Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frauengesundheit
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Ge­sund­heits­schutz und be­zahl­te Still­pau­sen

                              Mutter arbeitet und stillt ihr Baby im Büro
                              ©
                              iStock

                              Das Ar­beits­ge­setz (Art. 35-35b ArG) und die Veror­dung (ArG­V1) be­inhal­ten zahl­rei­che Schutz­be­stim­mun­gen. Ne­ben dem zwin­gen­den Be­schäf­ti­gungs­ver­bot 8 Wo­chen nach Nie­der­kunft, darf ab der 9. Wo­che (muss aber nicht) die Ar­beits­tä­tig­keit wie­der auf­ge­nom­men wer­den und eine Mut­ter kann dar­auf ver­zich­ten, den vol­len An­spruch auf den 14-wö­chi­gen Mut­ter­schafts­ur­laub mit 80-pro­zen­ti­ger Lohn­zah­lung (max. je­doch Fr. 196.- / Tag) aus­zu­schöp­fen. Der 14-wö­chi­ge be­zahl­te Mut­ter­schafts­ur­laub kann noch­mals um 2 Wo­chen ver­län­gert wer­den, je­doch ohne fi­nan­zi­el­len Aus­gleich durch die Mut­ter­schafts­ver­si­che­rung.

                              Im ers­ten Le­bens­jahr des Kin­des darf die Mut­ter, wenn sie stillt oder ab­pum­pen muss, von der Ar­beit fern­blei­ben. Stil­len­de Müt­ter dür­fen nur mit ih­rem Ein­ver­ständ­nis be­schäf­tigt wer­den (Art. 35a Abs.1 ArG). Auch für eine Stil­len­de gilt, dass sie kei­ne ge­fähr­li­che oder be­schwer­li­che Ar­beit ma­chen darf. Wenn der Ar­beit­ge­ber kei­ne gleich­wer­ti­ge Er­satz­ar­beit an­bie­ten kann, muss er ihr 80% des Grund­lohns be­zah­len. Wenn die Mut­ter also nach Be­en­di­gung ih­res Mut­ter­schafts­ur­lau­bes im­mer noch stillt und des­halb ihre Ar­beit nicht wie­der auf­neh­men möch­te, kann sie der Ar­beit­ge­ber nicht dazu ver­pflich­ten. Dies gilt auch nach der 16. Wo­che, wenn sie noch zu Hau­se blei­ben will, aber sie er­hält dann auch kei­nen Lohn.

                              Kehrt die stil­len­de Mut­ter wie­der an ih­ren Ar­beits­platz zu­rück, ist ihr im ers­ten Le­bens­jahr des Kin­des da­für die nö­ti­ge Zeit, die sie zum Stil­len braucht, zu ge­ben und zu ent­löh­nen. Seit dem 1. Juni 2014 sind die recht­li­chen Be­stim­mun­gen zur Ent­löh­nung von Still­pau­sen wäh­rend der Ar­beits­zeit ein­heit­lich ge­re­gelt. Die Ent­löh­nung ist nicht mehr da­von ab­hän­gig, ob die Mut­ter den Be­trieb zum stil­len ver­lässt oder nicht. Für die Dau­er der zu ent­löh­nen­den Pau­sen gel­ten ein­heit­li­che Min­dest­re­geln in Ab­hän­gig­keit von der täg­li­chen Ar­beits­zeit (bis 4 h Ar­beits­zeit 30 Min. be­zahl­te Still­pau­se, ab 4 h Ar­beits­zeit 60 Min, ab 7 h Ar­beits­zeit 90 Min.). Die Still­zeit darf we­der vor- noch nach­ge­holt und auch nicht an­de­ren ge­setz­li­chen Ru­he­zei­ten an­ge­rech­net wer­den und der Ar­beit­ge­ber muss ei­nen ge­eig­ne­ten Ru­he­raum mit be­que­mem Stuhl zur Ver­fü­gung stel­len.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Seit­dem im Jahr 2000 die Still­be­ra­tung als Leis­tung der Kran­ken­kas­sen ge­setz­lich ver­an­kert wur­de, wird das Still­geld nicht mehr au­to­ma­tisch an alle stil­len­den Müt­ter aus­be­zahlt. Ei­ni­ge be­son­ders still­freund­li­che Kran­ken­ver­si­che­rer ent­rich­ten aber auch wei­ter­hin ein Still­geld auf frei­wil­li­ger Ba­sis …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              4/30/2018
                              Schwangere am Schreibtisch mit Laptop und Telefon

                              Still­pau­sen am Ar­beits­platz

                              Seit 2014 gibt es die Ver­ord­nung über be­zahl­te Still­pau­sen am Ar­beits­platz . Trotz­dem stil­len vie­le Müt­ter früh­zei­tig …

                              Zu­dem gilt:

                              Bei stillenden Müttern, dass Überstunden generell ausgeschlossen sind, und die tägliche Arbeitszeit auf 9 Stunden beschränkt ist. Bei gefährlichen oder beschwerlichen Arbeiten gelten für stillende Mütter dieselben Schutzbestimmungen wie bei schwangeren Frauen.

                              • Weiterführende Informationen finden Sie in der Publikation "Mutterschaft - Schutz der Arbeitnehmerinnen", herausgegeben durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hier oder
                              • auf der Homepage der Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Stillens hier.
                              Letzte Aktualisierung: 24.06.2019, CF / AS / NK
                              Anzeige
                              Anzeige