Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Gesundheitsschutz vor und nach der Geburt

Während und nach der Schwangerschaft ist eine Frau empfindlicher gegen Schädigungen und Anstrengungen, die im Zusammenhang mit den Bedingungen am Arbeitsplatz stehen. Das Arbeitsgesetz (ArG) regelt die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Demnach ist der Arbeitgeber verpflichtet schwangere Frauen so zu beschäftigen, dass keine Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind besteht.

Der Schutz vor Überbeanspruchung ist im Arbeitsgesetz (Art. 35ff. ArG) geregelt, ebenso in der dazu gehörenden Verordnungen in Art. 60-66 ArGV 1 sowie der "Mutterschutzverordnung" (Links zu den Texten sind am Schluss dieses Dokumentes eingefügt). Die wichtigsten Bestimmungen betreffen: Gefährliche und beschwerliche Arbeiten, stehende Tätigkeiten, Abend- und Nachtarbeit, Überstunden, Absenzen, Einverständnis, Ruheraum. Generell gilt, dass der Arbeitgeber eine vergleichbare Ersatzarbeit anbieten muss (z.B. während des Tages, eine sitzende oder ungefährliche Tätigkeit), wenn einer schwangeren Arbeitnehmerin eine bestimmte Arbeit aufgrund der gesetzlichen Vorschriften nicht zugemutet werden darf.

Das Arbeitsrecht gilt jedoch nicht für alle Branchen und Berufsgruppen. Ausgenommen sind z.B. die öffentlichen Verwaltungen von Bund, Kanton und Gemeinden (hier gelten eigene Gesetzte, welche jedoch im Inhalt oft gleiche / ähnliche Bestimmungen enthalten) und die Landwirtschaft. Auch auf Arbeitnehmerinnen in höherer leitender Stellung (Kaderpositionen) ist das Arbeitsgesetz generell nicht anwendbar. Die Details finden sich in Art. 2 und 3 ArG.

Die Schutzbestimmungen unterscheiden die Phasen vor und nach der Geburt. Informationen dazu finden sie hier:

Zu ausgewählten Sonderfragen finden Sie hier zusätzliche Informationen:

Bei Bedarf finden Sie hier zusätzliche Hinweise:

Bitte beachten Sie unsere Auswahl von  Ratgebern rund ums Thema "Geld, Recht und Beruf". 

Letzte Aktualisierung : 01.2018, CF / AS / NK

loading