Anzeige
ABC mit Kindern
©
iStock

Das gros­se Kin­der ABC


A wie ABS-So­cken


Wenn Ihr Kind zu Hau­se par­tout kei­ne Haus­schu­he tra­gen möch­te, Sie aber Par­kett- oder Plat­ten­bö­den ha­ben, eig­nen sich die ABS-So­cken sehr gut. Auch für Kin­der, die wäh­rend küh­le­ren Jah­res­zei­ten im Haus lau­fen ler­nen, sind sie prak­tisch. Gern ge­se­hen sind die­se So­cken eben­falls im Muki-Tur­nen.

Sie ken­nen die­se Nop­pen­so­cken viel­leicht auch un­ter dem Be­griff Stopp-So­cken oder Anti-Rutsch-So­cken. Es sind So­cken, die an der Soh­le mit Gum­mi­nop­pen ver­se­hen und so­mit rutsch­fest sind. Der Name ABS stammt aus der Au­to­mo­bil­bran­che und be­deu­tet An­ti­blo­ckier­sys­tem. Die Funk­ti­ons­wei­se ist nicht ganz die­sel­be, aber klu­ge Mar­ke­ting­köp­fe ha­ben den Be­griff auf die So­cken­welt über­tra­gen.

ABS Socken
©
iStock

B wie Bett­näs­sen


Un­ter Bett­näs­sen (En­ure­sis noc­turna) ver­steht man das Ein­näs­sen des Kin­des im Schlaf nach Voll­endung des fünf­ten Le­bens­jah­res. Es wer­den zwei For­men des Bett­näs­sens un­ter­schie­den:

Die pri­mä­re En­ure­sis hat häu­fig mit der kör­per­li­chen Rei­fe zu tun. Die Kin­der ha­ben oft noch nicht ge­lernt, die vol­le Bla­se im Schlaf wahr­zu­neh­men. Die­se Form kann fa­mi­li­är ge­häuft auf­tre­ten.

Bei der se­kun­dä­ren En­ure­sis spie­len psy­chi­sche Ur­sa­chen eine gros­se Rol­le. Nässt ein Kind wie­der ein, nach­dem es lan­ge tro­cken war, sind oft un­er­war­te­te Ver­än­de­run­gen im Le­ben des Kin­des die Ur­sa­che.

In der Schweiz sind zir­ka 90'000 Kin­der vom nächt­li­chen Ein­näs­sen be­trof­fen und vie­le wer­den ohne elek­tri­sche Weck­sys­te­me oder Me­di­ka­men­te tro­cken. Für die be­trof­fe­nen Kin­der ist dies je­doch eine schwie­ri­ge Pha­se. Als El­tern kön­nen Sie Ihr Kind un­ter­stüt­zen, in­dem Sie ganz of­fen mit ihm über das Bett­näs­sen spre­chen. Ma­chen Sie ihm klar, dass vie­le Kin­der dar­un­ter lei­den und es mit die­sem Pro­blem nicht al­lei­ne ist. Ge­ben Sie Ih­rem Kind saug­fä­hi­ge Un­ter­wä­sche. Es be­kommt da­mit ein Ge­fühl von Si­cher­heit und Sie ent­schär­fen den Stress­fak­tor Bett­näs­sen. Sei­en Sie ge­dul­dig mit Ih­rem Kind, denn in den meis­ten Fäl­len geht Bett­näs­sen in ab­seh­ba­rer Zeit von al­lei­ne wie­der vor­bei. Wenn Sie eine or­ga­ni­sche Ur­sa­che aus­schlies­sen möch­ten, las­sen Sie Ihr Kind vom Kin­der­arzt ab­klä­ren.

C wie Cha­os im Kin­der­zim­mer


Es gibt wohl kaum ein Kin­der­zim­mer, in dem nicht nach kür­zes­ter Zeit ein Cha­os herrscht. Le­go­stei­ne, Spiel­zeug­au­tos, Pup­pen, Farb­stif­te - al­les liegt wild durch­ein­an­der auf dem Bo­den.

