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Mutter schnallt Baby im Babysitz an

Mit dem Baby im Auto


Das Wich­tigs­te zu­erst: Ba­bys müs­sen im Auto im­mer ge­schützt wer­den. Kei­nen Me­ter Au­to­fah­ren ohne Si­che­rung im Kin­der­au­to­sitz! Und: Kin­der nie­mals al­lein im Auto las­sen!

Vie­le Klein­kin­der schla­fen im Auto im­mer am bes­ten. Wenn Sie mit dem Auto ver­rei­sen wol­len, ist es des­halb klug, über Nacht zu fah­ren oder in den sehr frü­hen Mor­gen­stun­den zu star­ten. Es gibt we­ni­ger Ver­kehr und die Son­ne kann den In­nen­raum nicht er­wär­men.

Es spricht je­doch auch nichts da­ge­gen, tags­über zu fah­ren. Wäh­len Sie dann die Zei­ten, in de­nen Ihr Baby so­wie­so schla­fen wür­de. Das ist si­cher kein Pro­blem, wenn es nicht zu heiss ist bzw. Sie eine Kli­ma­an­la­ge ha­ben (nur sanft ein­stel­len, nie­mals auf vol­le Kraft!) und Staustre­cken ver­mei­den. Kei­nes­falls dür­fen Sie wäh­rend der Fahrt die Fens­ter öff­nen! Das Klei­ne könn­te Zug­luft be­kom­men und sich er­käl­ten. Ein Blend­schutz oder eine ins Fens­ter ge­klemm­te Win­del bzw. feuch­tes Tuch ver­hin­dert, dass die pral­le Son­ne ins Auto scheint.

Tags­über soll­ten Sie spä­tes­tens alle zwei Stun­den Pau­se ma­chen, Ihr Baby aus dem Si­cher­heits­sitz neh­men und an der fri­schen Luft stram­peln las­sen. Be­we­gung in den Pau­sen tut na­tür­lich auch Ih­nen gut. Grund­sätz­lich dür­fen Sie nie­mals ein Kind im Som­mer al­lein im Auto las­sen! Der In­nen­raum heizt sich ex­trem schnell auf, um ca. 1°C pro Mi­nu­te. Da hilft auch ein halb­of­fe­nes Fens­ter nicht viel und bringt noch ge­fähr­li­che Zug­luft! Kin­der, v.a. Ba­bys, kön­nen ihre Kör­per­tem­pe­ra­tur noch nicht so gut durch Schwit­zen re­geln - ein Son­nen­stich ent­steht da sehr schnell, der in kur­zer Zeit zu ei­nem le­bens­ge­fähr­li­chen Hitz­schlag wer­den kann.

Wenn Ihr Kind zwi­schen­durch an­fängt zu quen­geln und be­schäf­tigt wer­den will, setzt sich am bes­ten ei­ner der El­tern nach hin­ten. Dann ist es gut, wenn schon beim Pa­cken auf dem Rück­sitz Platz ge­las­sen wur­de. Re­agie­ren Sie gleich auf das ers­te Zei­chen von Lan­ge­wei­le. Wenn Ihr Kind sich erst ein­mal "ein­ge­schrie­en" hat, kann es nichts mehr ab­len­ken. Wei­che Spiel­sa­chen, mit so kur­zen Bän­dern am Kin­der­sitz be­fes­tigt, dass das Baby sie grei­fen kann, sind ide­al. Die Hut­ab­la­ge muss da­ge­gen leer ge­räumt sein - flie­gen­de Ge­gen­stän­de im Auto sind zu ge­fähr­lich. Bun­te Bil­der, auf die Rück­sei­ten der vor­de­ren Sit­ze und an das Fens­ter ne­ben dem Kin­der­sitz ge­klebt, kön­nen Ba­bys Bli­cke im­mer wie­der auf sich zie­hen. Auch eine Spiel­uhr lenkt für ei­ni­ge Zeit ab.

Ge­ben Sie Ih­rem äl­te­ren Baby ab und zu ei­nen Zwie­back oder ein al­tes Bröt­chen zum Kau­en. Reich­lich Was­ser, un­ge­süss­ter Tee oder ver­dünn­ter Frucht­saft soll­te im­mer in Ih­rer Ta­sche sein, denn die Luft im Auto ist mit­un­ter sehr tro­cken. Eine PET-Fla­sche mit Was­ser und ein Wasch­lap­pen/Mull­win­del sind nütz­lich für ver­schmier­te Fin­ger­chen und ein ver­schwitz­tes Ge­sicht. Wei­te­re Tipps zu Es­sen und Trin­ken un­ter­wegs und was al­les im Hand­ge­päck sein soll­te, fin­den Sie hier.

