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Ver­bren­nungs­ge­fahr für Kin­der im Ad­vent

Die Kom­bi­na­ti­on von Kind und Ker­ze ist ge­fähr­lich: Mit kla­ren Re­geln kön­nen Sie Brand­ver­let­zun­gen vor­beu­gen.

Kind schaut auf die Kerzen
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GettyImages

In den nächs­ten Wo­chen wer­de ein als Zei­chen der fest­li­cher Freu­de Tau­sen­de von Ker­zen ab­ge­brannt. So schön die stim­mungs­vol­le At­mo­sphä­re ist, für Kin­der birgt sie auch Ge­fah­ren.

Kin­der und Ker­zen


Das fla­ckern­de Licht ei­ner bren­nen­den Ker­ze ist für Kin­der be­son­ders fas­zi­nie­rend. Aber trotz des schim­mern­den Lich­ter­glan­zes ist eine Ker­ze ein of­fe­nes Feu­er und auch die Flam­me er­reicht Tem­pe­ra­tu­ren von über 1000 °C. Vor al­lem Kin­der im schul­pflich­ti­gen Al­ter ver­bren­nen sich häu­fig durch das Spie­len mit Feu­er.

Er­klä­ren Sie Ih­ren Kin­dern früh­zei­tig, wie ge­fähr­lich es ist, mit Feu­er zu spie­len. Stel­len Sie aus­ser­dem ganz kla­re Re­gel auf, al­len vor­an die­se, dass Kin­der Ker­zen nur un­ter Auf­sicht von Er­wach­se­nen an­zün­den dür­fen. Las­sen Sie auch nie­mals Ihre Kin­der mit ei­ner bren­nen­den Ker­ze al­lein. Ganz grund­sätz­lich soll­te eine bren­nen­de Ker­ze nie un­be­auf­sich­tigt blei­ben: Schon leich­te Zug­luft ge­nügt, um den Ad­vents­kranz, die Vor­hän­ge oder Mö­bel in Flam­men auf­ge­hen zu las­sen. Laut der Be­ra­tungs­stel­le für Brand­ver­hü­tung BfB kommt es in der Schweiz we­gen un­be­auf­sich­tig­ten Ker­zen jähr­lich zu mehr als 1000 Woh­nungs­brän­den, haupt­säch­lich in der Ad­vents- und Weih­nachts­zeit.

Re­geln für den Um­gang mit Ker­zen


Kin­der kön­nen die Ge­fahr von Feu­er nicht ein­schät­zen. Grund­sätz­lich sind Kin­der mit un­ge­fähr 6 Jah­ren in der Lage, aku­te Ge­fahr zu er­ken­nen und erst 10-jäh­ri­ge kön­nen für mög­li­che Ge­fah­ren Schutz­mass­nah­men er­grei­fen. Es ist also umso wich­ti­ger, Re­geln auf­zu­stel­len, die für Kin­der im Um­gang mit Ker­zen gel­ten:

  • Er­klä­ren Sie Ih­rem Kind den rich­ti­gen Um­gang mit Feu­er.

  • Ge­hen Sie mit gu­tem Bei­spiel vor­an und ma­ni­pu­lie­ren Sie nicht an bren­nen­den Ker­zen her­um.

  • Be­wah­ren Sie Feu­er­zeu­ge und Streich­höl­zer im­mer aus­ser­halb der Reich­wei­te von Kin­dern auf.

  • Las­sen Sie bren­nen­de Ker­zen nie un­be­auf­sich­tigt. 

  • Kin­der dür­fen Ker­zen nur im Bei­sein von Er­wach­se­nen an­zün­den.

  • Las­sen Sie Kin­der – und auch Haus­tie­re – nicht aus den Au­gen, wenn Ker­zen bren­nen.

  • LED-Ker­zen sind für Kin­der eine gute und si­che­re Al­ter­na­ti­ve.