Was El­tern als Un­ord­nung emp­fin­den, hat für Kin­der aber durch­aus eine Lo­gik, für sie muss es ge­nau so sein und oft sind sie auch stolz auf das Er­schaf­fe­ne. Im Spiel tau­chen Kin­der so tief in ihre Fan­ta­sie­welt ab, dass Auf­räu­men sie mas­siv stört. Un­ter­bre­chen Sie da­her das Spiel nicht mit der Auf­for­de­rung zum Auf­räu­men, son­dern war­ten Sie wenn mög­lich, bis die Kin­der fer­tig ge­spielt ha­ben. Bleibt da­für we­nig Zeit, kön­nen Sie das Auf­räu­men an­kün­di­gen und bei­spiels­wei­se ei­nen We­cker stel­len.

Auf­räu­men sel­ber ge­hört wohl bei den we­nigs­ten Kin­dern zur Lieb­lings­be­schäf­ti­gung. Um es ein we­nig span­nen­der zu ge­stal­ten, las­sen Sie ihr Kind mit dem Spiel­zeug-Last­wa­gen die Spiel­sa­chen auf­la­den oder die Farb­stif­te wie­der in ih­rer Schach­tel woh­nen. Hilf­reich ist es auch, wenn ge­wis­se Spiel­sa­chen ei­nen fes­ten Platz ha­ben, bei­spiels­wei­se eine Kis­te für die Bau­klöt­ze. Räu­men Sie nicht für Ihr Kind auf, dies will auch ge­lernt sein und spä­tes­tens im Kin­der­gar­ten wird es da­mit so­wie­so kon­fron­tiert.

D wie Dreck


Heut­zu­ta­ge wach­sen Kin­der in ei­nem sehr sau­be­ren und fast schon keim­frei­en Um­feld auf. Die Putz­mit­tel­in­dus­trie wirbt mir an­ti­bak­te­ri­el­len Rei­ni­gungs­mit­teln und macht uns da­mit ein schlech­tes Ge­wis­sen. Ih­rem Kind tun Sie da­mit aber nichts Gu­tes.

Nach dem heu­ti­gen Wis­sens­stand lei­den Kin­der, wel­che auf ei­nem Bau­ern­hof gross wer­den, 15-mal we­ni­ger an All­er­gi­en als ihre Al­ters­ge­nos­sen, die in ei­nem „nor­ma­len“ Haus­halt auf­wach­sen. Mit Kin­dern von Müt­tern, die als Schwan­ge­re täg­lich in ei­nem Tier­stall ge­ar­bei­tet ha­ben, ver­hält es sich ähn­lich. Sei­en Sie also nicht so streng mit sich selbst und Ih­rem Haus­halt, denn ein biss­chen Dreck ist ge­sund!

Kinder spielen mit Schlamm
©
iStock

E wie Ei­fer­sucht


Oft führt das Rin­gen um die Auf­merk­sam­keit und Zu­wen­dung der El­tern zu Ei­fer­sucht un­ter Ge­schwis­tern. Dies be­ginnt schon ganz früh, wenn das erst­ge­bo­re­ne Kind ein Ge­schwis­ter be­kommt. Hat­te es eine ge­wis­se Zeit die El­tern ganz für sich al­lei­ne, muss es sie nun tei­len und dann erst noch mit ei­nem süs­sen klei­nen Baby. Um die Auf­merk­sam­keit der El­tern zu er­lan­gen, fal­len ei­ni­ge Kin­der in eine Ba­by­pha­se zu­rück, möch­ten den Nug­gi, aus dem Schop­pen trin­ken oder eine Win­del an­zie­hen. Be­son­ders häu­fig ist die­ses Ver­hal­ten bei Kin­dern im Al­ter von zwei bis vier Jah­ren zu be­ob­ach­ten. Ge­ben Sie Ih­rem Kind die Zeit, sich an die neue Si­tua­ti­on zu ge­wöh­nen und ver­su­chen Sie, dem Ge­schwis­ter­kind eine Auf­ga­be zu ge­ben und es in die Ba­by­pfle­ge mit­ein­zu­be­zie­hen.

