Gesund essen in der Schwangerschaft: Spargel
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Spargelzeit!

Hmmm....endlich wieder Spargelzeit! Auch für Schwangere sind die aromatischen weissen, violetten oder grünen Stangen praktisch die Idealnahrung. Spargeln schmecken nicht nur gekocht, gedünstet, gebraten oder gebacken köstlich, sondern auch roh feingeschnitten und mariniert als Salat.

Spargeln haben auch viele weitere Pluspunkte. Sie

Auch stillende Mütter dürfen wegen all dieser Vorzüge Spargel geniessen. Allerdings kann sich dadurch der Geschmack der Muttermilch verändern, was manche Babys nicht so gluschtig finden. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als in diesem Jahr auf dieses Gemüse zu verzichten.

Grüne Spargeln schmecken zwar nicht ganz so fein. Aber sie sind sogar noch vitamin- und mineralstoffreicher als die weissen Verwandten. Und sie machen in der Küche nicht soviel Arbeit, weil man sie nur im unteren Drittel schälen muss - oder Sie schneiden einfach den harten Ansatz ab.

Klassischerweise wird Spargel im eigenen Sud gegart. Dazu werden zunächst Schalen und Abschnitte in Wasser ausgekocht. Den Sud abseihen und die Stangen darin je nach Dicke 10 bis 15 Minuten kochen. In das Spargelwasser gehören ausserdem etwas Salz, Zucker und Butter. Den Sud kann man übrigens trinken - er wirkt stark entwässernd.

Weisse Spargeln können in ein feuchtes Tuch eingewickelt ca. zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Grünspargel hingegen sollte aufrecht im Wasser stehend aufbewahrt werden. Geschält und eingefroren halten sich Spargeln rund sechs bis acht Monate.

Aber Vorsicht: Nicht alle klassischen Spargelbeilagen sind in der Schwangerschaft unbedenklich!

  • Toxoplasmose-Gefahr besteht vor allem bei rohem, aber auch in geringerem Ausmass bei geräuchertem oder luftgetrocknetem Schinken oder Fleisch (wie Bündner-  oder Trockenfleisch, Carpaccio). Unser Tipp: Servieren Sie als Beilage gekochten Schinken oder Trutenbrust-Aufschnitt aus gekochtem Fleisch. Wenn Sie den rohen Schinken für ein paar Tage in die Tiefkühltruhe legen, werden zwar die Toxoplasmose-Erreger abgetötet, nicht aber die Listeriose-Erreger.
  • Denn auch Listeriose droht bei Erzeugnissen aus rohem Fleisch, zusätzlich aber bei allen Milchprodukten, die aus unpasteurisierter, also Rohmilch, hergestellt werden - egal von welchem Tier. Zu den Rohmilcherzeugnissen zählen z.B. der Vacherin, die meisten Schimmelkäse, aber auch Hartkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung, wie original italienischer Parmesan. Unser Tipp: Kaufen Sie Käse vorzugsweise abgepackt aus der Kühltheke. Dort muss Rohmilchkäse deutlich auf dem Etikett vermerkt sein.
  • Die Sauce Hollandaise, Béarnaise oder Mayonnaise zum Spargel sollten Sie während der Schwangerschaft nicht mit frischem Eigelb zubereiten – Schwangere sind besonders empfänglich für die Salmonellose. Es gibt Rezepte, die anstatt des rohen ein hartgekochtes Eigelb verwenden. Auf der sicheren Seite sind Sie aber, wenn Sie in dieser Saison ein Fertigprodukt verwenden. Mit ein bisschen Kreativität (Kräuter, Zitronen- oder Orangensaft, Senf) verfeinern Sie die Päcklisauce so phantasievoll, dass (fast) niemand einen Unterschied merkt!

Wunderbar zur dieser Jahreszeit passt ein Spargelsalat. Dazu gekochte, abgekühlte Spargeln in mundgerechte Stücke schneiden, anrichten und mit einer feinen Sauce begiessen. Sie wird zubereitet aus 2 EL Zitronensaft, 4 EL Sonnenblumenöl, 1EL Senf, 50 gr gekochter Schinken, 1 Bund glattblättriger Peterli, einigen Basilikumblättern, 3 EL Rahm. Alles mit dem Mixer fein pürieren und nach Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen.

Letzte Aktualisierung : 04.2019, BH

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