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Ul­tra­schall in der Früh­schwan­ger­schaft

Noch ist der Em­bryo ganz klein – trotz­dem ist schon ei­ni­ges im Va­gi­nal-Ul­tra­schall er­kenn­bar.

Ultraschall, Schwangerschaftstest, Bayschuhe
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Wenn Ihre Pe­ri­ode aus­ge­blie­ben ist oder spe­zi­fi­sche, schwan­ger­schafts­ty­pi­sche Be­schwer­den auf­tre­ten, führt der Frau­en­arzt häu­fig schon bei Ih­rem ers­ten Pra­xis­be­such eine Ul­tra­schall­un­ter­su­chung, meist als Va­gi­nal-Ul­tra­schall, durch. Dies ist aber nicht Teil der nor­ma­len Mut­ter­schafts­vor­sor­ge­leis­tung, da das ers­te Ul­tra­schall-Scree­ning erst für die 9. bis 12. Schwan­ger­schafts­wo­che vor­ge­se­hen ist.

Der Va­gi­nalul­tra­schall 


Beim va­gi­na­len Ul­tra­schall müs­sen die Ul­tra­schall­wel­len nur ei­nen kur­zen Weg zu­rück­le­gen und kei­ne stö­ren­den Struk­tu­ren wie Haut, Fett­ge­we­be oder Mus­ku­la­tur in der Bauch­de­cke über­win­den, um auf die zu un­ter­su­chen­den Or­ga­ne zu tref­fen. Ge­bär­mut­ter und Ei­er­stö­cke las­sen sich so­mit sehr gut und ge­zielt be­ur­tei­len.

Die stab­för­mi­ge Ul­tra­schall­son­de wird in die Schei­de ein­ge­führt und kann ein räum­lich sehr na­hes Bild lie­fern, dazu soll­te die Harn­bla­se mög­lichst leer sein. Die Un­ter­su­chung ist nicht schmerz­haft. 

Die Va­gi­nal­so­no­gra­phie lie­fert bis zur 12. Schwan­ger­schafts­wo­che bes­se­re und kon­trast­rei­che­re Bil­der als die kon­ven­tio­nel­le Ul­tra­schall­un­ter­su­chung durch die Bauch­de­cke. Schon ei­nen nur we­ni­ge Mil­li­me­ter gros­sen Em­bryo kann man un­ter Um­stän­den gut er­ken­nen. Auch bei der Dia­gno­se von Kom­pli­ka­tio­nen ist die Va­gi­nal­so­no­gra­phie der Un­ter­su­chung über die Bauch­de­cken über­le­gen.

Was man in der Früh­schwan­ger­schaft im Ul­tra­schall schon se­hen kann


Aus der Mes­sung der em­bryo­na­len Schei­tel-Steiss-Län­ge kann  die Gy­nä­ko­lo­gin sehr ge­nau auf das Schwan­ger­schafts­al­ter rück­schlies­sen, denn in der Früh­schwan­ger­schaft ent­wi­ckeln sich noch alle Kin­der gleich schnell. Da­durch kann sich viel­leicht eine neue und ge­naue­re Be­stim­mung des Ge­burts­ter­mins als nach dem ers­ten Tag der letz­ten Pe­ri­ode er­ge­ben.

Ein Ul­tra­schall­spe­zia­list kann mit hoch­auf­lö­sen­den Ge­rä­ten, die in der Pra­xis aber meist nicht zur Ver­fü­gung ste­hen, schon früh die em­bryo­na­le Ent­wick­lung be­ur­tei­len. Zum Bei­spiel:

  • Ab der 5. SSW den Em­bryo als hel­len Re­flex in der Frucht­bla­se.

  • Ab der 6. SSW die Her­z­ak­tio­nen des Kin­des, das wich­tigs­te Zei­chen der in­tak­ten Schwan­ger­schaft.

  • Ab der 6. bis 7. SSW em­bryo­na­le Be­we­gun­gen.

  • In der 8. bis 9. SSW bil­den sich die Arm- und Bein­knos­pen aus.

Ab wann Zwil­lin­ge er­kenn­bar sind


Der Nach­weis von Zwil­lin­gen oder hö­her­gra­di­gen Mehr­lin­gen ist in der Früh­schwan­ger­schaft sehr ein­fach. Auch ein- oder zwei­ei­ige Zwil­lin­ge kön­nen jetzt bes­ser als spä­ter in der Schwan­ger­schaft un­ter­schie­den wer­den. Al­ler­dings ist es nicht sel­ten, dass eine Zwil­lings­an­la­ge plötz­lich – meist um die 6. bis 7. Wo­che – ver­schwin­det und sich die Schwan­ger­schaft mit dem ver­blei­ben­den ein­zel­nen Em­bryo nor­mal wei­ter­ent­wi­ckelt. Oft ist schon zwei Wo­chen spä­ter nichts mehr von dem an­de­ren Zwil­ling zu se­hen. Lei­der ist das Fehl­ge­burts­ri­si­ko in die­ser Schwan­ger­schaft dann et­was er­höht.