Aber auch bei äl­te­ren Kin­dern ist die Ei­fer­sucht un­ter Ge­schwis­tern all­ge­gen­wär­tig. Be­son­ders aus­ge­prägt ist sie bei gleich­ge­schlecht­li­chen Ge­schwis­tern mit ge­rin­gem Al­ters­ab­stand. Die Ri­va­li­tät ist be­son­ders gross, weil die Ge­schwis­ter um sehr ähn­li­che Be­dürf­nis­se buh­len und da­bei be­fürch­ten, den Kür­ze­ren zu zie­hen. Als El­tern kön­nen Sie ver­su­chen, die­se Ei­fer­sucht zu mi­ni­mie­ren, in­dem Sie - be­wusst und un­be­wusst - kei­nes der Kin­der be­vor­zu­gen. He­ben Sie die Stär­ken, Ta­len­te und po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten des ein­zel­nen Kin­des her­vor. Alle Ge­schwis­ter­kin­der gleich zu be­han­deln, ist bei­na­he un­mög­lich; viel­mehr kön­nen Sie ver­su­chen, den Be­dürf­nis­sen je­des Ein­zel­nen ge­recht zu wer­den.

F wie Fa­mi­li­en­bett


Das Fa­mi­li­en­bett (auch Co-Slee­ping oder Bed-Sharing ge­nannt) hat in den letz­ten Jah­ren an Be­deu­tung ge­won­nen. Mit dem Baby im El­tern­bett zu schla­fen, bringt für ei­ni­ge El­tern vie­le Vor­tei­le. Für die Müt­ter ist das Stil­len ein­fa­cher und sie kön­nen schnell wie­der ein­dö­sen. Aus­ser­dem er­rei­chen ei­ni­ge Müt­ter und Ba­bys eine nächt­li­che Har­mo­nie, sie durch­le­ben ihre Schlaf­pha­sen syn­chron und sind des­halb am Mor­gen aus­ge­schla­fen. Viel­fach wird be­rich­tet, dass Ba­bys im Fa­mi­li­en­bett schnel­ler und län­ger durch­schla­fen.

Vie­le El­tern ent­schei­den sich je­doch nicht be­wusst da­für, ihr Bett mit den Kin­dern zu tei­len, son­dern wer­den vom Nach­wuchs dazu „ge­zwun­gen“. In die­sem Fall ist es wich­tig, dass das Fa­mi­li­en­bett für alle Fa­mi­li­en­mit­glie­der eine ak­zep­ta­ble Lö­sung ist. Denn um ein har­mo­ni­sches Fa­mi­li­en­le­ben zu ge­währ­leis­ten, ist es wich­tig, dass alle ei­nen er­hol­sa­men Schlaf ha­ben. Wenn Sie sich als El­tern bei­spiels­wei­se in ih­rem Schlaf durch die Kin­der ge­stört füh­len oder die Zwei­sam­keit mit dem Part­ner ver­mis­sen, soll­ten Sie die Schlaf­si­tua­ti­on än­dern.

G wie Ge­mü­se es­sen


Kin­der soll­ten Ge­mü­se es­sen, schliess­lich lie­fert die­ses vie­le Vit­ami­ne - so heisst es über­all. Doch was, wenn das Kind sich aus­schliess­lich von Pas­ta ohne Sau­ce er­nährt? Ge­wis­se Stu­di­en be­sa­gen, dass es über eine be­stimm­te Zeit nicht schlimm ist, wenn das Kind kein Ge­mü­se isst. Aus­ser­dem mag es ja viel­leicht „we­nigs­tens“ Früch­te und deckt die feh­len­den Vit­ami­ne so ab.

An die­ser Stel­le ein paar Tipps, wie Sie Ih­rem Kind das Ge­mü­se schmack­haft ma­chen kön­nen:

  • Ver­su­chen Sie es im­mer wie­der mit neu­en Ge­mü­se­sor­ten und sei­en Sie ein gu­tes Vor­bild.

  • Kin­der brau­chen oft meh­re­re Ver­su­che, um sich an ei­nen neu­en Ge­schmack zu ge­wöh­nen. Er­mu­ti­gen Sie es des­halb dazu, im­mer ei­nen Löf­fel da­von zu kos­ten.

  • Nicht be­stra­fen, aber be­loh­nen.

  • Pro­bie­ren Sie es spie­le­risch: Der Broc­co­li hat heu­te aber eine lus­ti­ge Fri­sur und schme­cken Erb­sen etwa wie klei­ne grü­ne To­ma­ten?

  • Pü­rier­tes Ge­mü­se lässt sich gut in Sau­cen „ver­ste­cken“.

