Schwangere mit Putzkessel
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Hausarbeit in der Schwangerschaft

So können Sie es sich leichter machen

Haushalt kein Problem - auch in anderen Umständen nicht? Tatsächlich kann eine gesunde Schwangere alle im Haushalt anfallenden Arbeiten ohne Probleme erledigen, ohne ihr ungeborenes Kind damit zu gefährden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft ist es aber empfehlenswert, nicht den ganzen Wochenputz auf einen einzigen Tag zu legen. Besser ist es, die Aufgaben auf mehrere Tage zu verteilen.

Bei allen körperlichen Aktivitäten kommt es vor allem auf die Körperhaltung an. Beim richtigen Bücken (mit gebeugten Knien und geradem Rücken) oder streckenden Bewegungen entlasten Sie dabei sogar Ihre Gelenke. Gardinen waschen und aufhängen ist demnach eine wunderbare Entspannungsübung.

Dennoch ist es besser, so viele Arbeiten wie möglich (Bügeln, Wäsche sortieren, Rüstarbeiten in der Küche) im Sitzen zu erledigen. Stehend sackt nämlich zuviel Blut in die untere Körperhälfte, denn die Gefässwände sind in der Schwangerschaft nicht mehr so fest, was zu Wassereinlagerungen in den Füssen und möglicherweise auch Schwindelgefühlen führen kann.

Vorsicht beim Heben

Füllen Sie den Korb mit nasser Wäsche nicht ganz und tragen Sie auch den gesamten Wocheneinkauf nicht auf einmal. Tätigkeiten wie schwere Möbel im Kinderzimmer verrücken oder vollgepackte Kisten schleppen sind tabu. Beim Heben von schweren Lasten - und dazu zählt alles, was schwerer als 5 kg ist - sollten Sie vorsichtig sein. Da die Gelenke hormonell bedingt mit der Zeit elastischer werden, könnten diese beim Tragen von schweren Gegenständen überdehnt werden. Der Beckenboden wird beim Heben und Tragen extrem belastet und die Folgen davon machen sich meist erst in der zweiten Lebenshälfte durch Gebärmuttersenkung und Blasenschwäche bemerkbar. Ausserdem wird bei anstrengenden Arbeiten das Herz jetzt leichter überanstrengt, denn es muss während der Schwangerschaft mehr Blut durch den Körper und insbesondere in die Plazenta pumpen.

Darauf müssen Sie achten

Das gesamte Körpergefühl verändert sich in der Schwangerschaft und Unfälle passieren leichter. Riskieren Sie es nicht, auf Leitern oder Stühlezu steigen, da sich durch die Schwangerschaft der Schwerpunkt nach oben und vorne verschiebt und sich damit das Gefühl für die eigene Balance verändert.

Vorsicht ist bei der Anwendung von chemischen Haushaltsreinigern geboten. Manche Putzmittel enthalten extrem aggressive Chemikalien. Um möglichst wenig Dämpfe einzuatmen, sollten Sie beim Gebrauch stets die Fenster öffnen und das Reinigungsmittel direkt auf den Putzlappen und nicht auf das zu reinigende Objekt sprühen. Mit Putzhandschuhe verhindern Sie den direkten Kontakt mit den Chemikalien.

Wenn Sie eine Katze haben und nicht wissen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind, sollte das Katzenklo von einem anderen Familienmitglied gereinigt werden.

Hören Sie immer auf Ihren Körper und gönnen Sie sich in der Schwangerschaft ein bisschen mehr Ruhe. Überlassen Sie einen Teil der Arbeit mit gutem Gewissen Ihrem Partner. Er ist sicher froh, wenn er auf diese Weise zu einer gesunden Schwangerschaft beitragen kann.

Newsticker

Schwer gehoben - Frühgeburt? | 11.06.2019

Zum zweiten Mal schwanger – wie sollen sich Schwangere verhalten, die ihr „grosses“ Kleinkind täglich mehrmals heben müssen? Ab wann ist die Last zu schwer? Im Arbeitsgesetz steht, dass es für Schwangere bis zum Ende des 6. Monats nicht zulässig ist, regelmässig Lasten von mehr als fünf Kilogramm Gewicht oder gelegentlich Lasten von mehr als zehn Kilogramm Gewicht zu heben; ab dem 7. Monat sind auch geringere Lasten untersagt. Ob und welche Folgen drohen, wenn Schwangere trotzdem öfter oder schwerer heben, ist wissenschaftlich nicht belegt. Frauenärzte sehen – im Gegensatz zu früher – heute im Normalfall keinen Zusammenhang zwischen Heben und Frühgeburt. Muss eine Schwangere etwas Schweres heben, sollte sie dazu rückenschonend in die Knie gehen, den zu hebenden Gegenstand oder das Kind nahe an den Körper heranziehen und langsam aufstehen. Dabei den Beckenboden anspannen. So wird Rückenschmerzen und einer Beckenbodenschwäche vorgebeugt.

Letzte Aktualisierung : 09-04-20, AG/KM

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