Ernährung ab dem 2. Lebensjahr

Ernährung ab dem 2. Lebensjahr

Jetzt darf Ihr Kind von allem versuchen und sollte unbedingt am Familientisch teilhaben können. Für eine gute Entwicklung ist eine gesunde Ernährung aber weiterhin sehr wichtig und das heisst, dass Sie das richtige Angebot bestimmen und ein gutes Vorbild sind!

Die allgemeinen Grundregeln:

  • Lieber 5 kleine statt 3 grosse Mahlzeiten.
  • Sparsam mit Fett umgehen und pflanzliche Fette (Raps- und Olivenöl) bevorzugen.
  • Zucker und Süssigkeiten sehr sparsam geniessen.
  • Täglich Früchte, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte in den Speiseplan einbauen. Das sorgt für eine geregelte Verdauung und liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe. 
  • Darauf achten, dass das Kind 3-4 dl Vollmilch oder Milchprodukte pro Tag konsumiert, damit der Bedarf an Calcium gedeckt wird, aber genügend Hunger für andere auch wichtige Nahrungsmittel bleibt.
  • Mahlzeiten schonend zubereiten, damit die Vitamine erhalten bleiben.
  • Kochsalz (jodiert und fluoriert) mit Mass verwenden. Es kann vielfach durch Kräuter und Gewürze ersetzt werden.
  • Genügend zusätzliche Flüssigkeit bzw. gesunde Getränke anbieten, z.B. Wasser, Tee oder verdünnten Fruchtsaft.
  • Kinder niemals zwingen, den Teller leer zu essen. 

Und hier finden Sie noch mehr Spielregeln für den Familientisch.

Auf der Homepage der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung gibt es die genauen Mengenangaben für Kinder ab einem Jahr.

Um Eltern bei Fragen rund um die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern zu unterstützen, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachorganisationen die offiziellen Schweizer Empfehlungen zur „Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen – von pränatal bis zum 3. Geburtstag“ erarbeitet und Anfang Juni 2017 als Broschüre veröffentlicht. Die 30-seitige Broschüre kann gratis in gedruckter Form beim Bund bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Sie ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich.


Wissen

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Newsticker

Aus für Überraschungs-Ei | 30.06.2016

Ob Happy Meal, Kinder-Überraschungsei oder Cornflakes-Packung: In Kombination mit Spielzeug vervielfachen sie im Supermarkt bei Kindern den Quengelfaktor. Kinder in Chile müssen aber künftig ohne die Beigaben aufwachsen. Dort trat jetzt ein strenges Gesetz zum Schutz von Kindern vor ungesunder Nahrung in Kraft. Es verbietet Herstellern, Kinder mit Hilfe von Spielzeug zu ungesundem Essen zu verführen. Das neue Gesetz fordert eine strenge Kennzeichnungspflicht für Produkte mit grossen Mengen gesättigter Fettsäuren, Zucker, Salz oder Kalorien. Bei Werbung für solche Lebensmittel dürfen Kinder nicht mehr direkt angesprochen werden. Die chilenische Regierung begründete die Neuregelung damit, dass rund ein Drittel der Kinder unter sechs Jahren bereits übergewichtig ist.

Newsticker

Zuviele Snacks sind schädlich: Eltern sollten ihrem Nachwuchs nicht ständig Kleinigkeiten zum Naschen geben. Die deutschen Kinderärzte warnen davor, der Werbeindustrie zu folgen, die "etwas für den kleinen Hunger zwischendurch" propagiert und damit dem Übergewicht bei Kindern Vorschub leistet. Ein Kind könne problemlos auch einmal vier bis sechs Stunden ohne Essen verbringen. Allerdings sollten kalorienfreie Getränke immer reichlich zur Verfügung stehen. (swissmom-Newsticker, 2.5.2012)  

Soll Barbie dicker werden? Keine reale Frau hat die Körpermasse dieser Puppe, Beinchen so dünn wie Bleistifte, unnatürlich große Brüste und der Body Mass Index (BMI) einer Magersüchtigen: Der Anblick einer Barbie in Lebensgrösse wäre furchtbar. Höchste Zeit also, dem Schlankheitswahn schon im Kinderzimmer etwas entgegenzusetzen. Auf der Facebook-Seite "Plus Size Modeling" wird eine füllige Barbie mit Doppelkinn präsentiert, was bereits Hunderttausenden gefällt. Aber auch da sind die Gegner schon aktiv und halten dies für eine politisch nicht korrekte Beleidigung dicker Menschen. Andere fürchten, Kindern würde vermittelt, dass Fettleibigkeit etwas völlig Normales sei. Arme Kinder - die wollen ja eigentlich nur spielen… (swissmom Newsticker, 28.1.2014)

Das eigene Gemüse schmeckt am besten: Eine neue Studie zeigt, dass amerikanische Schulkinder viermal so häufig Gemüse verzehrten, wenn das Salatbüffet durch die eigene Gemüseernte ergänzt wurde. Die Forscher untersuchten die Auswahl der Salat- bzw. Gemüsesorten und anschliessend die Reste auf den Tellern beim Schul-Lunch von 370 Schülern über drei Tage. Enthielt die Salatbar Gemüse aus dem Schulgarten, griffen nicht nur 2% sondern 10% der Schüler zu. Ernährungswissenschaftler sehen ein grosses Potential, mit Schulgärten auch eine gesunde Ernährung zu fördern. „Will man den Gemüseverzehr bei Kindern steigern, ist die erste Hürde immer, dass die Kinder selbst zugreifen.“ (swissmom-Newsticker, 22.5.15)

Reiche Kinder essen gesünder: Ob Kinder sich gesund ernähren oder überwiegend Fast Food und Süssigkeiten zu sich nehmen, hängt auch vom Einkommen und dem Bildungsniveau der Eltern ab. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die Daten von 9300 Kindern zwischen zwei und elf Jahren aus acht europäischen Ländern ausgewertet hat. Dabei wurden insgesamt 42 Lebensmittel berücksichtigt, unterschieden nach "gesunden" wie frisches Obst, frische Säfte, Gemüse, Vollkornprodukte, Öle, Fisch und "ungesunden" wie Pizza, weisses Brot, Schokolade, Zucker, Eiscreme, Majonnaise. Danach konnten Kinder von Eltern mit hohem Einkommen und hohem Bildungsstand öfter einem gesunden Ernährungsmuster zugeordnet werden als Migranten oder Kinder aus sozial schwachen Familien. (swissmom-Newsticker, 7.10.15)

Letzte Aktualisierung: 04.2016, BH