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Heb­am­men­tipp: Schwan­ger­schafts­übel­keit

Frau leidet unter Morgenübelkeit
©
iStock
In Zusammenarbeit mit:
Schweizerischer Hebammenverband

Tie­fer Blut­zu­cker­spie­gel


Mehr als die Hälf­te al­ler schwan­ge­ren Frau­en lei­den be­son­ders zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft un­ter Übel­keit. Ty­pi­scher­wei­se ist die­ses un­an­ge­neh­me Ge­füh­le mor­gens am stärks­ten, es kann aber lei­der auch zu al­len an­de­ren Ta­ges­zei­ten prä­sent sein. 

Grund­sätz­lich be­güns­tigt ein tie­fer Blut­zu­cker­spie­gel die Übel­keit. Man­chen Frau­en hilft es dar­um, wenn sie sich abends vor dem Zu­bett­ge­hen ei­nen Zwie­back, Toast, Gris­si­ni, Knä­cke­brot oder eine Reis­waf­fe be­reit­le­gen und die­se noch vor dem Auf­ste­hen es­sen. Auch sor­gen häu­fi­ge­re, klei­ne­re Mahl­zei­ten für ei­nen sta­bi­len Blut­zu­cker­spie­gel und wer­den dar­um bes­ser ver­tra­gen.

Haus- und Le­bens­mit­tel, die hel­fen


  • Kräu­ter­tee (Pfef­fer­min­ze), Ing­wer- oder spe­zi­el­le Ma­gen­tees

  • Malz­bier

  • Mild­ge­sal­ze­ne Fleisch­brü­he

  • Kar­tof­fel­brei in klei­nen Por­tio­nen

  • Ing­wer in Form von Kek­sen, Tee, Pas­til­len, Bon­bons oder kan­diert. Ing­wer­was­ser kön­nen Sie sich mit fri­schem Ing­wer selbst her­stel­len, wenn Sie ihn ge­ho­belt oder ge­ras­pelt mit ko­chen­dem Was­ser über­brü­hen und et­was zie­hen las­sen. Oder pro­bie­ren Sie Gin­ger-Ale als Ge­tränk, am bes­ten mit et­was Frucht­saft ge­mischt.

  • Pfef­fer­minz­bon­bons 

  • Rie­chen Sie an ei­ner auf­ge­schnit­te­nen Zi­tro­ne, Man­da­ri­ne oder Grape­fruit oder an ei­nem Aro­ma-Öl, wie zum Bei­spiel Ba­si­li­kum, Kar­da­mom, Fen­chel, La­ven­del, Me­lis­se, Pfef­fer­min­ze, Rose, oder San­del­holz. Die Öle kön­nen auf ein "Schnup­per­tuch" ge­tropft, in eine Duft­lam­pe oder mor­gens ins Wasch­was­ser ge­ge­ben wer­den.

  • Le­gen Sie sich ei­nen La­ven­del­wi­ckel auf den Ma­gen. 12 Trop­fen äthe­ri­sches Öl wird in 1 Li­ter Was­ser ge­ge­ben und er­wärmt, dar­in dann ein Tuch trän­ken.

  • Sanf­te Bit­ter­stof­fe wie Feld­thy­mi­an und Hop­fen kön­nen hel­fen. Las­sen Sie sich in Ih­rer Apo­the­ke, Dro­ge­rie oder in Ih­rem Re­form­haus be­ra­ten.

  • Kau­en Sie gründ­lich Man­deln oder Erd­nüs­se. Man­chen Schwan­ge­ren hilft auch ein Kau­gum­mi.

