-Spiel zu schla­gen.

Ist Ihr Kind ein, zwei Jah­re alt, wird es noch nicht mit an­de­ren Kin­dern spie­len. Na­tür­lich schätzt es das Kind in der Re­gel, an­de­re zu be­ob­ach­ten, in sei­ner Nähe zu ha­ben, aber das Spiel ver­läuft in die­sem Al­ter noch ne­ben­ein­an­der und nicht mit­ein­an­der. Er­war­ten Sie also dies­be­züg­lich nicht, dass ein Spiel­ka­me­rad Ihre An­we­sen­heit und Ihre Mit­hil­fe beim Spiel er­set­zen kann!

Prof. Dr. Co­ri­na Wust­mann Sei­ler

Das kind­li­che Spiel be­glei­ten – was ist sinn­voll?

Vortrag Wustmann Kosmos Kind

Erwachsene haben grossen Einfluss auf das kindliche Spiel: Was sie über das Spiel denken, über welche Spielerfahrungen sie selbst verfügen und wie sie sich in das kindliche Spiel einbringen, hat Auswirkungen auf Spielorte, Spielzeit, Spielmaterial sowie SpielpartnerInnen der Kinder. Corina Wustmann Seiler wird in ihrem Vortrag beleuchten, was Kinder brauchen, um gut spielen zu können. Dabei steht auch die Frage im Raum, welches Ausmass bzw. welche Form der Spielbe­teiligung von Erwachsenen überhaupt förderlich und sinnvoll ist.

Dienstag, 25. Oktober 2022, 18.00 Uhr, Stiftung. Für das Kind (Aula), Falkenstrasse 26, 8008 Zürich

Weitere Infos und Tickets hier

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Letzte Aktualisierung: 24.01.2020, VZ

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