Krankes Kind mit Fieberthermometer
Familie | Recht | Kinderkrankheiten

Gut informiert - wichtige Fragen im Vorfeld von Krankheitsfällen

Bevor Sie nach einer Schwangerschaft wieder in den Arbeitsalltag einsteigen oder einen Jobwechsel vor sich haben, ist es nützlich, sich vorab ein paar Fragen zu stellen und sich zu informieren. Es geht um den Tag X - und er wird früher oder später bei allen Müttern eintreffen - an dem Sie arbeiten gehen sollten und Ihr Kind krank ist. Was nun? Um Ärger und Missverständnisse am Arbeitsplatz zu umgehen, finden Sie nachfolgend einige Fragen, die geklärt sein sollten, bevor dieser Tag X eintritt.

  • Gibt es interne Weisungen oder Regulatorien meines Arbeitgebers, welche Krankheitsfälle in der Familie regeln?
  • Wie steht mein Arbeitgeber grundsätzlich zu Mutter/Familienpflichten?
  • Kann ich mit meinem Arbeitgeber über solche Themen reden?
  • Wie handhabt mein Arbeitgeber kurzfristige Absenzen wegen Krankheit eines Kindes?
  • Erlaubt meine Tätigkeit kurzfristige Absenzen oder können gewisse Arbeiten nicht liegenbleiben?
  • Was passiert, wenn solche Arbeiten nicht sofort bzw. verspätet erledigt werden?
  • Können gewisse Arbeiten auch von zu Hause erledigt werden?
  • Gibt es Stellvertretungen im Büro, kann mein Stellvertreter auch dringende Arbeiten erledigen?
  • Hat mein Stellvertreter den nötigen Zugriff?

Allenfalls ist ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung nötig, um Klarheit zu schaffen, wenn Sie die Antworten nicht selber finden. Fragen Sie auch Kollegen mit Erfahrung am Arbeitsplatz.

Sicher ist, wenn Sie gut vorbereitet sind, wird es für Sie leichter sein und ein krankes Kind wird Sie nicht so leicht beunruhigen.

Newsticker

Betreuung ohne Job-Angst | 29.03.2020

Pflegende Eltern von schwerkranken Kindern und Jugendlichen sollen besser geschützt und unterstützt werden, dafür setzt sich auf politischer Ebene seit einiger Zeit „Kinderkrebs Schweiz“ ein. Die meisten Kinderkrebspatienten sind Kleinkinder, die ihre Eltern während der langwierigen Therapie verstärkt brauchen. Damit gerieten viele berufstätige Mütter und Väter in eine schwierige Situation, denn bis Ende 2019 erlaubte das Arbeitsgesetz für die Pflege und Betreuung eines kranken Kindes nur eine Absenz von höchstens 3 Tagen. Da die Betreuung eines an Krebs erkrankten Kindes oft länger als ein Jahr dauert, begleitete arbeitstätige Eltern immer auch die Angst, ihre finanzielle Sicherheit zu verlieren. Jetzt hat sich der Einsatz im Bundeshaus gelohnt: Beide Kammern des Parlaments haben sich im Dezember 2019 für einen bezahlten Betreuungsurlaubs von 14 Wochen mit Kündigungsschutz für Eltern von schwer kranken Kindern ausgesprochen.

Letzte Aktualisierung : 08-04-20, CF

loading