Hebammentipp - Juckreiz

Ihre Haut – vor allem am Bauch – ist trocken und überdehnt, brennt und juckt? Bis zu einem gewissen Grad ist das ganz normal in der Schwangerschaft.

Vermeiden Sie unbedingt zu kratzen, das verursacht Hautdefekte und verschlimmert den Juckreiz. Verzichten Sie versuchsweise auf Ihr Hautpflegeöl und vermeiden Sie zusätzliche Reize wie ätherische Öle oder stark parfümierte Waschlotionen. Auch Korbblütler wie Arnika und Calendula können den Juckreiz verschlimmern. Werfen Sie einen Blick auf die Zusammensetzung Ihrer Pflegeprodukte. Einen sehr guten lindernden Effekte haben Meersalzbäder mit ca. 4 Esslöffel Meersalz. Das Wasser sollte nicht zu warm sein und hinterher sollten Sie sich ins Bett legen und ruhen. Fügen sie leberstärkende Lebensmittel, wie z.B. Löwenzahnkraut oder Vollkorngetreide, zu Ihrer täglichen Nahrung hinzu und achten Sie weiterhin auf genügend kalziumhaltige Nahrungsmittel, wie Petersilie, Weizen, Hafer, Nüsse, Milchprodukte, Mandeln oder Trockenfrüchte. Auch niedrig potenzierte homöopathische Komplexmittel, wie Natrium chloratum D6, können helfen. Befragen Sie dazu Ihre Hebamme oder Ihren Arzt.  

Bei anhaltendem und grossflächigem Juckreiz mit Ausschlag und Wundsein sollten Sie auf jeden Fall Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin informieren. Es kann sich nämlich auch um eine Allergie oder eine Schwangerschaftsdermatose handeln. Schlimmstenfalls liegt ein schwangerschaftsbedingter Gallenstau (Schwangerschaftscholestase) vor. Das ist eine seltene, aber schwere Leberfunktionsstörung, die unbedingt behandelt werden muss.

Letzte Aktualisierung : 01.2017, JM