Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsenerkrankungen

Die dem Hals schmetterlingsförmig anliegende Schilddrüse steuert alle hormonellen Abläufe im menschlichen Körper. Kein Wunder, dass sie auch am Schwangerwerden und Kinderkriegen beteiligt ist! Eine gestörte mütterliche Schilddrüsenfunktion während der ersten Schwangerschaftswochen kann jedenfalls beim Kind zu Problemen während der ersten Lebensjahre und manchmal sogar während des ganzen Lebens führen.

Die wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen während und unmittelbar nach einer Schwangerschaft sind:

Normalerweise funktioniert die Schilddrüse des neugeborenen Babys ganz normal, allerdings kann es auch hier zu einer Überfunktion kommen, wenn die Antikörper, welche die Störung bei der Mutter verursacht haben, durch die Plazenta auf das Kind übergehen. In seltenen Fällen kommt es beim Baby auch zu einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn die zur Drosselung der mütterlichen Schilddrüsenfunktion eingenommenen Medikamente über die Plazenta in den Kreislauf des Kindes gelangen.


Wissen

Fehl- und Frühgeburten durch Schilddrüsenantikörper


Newsticker

Schilddrüse und Kinderwunsch: Wenig bekannt ist, dass eine Schilddrüsenerkrankung die Ursache für unerfüllten Kinderwunsch sein kann. Zudem kann sie das Risiko für Fehlgeburten und Komplikationen in der Schwangerschaft sowie bei Neugeborenen erhöhen. Schätzungsweise 3 Prozent der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch leiden unter einer Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion. Viele dieser Frauen haben keinen normalen Menstruationszyklus und Eisprung mehr. Alle Frauen, die nicht schwanger werden oder wiederholt Fehlgeburten erlitten haben, sollten – so die Experten - auf eine Schilddrüsenfehlfunktion untersucht werden, sich behandeln lassen und während der Schwangerschaft gut überwacht werden. (swissmom Newsticker, 19.3.15)

Letzte Aktualisierung : 04.2018, BH

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