  • Wenn Sie die pü­rier­te Ge­mü­se­sup­pe nicht so nen­nen und mit knusp­ri­gen Sup­pen­per­len de­ko­rie­ren, wird sie viel­leicht ge­ges­sen.

  • Rei­chen Sie auch ein­mal ro­hes Ge­mü­se mit ei­nem Dip.

H wie Hoch­bett


Ein Hoch­bett hat vie­le po­si­ti­ve Ei­gen­schaf­ten. Es eig­net sich sehr gut, wenn im Kin­der­zim­mer we­nig Platz vor­han­den ist. So kann un­ter dem Bett zum Bei­spiel eine Höh­le, der Schreib­tisch des Schul­kin­des, eine Spiel­ecke oder die Ei­sen­bahn, de­ren Ge­lei­se so viel Platz be­an­spru­chen, ein­ge­rich­tet wer­den. Auch eine zu­sätz­li­che Ma­trat­ze für ei­nen klei­nen Über­nach­tungs­gast oder für Mama oder Papa wenn das Kind krank ist, hat dar­un­ter Platz.

Ei­nen Nach­teil hat ein Hoch­bett aber doch, auch wenn die­ser beim Kauf ger­ne als „nicht so schlimm“ ein­ge­stuft wird: So­bald Sie zum ers­ten Mal das Fix­lein­tuch wech­seln möch­ten, wer­den Sie wis­sen, wel­chen.

I wie Imp­fung


Auch wenn die Kin­der vor der Ge­burt durch die Pla­zen­ta und da­nach durch die Mut­ter­milch ge­wis­se Ab­wehr­stof­fe von der Mut­ter be­kom­men, muss der klei­ne Or­ga­nis­mus nach ei­ni­gen Wo­chen sel­ber ein Im­mun­sys­tem auf­bau­en. Dies ge­schieht in der Re­gel da­durch, dass das Kind wäh­rend der Krank­heit sel­ber An­ti­kör­per ge­gen die Er­re­ger pro­du­ziert.

Um dem Kind je­doch ge­wis­se Krank­hei­ten, wel­che ge­fähr­lich ver­lau­fen kön­nen, zu er­spa­ren, kann es da­ge­gen ge­impft wer­den. Da­bei wird bei der „ak­ti­ven“ Im­mu­ni­sie­rung mit dem Krank­heits­er­re­ger - in stark ab­ge­schwäch­ter Form - in Kon­takt ge­bracht. So wird der Kör­per dazu an­ge­regt, sel­ber Ab­wehr­stof­fe da­ge­gen zu pro­du­zie­ren. Die Krank­heit wird so­zu­sa­gen vor­ge­täuscht. Dies er­klärt auch, war­um ei­ni­ge Kin­der nach Imp­fun­gen Krank­heits­zei­chen wie zum Bei­spiel Fie­ber be­kom­men.

Da­ge­gen wer­den bei der „pas­si­ven“ Im­mu­ni­sie­rung die An­ti­kör­per di­rekt ver­ab­reicht.

Wäh­rend ei­ni­ge Imp­fun­gen le­bens­lan­gen Schutz ge­wäh­ren, müs­sen an­de­re in re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den auf­ge­frischt wer­den. Un­ter­schied­lich ist auch die Ver­ab­rei­chung: Es gibt Imp­fun­gen, bei de­nen eine Do­sis reicht, an­de­re brau­chen bis zu drei In­jek­tio­nen in mehr­mo­nat­li­chen Ab­stän­den.

J wie J+S (Ju­gend und Sport)


J + S ist ein Sport­för­de­rungs­pro­gramm des Bun­des für Kin­der und Ju­gend­li­che. Der Bund un­ter­stützt die Or­ga­ni­sa­to­ren von Sport­kur­sen und La­gern fi­nan­zi­ell, wel­che die J+S- Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len.

We­gen des zu­neh­men­dem Über­ge­wichts von Kin­dern wur­de 2009 das Pro­gramm „J+S-Kin­der­sport“ ge­star­tet. Die­ses för­dert viel­sei­ti­ge und kind­ge­rech­te Sport­an­ge­bo­te für Kin­der zwi­schen 5 und 10 Jah­ren in Ver­ei­nen und Schu­len. Die Kin­der kön­nen da­bei ihre per­sön­li­chen sport­li­chen Vor­lie­ben ent­de­cken.

