Zwillinge beim Babyschwimmkurs
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Sicher im Wasser

Wasser ist ein wunderbares Element, das Kindern eine Vielfalt von Sinnes- und Bewegungserfahrungen bietet. Leider besteht aber auch eine grosse Unfallgefahr, wenn Kinder nicht lernen, sich im Wasser richtig zu verhalten. Darum ist es wichtig, sie einerseits frühzeitig mit Wasser vertraut zu machen und andererseits Nichtschwimmer und ungeübte Schwimmer nie aus den Augen zu lassen.

Schwimmen zu lernen bietet den besten Schutz gegen Ertrinken. Doch schon bevor ein Kind gross genug ist, um mit dem Lernen anzufangen, bestehen verschiedene Möglichkeiten, es mit dem Wasser vertraut zu machen, angefangen beim Babyschwimmen über Wassergewöhnungskurse bis hin zum ersten Schwimmkurs, der ab einem Alter von vier Jahren besucht wird.. Dort können Sie sich auch einen Überblick über die verschiedenen Schwimmtests verschaffen.

Schulkinder, die bereits schwimmen können, haben die Möglichkeit, den Wasser-Sicherheits-Check zu absolvieren. Die dreiteilige Prüfung beinhaltet Rollen ins tiefe Wasser, die "Seerosenhaltung", mit der sich das Kind 1 Minute an Ort über Wasser halten kann sowie das Schwimmen von 50 Metern mit anschliessendem Aussteigen aus dem Schwimmbecken. Hat das Kind diesen Test bestanden, ist es vorbereitet für das Schwimmen im tiefen Wasser. Beaufsichtig werden muss es aber weiterhin.

WICHTIGE INFO

Beachten Sie unsere Checkliste

zum Thema Sicherheit am und im Wasser

Wichtige Verhaltensregeln:

  • Kinder, die noch nicht schwimmen können, sollten nicht tiefer als bis zum Bauchnabel ins Wasser gehen.
  • Die meisten Unfälle geschehen an natürlichen Gewässern, da hier der Boden uneben ist oder plötzlich abfällt. Auch Strömungen, Wellen oder trübes Wasser stellen eine Gefahr dar. Am Strand ist besondere Vorsicht geboten, da Kinder sich selber den Boden unter den Füssen wegtreten können, wenn sie aus irgend einem Grund Angst bekommen und zu zappeln beginnen.
  • Schwimmhilfen geben dem Kind zwar Auftrieb, damit es ihm besser gelingt, sich an der Wasseroberfläche zu halten, vor dem Ertrinken schützen sie aber nicht. Herkömmliche Schwimmreifen bieten keine Sicherheit, da sie leicht wegrutschen können.
  • Bei Luftmatratzen und aufblasbaren Schwimmtieren besteht die Gefahr, dass ein Kind sich darauf zu sicher fühlt, abrutscht und ins Wasser fällt. Dies ist besonders gefährlich, wenn es damit ins tiefere Wasser abgetrieben worden ist, doch auch im stehtiefen Wasser kann ein Kind ertrinken. Für Nichtschwimmer sind sie deshalb nicht geeignet.
  • Die Regel, dass man nach dem Essen eine Stunde warten soll, ehe man schwimmen geht, gilt heute als veraltet. Mit vollem Magen sollte man aber trotzdem nicht schwimmen gehen, sondern abwarten, bis die Müdigkeit nach dem Essen verflogen ist. Oft wird zu wenig bedacht, dass man auch nicht mit leerem Magen ins Wasser gehen sollte. Achten Sie unbedingt darauf, dass beim Spielen und Herumtoben das regelmässige Essen und Trinken nicht vergessen gehen.
  • Eine der wichtigsten Baderegeln lautet, nicht überhitzt ins Wasser zu springen, weil das kalte Wasser dem Körper plötzlich Wärme entzieht, was zu Krämpfen und Kreislaufproblemen führen kann. Vor dem Baden müssen Kinder also unbedingt ihren Körper mit Duschen abkühlen. Viele Kleinkinder fürchten sich vor dem kalten Wasser, das auf sie niederprasselt. Zwingen Sie das Kind nicht, sich unter die Dusche zu stellen, sondern waschen Sie es mit dem kühlen Wasser der Dusche ab. Auch ein langsames Einsteigen über die Treppen des Schwimmbeckens hilft, den Körper allmählich an die kühlere Wassertemperatur zu gewöhnen.
  • Manche Kinder machen sich einen Spass daraus, um Hilfe zu rufen, wenn sie gar nicht in Gefahr sind. Lehren Sie Ihr Kind, nur dann zu rufen, wenn es wirklich Hilfe braucht, da es nicht mehr ernst genommen wird, wenn es zu oft ohne Grund Alarm geschlagen hat. Um einem Kind diesen Umstand vor Augen zu führen, ist die Fabel des jungen Schafhirten, der so lange vor dem bösen Wolf gewarnt hatte, bis ihm keiner mehr glaubte, sehr hilfreich. Eine Kurzfassung der Geschichte finden Sie hier.
  • Stellen Sie nicht einfach Verbote auf, sondern erklären Sie ihm die Baderegeln. Eine kindergerechte Darstellung der Baderegeln finden Sie auf der Homepage www.das-wasser-und-ich.ch der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft

Letzte Aktualisierung : 07-08-16, TV

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