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                              Mädchen hält sich die Hand an die Stirne

                              Pneu­mo­kok­ken-Er­kran­kung


                              Pneu­mo­kok­ken sind Bak­te­ri­en, die ver­schie­de­ne, mehr oder we­ni­ger schwe­re Krank­hei­ten ver­ur­sa­chen kön­nen: An­ge­fan­gen bei den un­an­ge­neh­men, aber nicht le­bens­ge­fähr­li­chen Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen, den be­reits ge­fähr­li­che­ren Lun­gen­ent­zün­dun­gen bis hin zu le­bens­be­droh­li­chen Er­kran­kun­gen wie Hirn­haut­ent­zün­dung und Blut­ver­gif­tung.

                              Nach­dem mit der Hib-Imp­fung (Imp­fung ge­gen Ha­emo­phi­lus in­flu­en­zae) die bis­lang schlimms­te Ge­fahr ei­ner Er­kran­kung an Hirn­haut­ent­zün­dun­gen ge­bannt wer­den konn­te, ste­hen nun die schwe­ren Pneu­mo­kok­ken-Er­kran­kun­gen an ers­ter Stel­le. Man schätzt, dass in der Schweiz jähr­lich 70 schwe­re Er­kran­kun­gen (Hirn­haut­ent­zün­dun­gen, Blut­ver­gif­tun­gen), 1'600 Lun­gen­ent­zün­dun­gen und 27'000 Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen so­wie 1 - 3 To­des­fäl­le bei Kin­dern un­ter 5 Jah­ren durch Pneu­mo­kok­ken ver­ur­sacht wer­den.

                              In den ers­ten Le­bens­jah­ren ist Ihr Kind be­son­ders durch die schwer­wie­gen­den, so ge­nannt in­va­si­ven Pneu­mo­kok­ken-Er­kran­kun­gen (Hirn­haut­ent­zün­dung, Blut­ver­gif­tung) be­droht. Das Ri­si­ko be­ginnt be­reits ei­ni­ge Wo­chen nach der Ge­burt, da die Ab­wehr­stof­fe, die vor der Ge­burt von der Mut­ter auf das Kind über­tra­gen wur­den, rasch ab­ge­baut wer­den, auch wenn das Kind ge­stillt wird. Pneu­mo­kok­ken­er­kran­kun­gen kön­nen un­ter Um­stän­den im Spi­tal noch be­han­delt wer­den. Oft kommt aber jede Hil­fe zu spät oder blei­ben­de Schä­den in­fol­ge der Er­kran­kung be­hin­dern Kin­der und Ju­gend­li­che le­bens­lang. Das Ri­si­ko ei­ner Pneu­mo­kok­ken­er­kran­kung nimmt bei Kin­dern mit gu­ter Ge­sund­heit ab dem Al­ter von zwei Jah­ren ab.

                              Die Imp­fung ge­gen die in­va­si­ve Pneu­mo­kok­ken­er­kran­kung (PCV13) soll­te des­halb so früh als mög­lich er­fol­gen und wird seit dem 2006 ärzt­lich emp­foh­len. Für ei­nen op­ti­ma­len Schutz sind drei Impf­do­sen not­wen­dig. Die Imp­fun­gen kön­nen gleich­zei­tig mit an­de­ren für Säug­lin­ge emp­foh­le­nen Imp­fun­gen ver­ab­reicht wer­den. Und zwar im Al­ter von 2, 4 und 12 Mo­na­ten. Es ist wich­tig das Impf­sche­ma ein­zu­hal­ten, um ei­nen recht­zei­ti­gen und wäh­rend des zwei­ten Le­bens­jah­res an­hal­ten­den Schutz zu er­rei­chen. Nach­holimp­fun­gen ge­gen Pneu­mo­kok­ken sind bis zum 5. Ge­burts­tag emp­foh­len. Die An­zahl Do­sen hängt vom Zeit­punkt der ers­ten Imp­fung ab. Las­sen Sie sich von Ih­rem Kin­der­arzt/Ih­rer Kin­der­ärz­tin be­ra­ten.

                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH
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