So pro­fi­tie­ren heu­te Schwei­zer Schu­len und Ver­ei­ne von J+S-Leis­tun­gen. Un­ter­stützt wer­den An­ge­bo­te in rund 70 Sport­ar­ten mit ei­nem Bei­trag von über 60 Mio. Fran­ken pro Jahr.

K wie Kin­der­lie­der


Ob Sie nun sin­gen kön­nen wie eine Nach­ti­gall oder schon mit ein­fa­chen Me­lo­di­en Ihre lie­be Mühe ha­ben, spielt kei­ne Rol­le - Haupt­sa­che, Sie sin­gen mit Ih­ren Kin­dern. Schon Ba­bys lie­ben es, der ver­trau­ten Stim­men der El­tern zu lau­schen, auch wenn die­se Stim­men die Töne nicht im­mer per­fekt tref­fen. Spä­ter dann freu­en sich die Klei­nen an den Kin­der­lie­dern, in wel­chen Tie­re, der Lauf der Jah­res­zei­ten oder der Kin­der­all­tag be­sun­gen wer­den. Lan­ge­wei­le kommt da­bei be­stimmt nie auf, denn das Re­per­toire an tra­di­tio­nel­len und mo­der­nen Kin­der­lie­dern ist rie­sig. 

Sin­gen macht aber nicht nur Spass, es för­dert auch die Sprach­ent­wick­lung und weckt die Freu­de an der Mu­sik. Neu­ro­bio­lo­gi­sche und phy­sio­lo­gi­sche Stu­di­en ha­ben zu­dem er­ge­ben, dass Sin­gen zu ei­ner ver­mehr­ten Pro­duk­ti­on von Glücks­hor­mo­men führt und den Ab­bau von Ag­gres­si­ons­hor­mo­nen be­güns­tigt. War­um also nicht mal aus vol­ler Keh­le mit den Kin­dern sin­gen, um der schlech­ten Lau­ne den Gar­aus zu ma­chen?

L wie Läu­se


Kopf­läu­se zäh­len zu den so­ge­nann­ten „Men­schen­läu­sen“, was be­deu­tet, dass sie sich spe­zi­ell an den Men­schen an­ge­passt ha­ben und aus­schliess­lich auf ihm le­ben. Ih­ren na­tür­li­chen Le­bens­raum ha­ben Kopf­läu­se in der mensch­li­chen Kopf­be­haa­rung.

Kopf­laus­be­fall hat nichts mit der per­sön­li­chen Sau­ber­keit zu tun, es muss Ih­nen als El­tern des­halb nicht un­an­ge­nehm sein, wenn Ihr Kind von Kopf­läu­sen be­fal­len ist. Be­güns­tigt wird der Laus­be­fall bei Kin­dern durch den en­gen Kör­per­kon­takt, die Läu­se „sprin­gen“ von Kopf zu Kopf.

Wenn sich Ihr Kind auf­fäl­lig häu­fig am Kopf kratzt, su­chen Sie den be­haar­ten Kopf, den Be­reich hin­ter den Oh­ren und die Au­gen­brau­en nach Kopf­läu­sen ab. Wich­tig zu wis­sen ist da­bei, dass die Läu­se sel­ber meist nicht zu se­hen sind. Was Sie aber ent­de­cken kön­nen, sind die Ei­hül­len (Nis­sen) der Kopf­läu­se. Die­se sind un­ge­fähr 0.8mm lang und un­ter­schei­den sich von Schup­pen da­durch, dass sie fest am Haar haf­ten und sich nicht ab­strei­fen las­sen.

Ist Ihr Kind von Läu­sen be­fal­len, soll­ten Sie Lehr­per­so­nen und Be­treue­rIn­nen in­for­mie­ren. Be­han­deln Sie die Kopf­läu­se nach Vor­schrift mit ei­nem Mit­tel aus dem Fach­han­del und kon­trol­lie­ren Sie die Haa­re im­mer wie­der. Am bes­ten ver­wen­den Sie dazu ei­nen sehr eng­zin­ki­gen Läu­se­kamm.