Tipps für die Si­cher­heit mit Ad­vents­kranz und Christ­baum


Künst­li­che Christ­bäu­me und Lich­ter­ket­ten sind nicht mehr so ver­pönt wie frü­her. Trotz­dem ge­hört der Duft ei­nes ech­ten Tan­nen­bau­mes und die Be­sinn­lich­keit von bren­nen­den Ker­zen für vie­le Fa­mi­lie nach wie vor zum Weih­nachts­fest. Um die Si­cher­heit trotz­dem mög­lichst hoch zu hal­ten, soll­ten Sie fol­gen­des be­ach­ten: 

  • Plat­zie­ren Sie den Ad­vents­kranz auf ei­ner feu­er­fes­ten Un­ter­la­ge und nicht in die Nähe von leicht brenn­ba­ren Ge­gen­stän­den wie zum Bei­spiel Vor­hän­gen.

  • Wun­der­ker­zen ge­hö­ren nicht in Kin­der­hän­de oder an den Christ­baum. Die Fun­ken kön­nen Klei­dung oder tro­cke­ne Zwei­ge ent­zün­den.

  • Es lässt sich nicht ab­strei­ten, das Lich­ter­ket­ten um ein Viel­fa­ches si­che­rer sind als Ker­zen.

  • Kau­fen Sie den Christ­baum nicht zu früh und las­sen Sie ihn mög­lichst lan­ge im Frei­en. Das ver­zö­gert das Aus­trock­nen.

  • Be­nut­zen Sie ei­nen Christ­baum­stän­der, die­se sind schwer und hal­ten den Baum in Po­si­ti­on. Bin­den Sie sehr hohe Bäu­me zu­sätz­lich fest.

  • Ein Feu­er­lö­scher, ein Was­ser­ei­mer oder am bes­ten eine Brand­schutz­de­cke soll­te für den Not­fall stets griff­be­reit sein, denn tro­cke­ne Christ­bäu­me kön­nen schlag­ar­tig in Flam­men ste­hen. 

  • Der Christ­baum darf Flucht­we­ge, also Tü­ren und Fens­ter nicht ver­sper­ren.

Brand­ver­let­zun­gen bei Kin­dern


Jähr­lich ge­sche­hen in der Schweiz un­ge­fähr 17'000 Un­fäl­le mit Feu­er und bei sechs von zehn Ver­bren­nun­gen und Ver­brü­hun­gen sind Kin­der be­trof­fen. Ver­bren­nun­gen und Ver­brü­hun­gen ge­hö­ren also nach wie vor zu den häu­figs­ten Un­fäl­len im Kin­des­al­ter.

Brand­ver­let­zun­gen sind für Kin­der be­son­ders fa­tal, denn be­­reits eine Tem­pe­ra­tur von 50 °C schä­­digt die em­p­­fin­d­­li­che Kin­­der­haut und eine ein­zi­ge Tas­se Tee kann bei ei­nem Klein­kind 20 Pro­zent der Kör­per­ober­flä­che ver­brü­hen. Ge­ra­de Klein­kin­der sind durch ihre kind­li­che Neu­gier be­son­ders ge­fähr­det und er­lei­den oft Kon­takt­ver­bren­nun­gen an den Hän­den, weil sie Back­of­en­tü­ren oder Herd­plat­ten be­rüh­ren.

Hat sich Ihr Kind ver­brannt oder ver­brüht:

  • Lö­schen Sie die Flam­men mit De­cken, Wäl­zen am Bo­den oder Was­ser

  • Küh­len Sie die ver­letz­te Kör­per­stel­le so­fort für 10 bis 15 Mi­nu­ten mit Was­ser. Be­ach­ten Sie, dass das Was­ser we­gen der Un­ter­küh­lungs­ge­fahr nicht käl­ter als 20 °C ist.

  • De­cken Sie die ver­letz­te Stel­le mit ei­nem Tuch ab und wi­ckeln Sie das Kind in eine De­cke.

  • Ver­wen­den Sie auf kei­nen Fall Cremes, Sal­ben oder an­de­re Haus­mit­tel, be­rüh­ren Sie die Wun­de nicht und ste­chen Sie Brand­bla­sen nicht auf.

  • Wenn ver­brann­te Klei­dung an der Haut haf­tet, ent­fer­nen Sie dies nicht. Bei Ver­brü­hun­gen zie­hen Sie dem Kind die durch die heis­se Flüs­sig­keit durch­näss­te Klei­dung so­fort aus.

Letzte Aktualisierung: 02.12.2022, BH / KM

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