Vorsicht Zecken

Zecken

Die Zecke (auch Holzbock genannt) ist kleiner als ein Stecknadelkopf und wartet im Unterholz von Waldwegen oder in feuchten Gegenden auf geeignete Opfer. Dann sticht sie unbemerkt zu (es handelt sich tatsächlich um einen Stich und nicht einen Zeckenbiss) und saugt sich mit Blut voll. Meist bemerkt man das erst, wenn die Zecke schon auf ein Mehrfaches ihrer ursprünglichen Grösse angeschwollen ist.

Beachten Sie!

Gut geschützt

Zeckenbissen vorbeugen

Zecken richtig entfernen

Weitere Infos unter www.zecken.ch.

Aktiv sind die Zecken im Frühling (vor allem, wenn ein feuchter Sommer auf einen milden Winter folgt) und im Herbst, weniger im Hochsommer, wenn es heiss und trocken ist. Das klassische Zeckengebiet ist die Nordostschweiz. Über 1‘500 m.ü.M finden sich keine Zecken in der Schweiz. Auf www.zecken.ch finden Sie eine Schweiz-Karte mit den Risikogebieten.

Zeckenstichen bei Kindern kann man durch einfache Massnahmen vorbeugen. Dabei geht es vor allem darum, die Haut zu bedecken.

Wenn Sie eine Zecke entdecken, sollten Sie sie möglichst bald entfernen. Ein Zeckenbiss kann nämlich Folgen haben: Zecken können sowohl die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) als auch die Lyme-Borreliose übertragen. Borrelien liegen im Mitteldarm der Zecke. Nach Beginn des Blutsaugens beginnen diese ihren Stoffwechsel zu aktivieren. Erst nach etwa 24 Stunden wandern sie aktiv in die Speicheldrüsen der Zecke ein. Ab dann wird sie normalerweise in die Stichwunde übertragen.

Wenn Sie bei Ihrem Kind die folgenden Symptome bemerken, sollten Sie es ärztlich untersuchen lassen: 

Eine Impfung schützt vor der FSME, jedoch nicht vor der Borreliose. Sie muss dreimal wiederholt werden und hält etwa fünf Jahre. Sinnvoll ist diese Impfung v.a. für Schulkinder und Eltern, die am Waldrand wohnen. Dringend empfohlen wird sie vom BAG den Bewohnern der Schweizer Endemiegebiete.

Es gab früher eine passive Impfung gegen FSME (Immunglobuline), die die Erreger auch nach dem Stich abfangen konnte (postexponentielle Impfung). Sie ist heute für Kinder nicht mehr zugelassen. Es hat sich herausgestellt, dass mit dieser passiven Immunisierung die Rate an bleibenden neurologischen Folgeschäden bei Kindern unter sechs Jahren höher war als ohne. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Impfempfehlung für die aktive Impfung.

Letzte Aktualisierung : 05.2018, BH