M wie Mut­ter­lie­be


Ein al­ter Spruch be­sagt: „Über Mut­ter­lie­be kei­ne Lie­be“. Dies wi­der­spie­gelt die ver­brei­te­te Mei­nung, dass die Mut­ter­lie­be die ur­sprüng­lichs­te und stärks­te Form der Lie­be sein soll.

Den­noch ist Mut­ter­lie­be beim Men­schen aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht nicht nur na­tur­ge­ge­ben. Nüch­ter­ner be­trach­tet ist sie so­gar nichts an­de­res als ein Trick der Na­tur, Frau­en dazu zu brin­gen, sich Tag und Nacht um ih­ren Nach­wuchs zu küm­mern, das Baby zu be­schüt­zen, das ei­ge­ne Schlaf­be­dürf­nis in den Hin­ter­grund zu stel­len und durch­schnitt­lich 4500-mal pro Kind die Win­deln zu wech­seln.

Man weiss heu­te, dass der weib­li­che Kör­per nach der Ge­burt vom so­ge­nann­ten Lie­bes-Hor­mon Oxy­to­cin über­schüt­tet ist. Die­ses Hor­mon wird so­wohl wäh­rend der Ge­burt als auch wäh­rend des Stil­lens aus­ge­schüt­tet. So för­dern müt­ter­li­che Hor­mo­ne also Emo­tio­nen, die wir als Mut­ter­lie­be be­zeich­nen: das Ge­fühl, dass wir al­les für den ge­lieb­ten Mensch tun wür­den so­wie das Glück und die Ge­bor­gen­heit, die wir emp­fin­den, wenn wir mit ihm zu­sam­men sind.

Auch wenn man­che Stim­men mei­nen, Mut­ter­lie­be las­se sich nicht ab­strei­ten und jede Mut­ter müs­se die­se be­din­gungs­lo­se Lie­be beim ers­ten An­blick des Neu­ge­bo­re­nen ver­spü­ren, so gibt es doch im­mer wie­der Si­tua­tio­nen, in de­nen die Mut­ter zu Be­ginn ver­geb­lich auf die­ses Ge­fühl war­tet. Viel­leicht hat ihr die Ge­burt so­wohl kör­per­lich als auch emo­tio­nal alle Kräf­te ge­raubt und sie braucht et­was Zeit, um ihr Neu­ge­bo­re­nes ken­nen­zu­ler­nen, da­mit sie eine enge Bin­dung zu ihm auf­bau­en kann.

N wie Nug­gi­ab­ge­wöh­nung


Oft vom ers­ten Le­bens­tag an be­glei­tet der Nug­gi vie­le Ba­bys durch die ers­ten Klein­kin­der­jah­re, manch­mal so­gar bis ins Kin­der­gar­ten­al­ter. Ist der Nug­gi zu Be­ginn zur Be­frie­di­gung des na­tür­li­chen Saug­be­dürf­nis­ses, zur Be­ru­hi­gung und als Ein­schlaf­hil­fe ge­dacht, ge­wöh­nen sich vie­le Kin­der so sehr dar­an, dass sie ihn nicht mehr mis­sen möch­ten.

Vie­le El­tern ma­chen sich Sor­gen, dass sich das Ge­biss Ih­res Kin­des durch den Nug­gi ver­formt und spä­ter mit ei­ner Zahn­span­ge ge­rich­tet wer­den muss. Ex­per­ten ha­ben aber in den ers­ten drei bis ma­xi­mal vier Jah­ren nichts ge­gen den Nug­gi ein­zu­wen­den, eine Kie­fer­ver­for­mung hät­te nach die­ser Zeit noch eine gute Chan­ce, sich zu­rück­zu­bil­den.

