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Ich muss mei­ne Woh­nung un­be­dingt re­no­vie­ren. Ist es bes­ser, jetzt zu strei­chen oder wenn das Baby schon da ist?

Auch wenn Sie lö­sungs­mit­tel­freie, was­ser­lös­li­che oder bio­lo­gisch ab­bau­ba­re Far­be be­nut­zen, ent­ste­hen doch teil­wei­se Farb­dämp­fe, de­ren Un­be­denk­lich­keit in der Schwan­ger­schaft nicht be­wie­sen ist. Beim An­strei­chen der Wän­de in der gan­zen Woh­nung sind Sie den Farb­dämp­fen über län­ge­re Zeit aus­ge­setzt. Zu­min­dest in den ers­ten 12 Wo­chen der Schwan­ger­schaft soll­te man des­halb da­mit vor­sich­tig sein. Es soll­te aus­ser­dem kei­ne Anti-Schim­mel-Far­be sein, weil dar­in un­ge­sun­de Bio­zi­de ste­cken. Vlies- oder Vi­nyl-Ta­pe­ten kön­nen ge­sund­heits­schäd­li­che Weich­ma­cher ent­hal­ten.

Schwan­ge­re Frau­en soll­ten am bes­ten gar nicht zu Far­ben, Pin­sel und Ta­pe­ten grei­fen. Wer die Re­no­vie­rung wäh­rend der Schwan­ger­schaft nicht ver­mei­den kann, soll­te die Ar­bei­ten im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel durch­füh­ren las­sen, un­be­dingt gut lüf­ten, da­mit die Schad­stof­fe schnel­ler aus den frisch ge­stri­che­nen Räu­men ab­zie­hen, und auf kei­nen Fall in den frisch ge­stri­che­nen Zim­mern schla­fen.

Re­no­vie­ren wer­den­de El­tern das Zim­mer für ih­ren Nach­wuchs, soll­ten sie spä­tes­tens drei Mo­na­te vor der Ge­burt da­mit fer­tig sein. Dann bleibt ge­nü­gend Zeit, dass schäd­li­che Stof­fe aus­lüf­ten kön­nen. Denn auch für Säug­lin­ge sind die Dämp­fe mög­li­cher­wei­se schäd­lich. Bun­te Ta­pe­ten, frisch ge­stri­che­ne Wän­de und na­gel­neue Mö­bel und Tep­pi­che kön­nen Stof­fe aus­düns­ten, die das Im­mun­sys­tem der Klei­nen schwä­chen. Wenn sie die­se Sub­stan­zen ein­at­men, er­höht sich das Ri­si­ko für Heu­schnup­fen, Neu­ro­der­mi­tis, Asth­ma und Atem­wegs­er­kran­kun­gen. Die Aus­düns­tun­gen von Far­ben und Mö­beln kön­nen Un­ter­su­chun­gen zu­fol­ge auch schon ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Im­mun­sys­tem der un­ge­bo­re­nen Kin­der ha­ben, wenn die Mut­ter wäh­rend der Schwan­ger­schaft selbst re­no­viert oder sich lan­ge in frisch ge­stri­che­nen oder re­no­vier­ten Räu­men auf­hält. Dies ist mög­li­cher­wei­se die Ur­sa­che für spä­te­re Er­kran­kun­gen des Kin­des.

Egal ob Sie schwan­ger sind oder nicht: Mei­den Sie all­ge­mein Sub­stan­zen, die Dämp­fe ab­son­dern, wie Kleb- und Treib­stof­fe, che­mi­sche Rei­ni­gungs­stof­fe (Ben­zin, Ter­pen­tin), schnell­trock­nen­de An­strich­far­ben, La­cke, Ver­dün­ner (Lö­sungs­mit­tel) und Haus­halts­che­mi­ka­li­en wie Back­ofen­rei­ni­ger. Sol­che Stof­fe sind in der Re­gel nicht gif­tig, aber das Ein­at­men kann zu un­an­ge­neh­men Be­schwer­den füh­ren.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2019, BH

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