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drei Schwangere betrachten gegenseitig ihre Bäuche
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Kon­trak­tio­nen


We­hen tun - wie der Name schon sagt - weh. Stimmt aber nicht so ganz. Denn We­hen sind nichts an­de­res als rhyth­mi­sche Kon­trak­tio­nen der glat­ten Mus­ku­la­tur der Ge­bär­mut­ter (des sog. Myo­me­tri­ums) wäh­rend der Schwan­ger­schaft und der Ge­burt, die durch die Deh­nung des Ge­bär­mut­ter­ge­we­bes und durch hor­mo­nel­le Ein­flüs­se (v.a. Ös­tro­ge­ne, aber auch Oxy­to­cin und Pro­sta­glan­di­ne) aus­ge­löst wer­den. Das kann mehr oder we­ni­ger schmerz­haft sein (wie bei den We­hen un­ter der Ge­burt), kann aber auch kaum spür­bar und eher un­an­ge­nehm sein (wie bei den Übungs­we­hen).

An­ders als bei an­de­ren Mus­kel­grup­pen un­se­res Kör­pers kön­nen wir die Mus­kel­tä­tig­keit un­se­rer Ge­bär­mut­ter nicht kon­trol­lie­ren, also be­wusst ver­stär­ken oder ab­schwä­chen. Angst vor den Schmer­zen führt zu Stress und An­span­nung, das ver­stärkt das Schmerz­emp­fin­den. Die meis­ten na­tür­li­chen Me­tho­den ver­su­chen des­halb, durch Ent­span­nung vom Schmerz ab­zu­len­ken. Nar­ko­se- und an­de­re Arz­nei­mit­tel kön­nen den We­hen­schmerz da­ge­gen ge­zielt ver­min­dern oder ganz be­sei­ti­gen.

Im Spi­tal wer­den die We­hen durch den Car­dio-To­ko­graph (CTG) über­wacht, gleich­zei­tig wer­den die Herz­tö­ne des Kin­des ge­mes­sen und die Kinds­be­we­gun­gen auf­ge­zeich­net.

Um sich auf die Ge­burt vor­zu­be­rei­ten, fängt die Ge­bär­mut­ter häu­fig schon ab der 20. SSW an sich, in un­re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den, zu­sam­men­zu­zie­hen. Man spürt ein Hart­wer­den v.a. im obe­ren Teil der Ge­bär­mut­ter und ein Zie­hen in der Leis­ten­ge­gend oder im un­te­ren Rü­cken. Die­se so­ge­nann­ten Übungs­we­hen oder Vor­we­hen sind völ­lig harm­los und kein Grund zur Sor­ge. Auch die et­was stär­ke­ren und manch­mal et­was un­an­ge­neh­men Senk­we­hen im letz­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat sind - wenn sie nicht zu häu­fig kom­men - noch nicht ge­burts­wirk­sam.

An­ders ist es bei ech­ten We­hen, die­se soll­ten auf kei­nen Fall schon so früh auf­tre­ten. Denn vor­zei­ti­ge We­hen (Früh­we­hen) kön­nen zu ei­ner Früh­ge­burt füh­ren.

Mehr In­fos


Vor­we­hen (Braxt­on-Hicks-Kon­trak­tio­nen, Übungs­we­hen, Schwan­ger­schafts­we­hen, wil­de We­hen)

Aus­trei­bungs­we­hen (Press­we­hen)

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Letzte Aktualisierung: 11.06.2018, BH

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