Paar auf einer Wiese, er hat den Kopf auf ihrem Bauch
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Kindsbewegungen – darauf sollten Sie achten!

Ein Ungeborenes bewegt sich in seiner aktivsten Zeit - um die 30. bis 32. Woche herum – mindestens acht- bis zehnmal am Tag so stark, dass die werdende Mutter es deutlich spürt, auch wenn sie nicht gerade darauf achtet. Das kann sehr unsanft und manchmal sogar schmerzhaft sein, je nachdem, welches innere Organ von den kleinen Füsschen "bearbeitet" wird.

Die Anzahl der Kindsbewegungen dagegen geht ab der 30. Woche langsam zurück, was viele Schwangere sehr beunruhigt. Bei Frauen, die Mehrlinge erwarten, gehen die Bewegungen sogar recht dramatisch zurück. Kein Wunder, es ist ja kaum noch Platz vorhanden! Da kann es sogar einmal sein, dass zwei Tage lang gar keine Aktivität zu spüren ist. Das ist in der Regel ganz harmlos. Meistens schläft das Kind dann sehr viel und ist in den Wachphasen nicht so aktiv.

Das richtige Gefühl für die Kindsbewegungen

Im Laufe der Schwangerschaft bekommen Sie ein gutes Gefühl dafür, wann Ihr Baby schläft oder wach ist und wie temperamentvoll es ist. Nicht jedes Kind verhält sich gleich! Deshalb spüren Sie selbst auch am allerbesten, wenn sich irgendetwas verändert, was auf eine mögliche Komplikation hindeuten könnte.

Ist wirklich alles in Ordnung?

Und wenn Sie sich Sorgen machen, weil Sie über einen ganzen Tag keine Tritte gespürt haben und Ihr Baby sich auch durch Schubser von aussen nicht aufwecken lässt, melden Sie sich bei Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Hebamme. Dann kann ein CTG geschrieben oder ein Ultraschall durchgeführt werden. Besser einmal zuviel, als einmal zuwenig! Im Ultraschallbild sieht man nicht nur kleine Bewegungen, die Sie gar nicht spüren können, sondern auch ganz deutlich den Herzschlag.

Es ist sehr, sehr selten, dass ein Kind im letzten Drittel der Schwangerschaft plötzlich stirbt, wenn es sich bis dahin normal entwickelt hat. Ursache kann dann zum Beispiel eine Nabelschnurkomplikation oder eine vorzeitige Ablösung der Plazenta sein. In der Regel macht sich eine Gefahr für den Fetus, beispielsweise eine Sauerstoffmangelversorgung, eher ganz allmählich durch eine Wachstumsverzögerung bemerkbar, die bei den Vorsorgeuntersuchungen erkannt wird. Nachlassende Kindsbewegungen sind hierfür ein sehr spätes Zeichen.

Häufige Fragen zum Thema

Zehn Kindsbewegungen pro Tag sind ein Durchschnittswert, der oft erst um die 30. Woche erreicht wird. Dann sind die Kindsbewegungen auch so deutlich, dass die werdende Mutter sie spürt, selbst wenn sie nicht gerade darauf achtet. Ab der 30. Woche werden die Kindsbewegungen wieder seltener, was viele...

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Normalerweise nicht. Im letzten Schwangerschaftsdrittel werden die Rippen zusammengedrückt, wenn die Gebärmutter sie von unten her berührt. Oft werden die Schmerzen auch akut durch Kindsbewegungen ausgelöst, z.B. Tritte oder Boxen. Typischerweise sind die Schmerzen schlimmer auf der rechten Seite...

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Von aussen können die Kindsbewegungen erst etwa um die 25. Woche (Durchschnittswert) gefühlt werden, wenn Ihr Mann seine Hand auf Ihren Bauch legt. Dann ist auch schon manchmal zu beobachten, wie Ihr Baby Turnübungen macht und die Bauchdecke sich lustig ausbeult und verformt.

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Letzte Aktualisierung : 07-01-20, BH

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