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Rote Augen
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Au­gen­er­kran­kun­gen


Au­gen­er­kran­kun­gen


Än­dert sich die Seh­schär­fe plötz­lich oder mehr­mals am Tag, kann das ein Zei­chen für ei­nen Schwan­ger­schafts­dia­be­tes sein – eine Form der Zu­cker­krank­heit, die erst­mals in der Schwan­ger­schaft auf­tritt: Durch die hor­mo­nel­le Um­stel­lung kann der Kör­per Zu­cker aus der Nah­rung nicht so schnell ver­ar­bei­ten wie vor der Schwan­ger­schaft. Durch die Blut­zu­cker­schwan­kun­gen kommt es zu Was­ser­ein­la­ge­run­gen in der Au­gen­lin­se, die die Brech­kraft ver­än­dern, so­dass das schar­fe Se­hen ver­lo­ren geht. Bei sol­chen An­zei­chen soll­ten Sie un­be­dingt ei­nen Au­gen­arzt auf­su­chen. Der Arzt kann mit ei­ner Spie­ge­lung des Au­gen­hin­ter­grun­des die Ge­fäs­se der Netz­haut un­ter­su­chen und dia­be­tes­be­ding­te Ver­än­de­run­gen er­ken­nen, be­vor die Stoff­wech­sel­er­kran­kung sich mit an­de­ren Sym­pto­men be­merk­bar macht. Frau­en, die be­reits vor der Schwan­ger­schaft ei­nen Dia­be­tes mel­li­tus hat­te, müs­sen eng­ma­schig über­wacht wer­den, da die dia­be­tes­be­ding­ten Ver­än­de­run­gen an der Netz­haut im Lau­fe der Schwan­ger­schaft be­hand­lungs­be­dürf­tig wer­den kön­nen.

Ach­tung

Verschwommenes Sehen oder Blitze vor den Augen sind alarmierende Symptome, die unbedingt ernstgenommen werden müssen. Sie können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein, vor allem im Zusammenhang mit Bluthochdruck und Eiweiss im Urin. Teilen Sie solche Symptome also unbedingt Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Hebamme mit.

Bis zu 10% al­ler Schwan­ge­ren lei­den – nicht sel­ten un­be­merkt – an Blut­hoch­druck. Bei vie­len Be­trof­fe­nen lässt sich der Hoch­druck an ei­ner ver­än­der­ten Netz­haut ab­le­sen. Dann muss drin­gend wei­ter un­ter­sucht wer­den, denn Blut­hoch­druck kann Mut­ter und Kind in Ge­fahr brin­gen.

Au­gen­er­kran­kun­gen las­sen sich auch in der Schwan­ger­schaft ohne Nach­tei­le für das un­ge­bo­re­ne Kind be­han­deln. Au­gen­trop­fen und -sal­ben kön­nen in der Re­gel wäh­rend Schwan­ger­schaft und Still­zeit an­ge­wen­det wer­den. So kön­nen wer­den­de Müt­ter etwa Her­pes (Aci­clo­vir-Sal­be), bak­te­ri­el­le Ent­zün­dun­gen (an­ti­bio­ti­sche Sal­ben aus der Grup­pe der Fluo­ro­qui­no­lo­ne oder Ami­no­gly­ko­si­de bzw. Ta­blet­ten aus der Wirk­stoff­grup­pe der Pe­ni­cil­li­ne oder Ce­pha­lo­spo­ri­ne) oder All­er­gi­en (lo­ka­le An­ti­hist­ami­ni­ka) am Auge be­han­deln, ohne ge­sund­heit­li­che Nach­tei­le für das Kind zu be­fürch­ten.

Muss der Au­gen­druck wäh­rend der Schwan­ger­schaft ge­senkt wer­den, gilt Ti­mo­lol als das Mit­tel der Wahl. Ist ein Ein­griff am Auge er­for­der­lich, soll­te nach Mög­lich­keit ört­lich be­täubt wer­den mit dem Wirk­stoff Bu­pi­va­cain.

Bei na­he­zu al­len Au­gen­er­kran­kun­gen ist eine nor­ma­le Ent­bin­dung mög­lich. We­der Kurz­sich­tig­keit noch ein Glau­kom, eine vor­he­ri­ge Netz­haut­ab­lö­sung oder eine vor­he­ri­ge Au­gen­ope­ra­ti­on sind ein Grund für ei­nen Kai­ser­schnitt.

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Letzte Aktualisierung: 31.12.2020, BH

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