Das Auto hat na­tür­lich den Vor­teil - und ver­führt auch dazu - dass Sie auf der Rei­se viel Ge­päck mit­neh­men kön­nen. Ein Ba­by­bett­chen, das im­mer mit­reist, ist ide­al – es be­ru­higt das Kind, weil es in sei­ner ge­wohn­ten Um­ge­bung schla­fen kann. Er­kun­di­gen Sie sich aber auch, ob man Sa­chen wie Kin­der­wa­gen, Rü­cken­tra­gen, Wi­ckel­auf­la­gen, Fla­schen­wär­mer und Ba­by­pho­ne nicht vor Ort aus­lei­hen kann. Ba­by­nah­rung, Pfle­ge­mit­tel und Win­deln ent­spre­chen in fast al­len eu­ro­päi­schen Län­dern und Nord­ame­ri­ka dem hie­si­gen Stan­dard.

Ist Ihr Baby sehr emp­find­lich, ist es mög­li­cher­wei­se sinn­voll, die Nah­rung für den gan­zen Ur­laub ein­zu­pa­cken. Die Ba­by­nah­rung in an­de­ren Län­dern schmeckt im­mer ein we­nig an­ders und kann auch in der Zu­sam­men­set­zung et­was von der hei­mi­schen ab­wei­chen. Ma­chen Sie in­ner­halb der Schweiz Fe­ri­en, be­kom­men Sie auf je­den Fall die ge­wohn­ten Sa­chen wie da­heim. Für un­ter­wegs und die ers­ten bei­den Tage soll­ten Sie aber doch bes­ser Pfle­ge­mit­tel, Win­deln und Nah­rung ein­pa­cken, falls Sie am Ziel nicht so­fort zum Ein­kau­fen kom­men.

Pa­cken Sie auf je­den Fall Was­ser­fläsch­chen und Win­deln nicht in den un­ters­ten Kof­fer, die wer­den Sie öf­ter brau­chen. Eben­so soll­ten Sie Wech­sel­klei­dung zur Hand ha­ben, falls sich das Baby voll­spuckt.

Die­se Din­ge kön­nen zu­sätz­lich nütz­lich sein und ma­chen Ih­rem Baby die Au­to­fahrt noch an­ge­neh­mer:

  • Als wich­tigs­ter Son­nen­schutz: Eine gut sit­zen­de Kopf­be­de­ckung, die auch den Na­cken schützt

  • Son­nen­dach für Ba­by­lie­ge­scha­len

  • Son­nen­schutz für Fens­ter­schei­ben

  • Ge­eig­ne­te Son­nen­creme für Kin­der mit ho­hem Schutz­fak­tor

  • Anti-In­sek­ten­creme oder –Lo­tion für emp­find­li­che Haut (ach­ten Sie auf Kin­der­ver­träg­lich­keit!) und ein Mos­ki­to­netz als In­sek­ten­schutz

  • Ther­mos­fla­sche mit ab­ge­koch­tem Was­ser für die Schop­pen­zu­be­rei­tung un­ter­wegs

  • Schop­pen­wär­mer. Es gibt auch An­schlüs­se für den Zi­ga­ret­ten­an­zün­der im Auto.

  • ei­ni­ge Beu­tel Kräu­ter­tee, z.B. Fen­chel, Anis und Küm­mel ge­gen Blä­hun­gen, Lin­den­blü­ten oder Ka­mil­le ge­gen Un­wohl­sein. 

  • Sitz­ver­klei­ne­rer für Neu­ge­bo­re­ne oder Früh­ge­bo­re­ne

  • Fuss­sack aus Lamm­fell für den Win­ter

Wenn Sie ins Aus­land rei­sen, braucht Ihr Baby wahr­schein­lich ei­ge­ne Rei­se­do­ku­men­te wie eine Iden­ti­täts­kar­te oder ei­nen Rei­se­pass.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wenn Sie meh­re­re Schop­pen­fla­schen vor­be­rei­ten, wer­den sie kalt. Lei­der kann man die fer­ti­ge Schop­pen­milch auch nicht in ei­ner Ther­mos­kan­ne mit­neh­men: In­ner­halb von nur ei­ner Stun­de kann die zu­be­rei­te­te Milch ran­zig wer­den. Die bes­te Lö­sung für Müt­ter, die mit ih­ren Ba­bys viel un­ter­wegs sind, ist …
kurz&bündigkurz&bündig
7/23/2020
Baby schläft im Maxicosi

Hitz­schlag im Auto

Im­mer wie­der wird da­vor ge­warnt, Tie­re oder Kin­der auf kei­nen Fall – auch nicht für kur­ze Zeit - im par­ken­den Auto …
Letzte Aktualisierung: 25.11.2019, BH / AS
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