Anzeige
Pränatale Entwicklung Woche 6
©
iStock

Ihr Baby in der 6. Wo­che der Schwan­ger­schaft


Ihr Baby hat in die­ser Wo­che sei­ne Grös­se mehr als ver­dop­pelt! Mit Be­ginn der 6. SSW hat es eine deut­li­che C-Form mit ei­ner mitt­le­ren Vor­wöl­bung (dem Her­zen) und ei­nem Schwanz­teil. Der Em­bryo be­fin­det sich jetzt in ei­nem Ent­wick­lungs­sta­di­um, in dem be­son­ders deut­lich wird, dass der Mensch ein Wir­bel­tier ist: Das Neural­rohr ist nun ge­schlos­sen, rechts und links am Kopf­en­de sind die Au­gen­bläs­chen er­kenn­bar. Die im Ver­hält­nis zur Kör­per­grös­se do­mi­nie­ren­de Wir­bel­säu­le er­streckt sich vom Na­cken über die flos­sen­ähn­li­chen Arm­knos­pen bis hin­un­ter zu der Stel­le, wo die An­la­gen für die Bei­ne ent­ste­hen. 

Brust­wir­bel und Rip­pen


Aus dem mitt­le­ren Keim­blatt ent­steht eine gros­se An­zahl von Ske­lett­knos­pen, aus de­nen sich nach und nach 33 oder 34 Wir­bel bil­den. Un­ter­halb der Hals­wir­bel zeich­nen sich zwölf Brust­wir­bel ab, aus de­nen bo­gen­för­mig die Rip­pen wach­sen. In dem auf die­se Wei­se ent­ste­hen­den Brust­korb wird spä­ter die Lun­ge sit­zen.

Wir­bel­säu­le und Rü­cken­mark


Zwi­schen den Wir­beln ent­steht ein Zwi­schen­raum, in dem sich spä­ter Ner­ven­bün­del aus dem Rü­cken­mark fin­den. Die Ner­ven­fa­sern zie­hen schliess­lich ihr fein ge­spon­ne­nes Netz über den ge­sam­ten Kör­per und er­mög­li­chen es da­mit dem Ge­hirn und Rü­cken­mark, ihre Si­gna­le zu sämt­li­chen Mus­kel­zel­len des Kör­pers zu sen­den und sie zu be­stimm­ten Be­we­gun­gen und Kon­trak­tio­nen auf­zu­for­dern. Die­ser Me­cha­nis­mus fängt an zu ar­bei­ten, wenn der Em­bryo sechs bis sie­ben Wo­chen alt ist.

Das Herz


Das Herz ist eine deut­li­che Vor­wöl­bung und hat schon pri­mi­ti­ve Vor­hö­fe und Herz­kam­mern mit ei­ner Schei­de­wand. Der noch sehr ein­fa­che Kreis­lauf ver­bin­det sich mit dem Cho­ri­on, der äus­se­ren Schicht der Pla­zen­ta. Zu die­ser Zeit ist der "Mut­ter­ku­chen" noch viel grös­ser als der Em­bryo, wo­durch sei­ne aus­rei­chen­de Ver­sor­gung mit Nähr­stof­fen si­cher­ge­stellt wird. In der Na­bel­schnur, die zur Pla­zen­ta führt, stel­len Blut­ge­fäs­se die Ver­bin­dung zwi­schen Mut­ter und Kind her. In der 6. Schwan­ger­schafts­wo­che, der 4. Wo­che nach der Be­fruch­tung, sind schon rich­ti­ge Blut­zel­len und nicht mehr nur ein­fa­che Flüs­sig­keit in den Blut­ge­fäs­sen.

Die Ver­dau­ungs­or­ga­ne


Das Darm­sys­tem be­steht aus ei­nem vor­de­ren, mitt­le­ren und hin­te­ren An­teil. Dar­aus wer­den ne­ben Dünn- und Dick­darm auch Ra­chen, Lun­ge, Spei­se­röh­re und Ma­gen, Le­ber, Bauch­spei­chel­drü­se, Gal­len­bla­se, die ab­lei­ten­den Harn­we­ge und die Harn­bla­se so­wie die Schild­drü­se ent­ste­hen.

Kopf, Ge­hirn und Sin­nes­or­ga­ne


Der Kopf wächst jetzt be­son­ders stark und ent­hält drei pri­mä­re Hirn­bläs­chen, die sich im­mer mehr dif­fe­ren­zie­ren und bei der Ge­burt voll funk­ti­ons­tüch­tig sein wer­den. Klei­ne Ein­stül­pun­gen am Kopf be­zeich­nen die Stel­len, wo sich die Oh­ren ent­wi­ckeln, und auch das In­nen­ohr ist schon aus­ge­bil­det. Man kann dem Un­ge­bo­re­nen erst­mals ins Ge­sicht schau­en: Dort ent­wi­ckeln sich die Au­gen; al­ler­dings lie­gen die Au­gen­höh­len jetzt noch in der Re­gi­on der Schlä­fen, so­dass der Kopf des Em­bry­os in die­ser Pha­se ein biss­chen an den ei­nes Fischs er­in­nert. Nase und Mund sind ein­deu­tig zu un­ter­schei­den, das Riech­or­gan ist als Riech­pla­ko­de ab­ge­legt. Zwi­schen der An­deu­tung ei­ner Mund­öff­nung und dem Herz­sack be­fin­den sich Aus­wüch­se, aus de­nen sich spä­ter der Un­ter­kie­fer so­wie Ge­sicht und Hals bil­den wer­den. Win­zi­ge Stimm­bän­der neh­men Form an.

Letzte Aktualisierung: 14.01.2020, BH
Anzeige
Anzeige