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Vorsicht Zecken
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Ze­cken


Die Ze­cke (auch Holz­bock ge­nannt) ist klei­ner als ein Steck­na­del­kopf und war­tet im Un­ter­holz von Wald­we­gen oder in feuch­ten Ge­gen­den auf ge­eig­ne­te Op­fer. Dann sticht es un­be­merkt zu und saugt sich mit Blut voll.Man spricht üb­ri­gens kor­rek­ter­wei­se nicht von Ze­cken­biss, son­dern von Ze­cken­stich, denn zum Beis­sen braucht ein Tier ei­nen Un­ter- und Ober­kie­fer. Die Ze­cke hat aber nur ei­nen Rüs­sel zum Blut­saugen.

Meist be­merkt man das erst, wenn die Ze­cke schon auf ein Mehr­fa­ches ih­rer ur­sprüng­li­chen Grös­se an­ge­schwol­len ist. Am ak­tivs­ten sind die Ze­cken von April bis Juli (vor al­lem, wenn ein feuch­ter Som­mer auf ei­nen mil­den Win­ter folgt). Eine Hö­hen­gren­ze ist nicht ge­nau de­fi­nier­bar. Es kann auch über 2000 m.ü.M. noch Ze­cken in der Schweiz ge­ben. In tie­fe­ren Hö­hen­la­gen gibt es weit mehr Ze­cken. Die An­zahl pro Qua­drat­me­ter schwankt von Jahr zu Jahr. Es kön­nen gut und ger­ne 50 Ze­cken pro Qua­drat­me­ter sein.

Ze­cken­sti­chen kann man vor­beu­gen: Er­schwe­ren Sie den Ze­cken den di­rek­ten Zu­gang zur Haut und tra­gen Sie beim Wald­spa­zier­gang lan­ge Ho­sen und ge­schlos­se­ne Schu­he. Auf hel­ler Klei­dung kann man Ze­cken deut­li­cher er­ken­nen. Auch ein Anti-Ze­cken­spray (z.B. No­bi­te sen­si­ti­ve) emp­fiehlt sich. Nach dem Spa­zier­gang soll­ten sie den Kör­per kon­trol­lie­ren, vor al­lem in den Knie­keh­len, der Scham­ge­gend, den Ach­sel­höh­len und auf den Schul­tern. Bei Kin­dern set­zen sich Ze­cken auch ger­ne auf der Kopf­haut und am Haar­an­satz fest.

Wenn Sie eine Ze­cke ent­de­cken, soll­te sie mög­lichst bald ent­fernt wer­den. Grei­fen Sie sie mög­lichst haut­nah mit ei­ner Pin­zet­te und zie­hen Sie - ohne zu quet­schen - mit ei­ner mög­lichst ste­ti­gen Be­we­gung nach oben. Soll­te der Ze­cken­kopf da­bei ab­bre­chen, kann eine klei­ne eit­ri­ge Ent­zün­dung ent­ste­hen. An­sons­ten ist das harm­los, denn im Kopf­be­reich sit­zen kaum Er­re­ger. Die Er­re­ger be­fin­den sich eher im Hin­ter­kör­per, wes­halb man we­der quet­schen noch mit Öl vor­be­han­deln darf. Noch scho­nen­der geht die Ent­fer­nung mit ei­ner so­ge­nann­ten Ze­cken­kar­te. Die Stich­stel­le soll­te da­nach des­in­fi­ziert und das Da­tum im Ka­len­der no­tiert wer­den.

Auch wenn die meis­ten Ze­cken­sti­che pro­blem­los ab­hei­len, soll­te man den an sich harm­lo­sen Vor­fall in den fol­gen­den Wo­chen kei­nes­falls ver­ges­sen. Ei­ni­ge Fach­leu­te emp­feh­len so­gar, die Ze­cke auf­zu­be­wah­ren, um spä­ter ei­nen ein­deu­ti­gen Er­re­ger­nach­weis füh­ren zu kön­nen.

Ein Ze­cken­stich kann näm­lich Fol­gen ha­ben: Ze­cken kön­nen so­wohl die Früh-Som­mer-Me­nin­go-En­ze­pha­li­tis (FSME) als auch die Lyme-Bor­re­lio­se über­tra­gen. Wenn Sie die fol­gen­den Sym­pto­me be­mer­ken, soll­ten Sie sich ärzt­lich un­ter­su­chen las­sen: Haut­rö­tun­gen, die sich kreis­för­mig aus­brei­ten (Ery­the­ma mi­grans), Läh­mun­gen im Ge­sicht und grip­pe­ähn­li­che Krank­heits­zei­chen wie Ge­lenk- und Kopf­schmer­zen.

Eine Imp­fung schützt vor der FSME, je­doch nicht vor der Bor­re­lio­se. Sie ist auch wäh­rend der Schwan­ger­schaft er­laubt und hält nach der Grund­im­mun­sie­rung 10 Jah­re.

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Letzte Aktualisierung: 28.04.2019, BH/AS

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