  • Ka­mil­len-, Anis- und Fen­chel­tee

Wei­te­re Mass­nah­men ge­gen Schwan­ger­schafts­übel­keit


Ne­ben den ver­schie­de­nen Nah­rungs­mit­tel, die die Übel­keit lin­dern, kön­nen auch fol­gen­de Mass­nah­men hel­fen:

  • Aku­pres­sur des Pe­ri­kard 6-Punk­tes hat er­wie­se­ner­mas­sen eine po­si­ti­ve Wir­kung. Der Punkt liegt auf der In­nen­sei­te des Un­ter­arms drei Quer­fin­ger von der Beu­ge­fal­te des Hand­ge­lenks zwi­schen den bei­den gut tast­ba­ren Seh­nen. Drü­cken Sie an die­ser Stel­le – ab­wech­selnd links und rechts für je­weils eine Mi­nu­te – kräf­tig mit der Zei­ge­fin­ger­spit­ze. Ein­fa­cher geht es mit spe­zi­el­len Ak­ku­pres­sur­arm­bän­dern. Eine in Aku­punk­tur aus­ge­bil­de­te Heb­am­me kann Ih­nen hier hel­fen.

  • Riech­fläsch­chen mit äthe­ri­schen Ölen wir­ken gut. Hier ist es wich­tig, dass Sie nach Ih­rer Nase ge­hen und sich den an­ge­nehms­ten Duft aus­su­chen.

  • Ho­möo­pa­thie kann eben­falls hilf­reich sein, soll­te aber mit ei­ner in Ho­möo­pa­thie aus­ge­bil­de­ten Heb­am­me be­spro­chen wer­den.

Ge­gen die Übel­keit vor­beu­gen


Wenn Sie da­für sor­gen möch­ten, dass es Ih­nen gar nicht erst schlecht wird, kön­nen fol­gen­de Tipps hel­fen:

  • Ein Übel­keits-Ta­ge­buch hilft her­aus­zu­fin­den, in wel­cher Zeit und bei wel­chen Spei­sen die Übel­keit be­son­ders leicht ein­tritt.

  • Es­sen Sie kurz vor dem Schla­fen­ge­hen noch eine Klei­nig­keit - oder so­gar mit­ten in der Nacht.

  • Ste­hen Sie lang­sam auf, denn ein ab­rup­ter Wech­sel der Kör­per­hal­tung för­dert den Brech­reiz.

  • Wenn Ih­nen mor­gens beim Zäh­ne­put­zen übel wird, kau­fen Sie sich eine klei­ne Kin­der­zahn­bürs­te. Wenn auch das den Wür­greiz nicht ver­hin­dert, so kön­nen Sie vor­über­ge­hend die Zäh­ne mit dem Zei­ge­fin­ger und ganz we­nig Zahn­pas­ta säu­bern.

  • Ver­mei­den Sie stark ge­würz­te, sehr fett­hal­ti­ge und sau­re Spei­sen.

  • Ge­koch­tes Ge­mü­se und ein­ge­mach­tes, säu­re­ar­mes Obst wer­den bes­ser ver­tra­gen als fri­sche, rohe Pro­duk­te.

  • Trin­ken Sie viel, min­des­tens zwei Li­ter pro Tag – aber nicht wäh­rend des Es­sens. Auch das Lut­schen an ei­nem Eis­wür­fel kann hel­fen. Denn Flüs­sig­keits­auf­nah­me ist wich­tig und lin­dert die Übel­keit.

  • Ver­zich­ten Sie auf Kaf­fee, Al­ko­hol und Zi­ga­ret­ten, was so­wie­so selbst­ver­ständ­lich sein soll­te.

  • Mü­dig­keit ver­stärkt die Übel­keit. Gön­nen Sie sich vie­le Ru­he­pau­sen, aber lie­gen Sie mit et­was er­höh­tem Ober­kör­per. Ent­span­nungs­übun­gen so­wie meh­re­re Pau­sen wäh­rend der Ar­beit sind ein Muss für die Schwan­ge­re. 

  • Ein Spa­zier­gang an der fri­schen Luft tut vor­sorg­lich gut.

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Letzte Aktualisierung: 02.11.2021, KM

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