Wenn das Kind sich den Nug­gi nicht von selbst ab­ge­wöhnt, müs­sen El­tern zu­wei­len et­was er­fin­de­risch sein. Als ers­tes ist es sinn­voll, die Nug­gi-Zeit ein­zu­schrän­ken. Zum Bei­spiel bleibt der Nug­gi im Bett lie­gen, wenn das Kind auf­steht. Da­mit ge­wöhnt es sich schon ein­mal dar­an, tags­über gröss­ten­teils ohne den Schnul­ler zu sein. Für den letz­ten Schritt, da­mit der Nug­gi ganz aus dem Le­ben des Kin­des ver­schwin­det, hilft oft eine Ge­schich­te. Zum Bei­spiel holt die Nug­gi­fee den Schnul­ler ab oder er kann dem Sa­mich­laus mit­ge­ge­ben wer­den, wenn die Jah­res­zeit pas­send ist. Oder der Schnul­ler wird per Post an eine Ge­heim­adres­se (Gross­el­tern, Got­ti oder Göt­ti) ver­schickt, von der dann ein paar Tage spä­ter auch ein klei­nes Ge­schenk für das gros­se, nug­gi­freie Kind zu­rück­kommt.

O wie Ohr­lö­cher


Heu­te wird das Ste­chen von Ohr­lö­chern Pier­cing ge­nannt, ist aber erst ab 16 Jah­ren er­laubt. Mit dem Ein­ver­ständ­nis der El­tern kön­nen je­doch be­reits Klein­kin­der Ohr­lö­cher be­kom­men. Ei­ni­ge El­tern ma­chen dies, weil es hübsch aus­sieht. Aus­ser­dem den­ken vie­le, dass das Baby kei­ne Angst vor dem Schmerz hat, da es noch nicht weiss, was pas­sie­ren wird.

Wenn Sie Ih­rem Baby be­reits Ohr­lö­cher ste­chen las­sen möch­ten, be­den­ken Sie Fol­gen­des: Es be­steht die Ge­fahr ei­ner In­fek­ti­on, da die Ohr­ste­cker schnel­ler ein­wach­sen und Kin­der­hän­de, die an ih­nen her­um­dre­hen, häu­fig nicht ge­nü­gend sau­ber sind. Aus­ser­dem könn­te das Kind Klein­tei­le der Ohr­ste­cker ver­schlu­cken, wenn die­se sich durch Her­um­ma­ni­pu­lie­ren lö­sen.

Wenn Sie Ih­rem Kind den Wunsch nach Ohr­lö­chern er­fül­len möch­ten, dann ach­ten sie auf eine pro­fes­sio­nel­le und hy­gie­ni­sche Durch­füh­rung, zum Bei­spiel in ei­ner Apo­the­ke oder bei ei­nem Ju­we­lier.

Soll­te sich das Ohr­loch nach ei­nem Ohr­loch­stich ent­zün­den, las­sen sie es gleich vom Kin­der­arzt be­han­deln, so ver­hin­dern sie all­fäl­li­ge Nar­ben­bil­dun­gen.

Und als klei­ner Tipp: Ver­bie­ten Sie Ih­rer prä­pu­ber­tä­ren Toch­ter nicht das Ohr­loch­ste­chen und las­sen Sie sie kurz vor Weih­nach­ten al­lei­ne zu Hau­se. Wenn ge­nau dann näm­lich der Göt­ti an­ruft und nach den Wün­schen fragt, zie­hen Sie den Kür­ze­ren.

P wie Pur­zel­baum


Nor­ma­ler­wei­se ist ein Kind mit un­ge­fähr 4 Jah­ren in der Lage, ei­nen Pur­zel­baum zu ma­chen. Laut der Stif­tung Pro Ju­ven­tu­te kann die Hälf­te der Kin­der­gar­ten­kin­der dies aber nicht mehr. Im­mer mehr Kin­dern fehlt das Gleich­ge­wicht, um auf ei­nem Bein zu ste­hen, ei­nen Ham­pel­mann zu ma­chen oder ei­nen Ball zu fan­gen. Der Grund da­für sei, dass sich vie­le Kin­der zu we­nig be­we­gen, vor al­lem zu we­nig draus­sen.

In­ter­es­san­ter­wei­se gibt es im­mer mehr äus­serst ak­ti­ve Kin­der, so dass die Sport­ver­ei­ne boo­men. Al­ler­dings wird auch von ei­ner Sche­re ge­spro­chen, die im­mer wei­ter aus­ein­an­der geht, weil es ge­nau­so häu­fig im­mer mehr äus­serst pas­si­ve Kin­der gibt, vor al­lem aus so­zi­al be­nach­tei­lig­ten Fa­mi­li­en.