Sind auch Fehl­ent­wick­lun­gen sicht­bar?


Eine Ei­lei­ter-Schwan­ger­schaft kann so schon sehr früh aus­ge­schlos­sen wer­den, wenn die Frucht­bla­se (Cho­ri­on­höh­le) in der Ge­bär­mut­ter er­kenn­bar ist. Ent­wi­ckelt sich die Frucht­bla­se, ohne dass ein Em­bryo er­kenn­bar ist, muss an eine schon un­be­merkt ab­ge­lau­fe­ne Fehl­ge­burt (mis­sed ab­or­ti­on) oder ein Wind­ei bzw. eine Bla­sen­mo­le ge­dacht wer­den.

Ist in der Frucht­bla­se ein­deu­tig ein Cho­ri­on – die äus­se­re Frucht­hül­le, die den Em­bryo um­gibt – sicht­bar, muss aber auch ir­gend­wo ein Em­bryo sein. Viel­leicht nur et­was ver­steckt und bei der nächs­ten Un­ter­su­chung deut­lich er­kenn­bar.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wenn Sie ger­ne wis­sen wol­len, wel­ches Ge­schlecht Ihr Baby ha­ben wird, ge­lingt das am bes­ten bei der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung im zwei­ten Drit­tel der Schwan­ger­schaft. Die Ge­schlechts­dia­gnos­tik ist aber na­tür­lich da­von ab­hän­gig, wie Ihr Baby liegt oder sich be­wegt und ob es sei­ne re­le­van­ten Be­rei­che, …
Etwa zwei Drit­tel al­ler Zwil­lin­ge sind zwei­ei­ig. Wenn im Ul­tra­schall nur eine Em­bryo­nal­hül­le (äus­se­re Ei­haut) nach­weis­bar ist, han­delt es sich um ein­ei­ige Zwil­lin­ge. Die­ses si­che­re Zei­chen der Ein­ei­ig­keit lässt sich am bes­ten im ers­ten Schwan­ger­schafts-Tri­me­non be­ur­tei­len. Nach der 16. SSW ist das …
Der kind­li­che Herz­schlag wird prak­tisch schon bei der ers­ten Ul­tra­schall­un­ter­su­chung kon­trol­liert, dann bei je­der wei­te­ren Ul­tra­schall­un­ter­su­chung. Frü­her hat man die Herz­tö­ne mit dem ge­burts­hilf­li­chen Ste­tho­skop ab­ge­hört. Das ist aber erst spä­ter in der Schwan­ger­schaft, frü­hes­tens ab der 18. …
Das fe­ta­le Ge­wicht kann nicht di­rekt ge­mes­sen wer­den, son­dern muss nach un­ter­schied­li­chen Me­tho­den und Mass­ta­bel­len aus ein­zel­nen Ul­tra­schall­mess­wer­ten ge­schätzt wer­den. So kann man je nach Me­tho­de den Kopf­durch­mes­ser (BIP oder BPD) und den mitt­le­ren Bauch­um­fang (AU), den BIP und den …
In vie­len Un­ter­su­chun­gen konn­te bis­her ge­zeigt wer­den, dass dia­gnos­ti­scher Ul­tra­schall kei­ne schäd­li­chen Aus­wir­kun­gen auf das Un­ge­bo­re­ne hat. Im Ge­gen­teil: Vie­le Auf­fäl­lig­kei­ten oder Ri­si­ko­fak­to­ren wa­ren frü­her durch Ab­tas­ten der Bauch­de­cken und Ab­hö­ren der kind­li­chen Herz­tö­ne nicht er­kenn­bar. …
In der Früh­schwan­ger­schaft, d.h. bis zur ca. 14. SSW, wird die Län­ge des Fe­ten als sog. Schei­tel-Steiss-Län­ge ge­mes­sen. Da­nach ist Ihr Baby schon zu gross. Das gleich­mäs­si­ge Wachs­tum des Kin­des wird im zwei­ten und drit­ten Tri­me­non haupt­säch­lich durch Mes­sung des Kopf­durch­mes­sers (BPD oder BIP) …
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Letzte Aktualisierung: 19.09.2022, BH

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