Zitrone

Ihr Baby in der 13. Woche

Daumenlutscher, 13. SSWIn der 13. Woche ist der Fetus noch winzig, aber schon fertig ausgeformt. Der kleine Körper ist immer noch ganz weich, fast geleeartig beschaffen. Insbesondere das äusserst verletzliche Gehirn braucht einen besonderen knöchernen Schutz. Der Schädel des Feten besteht deshalb aus grossen und gewölbten Knochen. Da das Gehirn noch ungehindert wachsen muss und dafür Spielraum benötigt, sind die Schädelknochen noch nicht miteinander verwachsen. Auch nach der Geburt sind sie noch zum Teil verschieblich und bilden an ihren Treffpunkten die Fontanellen. Das sind Schädellücken, durch die sich unter der Kopfhaut das Gehirn tasten lässt.

Die ersten Knochen sind aus dem Knorpelgewebe entstanden: Bein- und Beckenknochen und die Rippen sind als ultraschalldichte Strukturen hell im Ultraschall-Bild erkennbar. Die Umwandlung von Knorpel in Knochen geschieht in den langen Röhrenknochen, die das Grundgerüst für Arme und Beine bilden. Ihre Endstücke werden erst im Teenageralter vollständig verknöchert sein. Danach ist ein weiteres Wachstum der Knochen und damit des Körpers nicht mehr möglich.

Im Bereich der Oberlippe und als Wimpern wachsen die ersten Haare. Sogar die winzigen Gesichtsmuskeln funktionieren: Ihr Baby kann schon gähnen, die Stirn runzeln und die Lippen bewegen. Das Gähnen mindert den Druck in den Lungen, zugleich wird angesammeltes Sekret ausgestossen. Zunge und Stimmbänder werden vorbereitet und die Augen wachsen näher zusammen.

Der Tastsinn ist der erste der Sinne, die sich ausprägen. Noch lange bevor er hören oder sehen kann, tastet Ihr Baby seine Umgebung in der Gebärmutter ab, drückt gegen die Nabelschnur, die Plazenta. Es gebraucht kräftig seine Arm- und Beinmuskeln, auch wenn Sie es noch nicht spüren können. In der 13. Woche hat das Ungeborene schon so ein gutes Gefühl für seinen eigenen Körper, dass es seinen eigenen Mund und seinen Daumen zuordnen und am Daumen lutschen kann.