Q wie Quen­geln


Im Klein­kind- und Kin­der­gar­ten­al­ter ist das Quen­geln am stärks­ten. Für El­tern ist ein quen­geln­des und nör­geln­des Kind oft eine gros­se Her­aus­for­de­rung und nicht sel­ten nei­gen sie dazu, da­hin­ter ein ab­ge­kar­te­tes Spiel des Kin­des zu ver­mu­ten, näm­lich die El­tern är­gern zu wol­len.

Dies ist aber kei­nes­falls das Ziel ei­nes quen­geln­den Kin­des. Viel­mehr bringt es da­mit sei­ne Un­zu­frie­den­heit zum Aus­druck. Nör­geln dar­über, dass es noch nicht vom Spiel­platz nach Hau­se will, ein Glace möch­te oder lie­ber ge­tra­gen wird statt zu lau­fen be­deu­tet, dass das Kind mit der Si­tua­ti­on, in der es sich be­fin­det, nicht ein­ver­stan­den ist.

Wenn Sie als El­tern in die­sen Si­tua­tio­nen rich­tig re­agie­ren möch­ten, dann ver­su­chen Sie, den Grund des Quen­gelns zu eru­ie­ren und dar­auf ein­zu­ge­hen. Schimp­fen und dro­hen nützt - wie so häu­fig - nicht. Im schlimms­ten Fall lei­det so­gar die Be­zie­hung zu Ih­rem Kind dar­un­ter.

Kind sitzt auf dem Boden und weint
©
iStock

R wie Rou­ti­ne


Als Rou­ti­ne wird eine Hand­lung be­zeich­net, die durch mehr­ma­li­ges Wie­der­ho­len zur Ge­wohn­heit wird. Das kann bei Kin­dern zum Bei­spiel das abend­li­che Zäh­ne­put­zen oder auch das Schu­he­bin­den sein.

Kin­der mö­gen kei­ne gros­sen Ver­än­de­run­gen und füh­len sich wohl, wenn sie die Si­tua­tio­nen, in de­nen sie sich be­fin­den, ken­nen. Ver­an­ker­te Rou­ti­nen hel­fen ih­nen da­bei, sich zu­recht­zu­fin­den und ge­ben ih­nen ein Ge­fühl von Ord­nung und Si­cher­heit.

Ge­ra­de am Abend hilft ein stets glei­cher Ab­lauf den Kin­dern, her­un­ter­zu­fah­ren, ru­hi­ger zu wer­den und leich­ter in den Schlaf zu fin­den.

Emp­foh­len wird üb­ri­gens auch eine Rou­ti­ne für die El­tern: Am Mit­tag, wenn die die Kin­der rou­ti­ne­mäs­sig Mit­tags­schlaf oder Sies­ta ma­chen, das­sel­be tun!

S wie Streit


Kin­der strei­ten oft, sehr oft so­gar. Ge­mäss Stu­di­en alle 20 Mi­nu­ten. Streit zieht sich durch die gan­ze Kind­heit und häu­fig ge­ra­ten die Kin­der we­gen Klei­nig­kei­ten an­ein­an­der, die nach kür­zes­ter Zeit wie­der ver­ges­sen sind.

Für das Selbst­wert­ge­fühl und die so­zia­le Kom­pe­tenz ei­nes Kin­des ist Strei­ten un­ge­mein wich­tig. Denn beim Strei­ten ler­nen Kin­der Kon­flik­te zu lö­sen und Kom­pro­mis­se zu schlies­sen. Aus­ser­dem üben sie so zu tei­len, zu tau­schen oder zu war­ten, bis sie an der Rei­he sind.

Für El­tern sind Strei­tig­kei­ten manch­mal schwie­rig aus­zu­hal­ten, vor al­lem wenn sie sehr häu­fig und sehr laut sind. Mit dem wie­der­hol­ten Ein­grei­fen in den Streit ver­hin­dern sie je­doch, dass die Kin­der das Strei­ten ler­nen. So­lan­ge die Strei­tig­kei­ten der Kin­der nicht grob und hand­greif­lich wer­den, soll­ten El­tern sich also zu­rück­hal­ten.

T wie Trotz­kopf


Wenn Sie sich wun­dern, war­um aus Ih­rem un­ge­fähr zwei­jäh­ri­gen En­gel plötz­lich ein to­ben­des Klein­kind ge­wor­den ist, dann ist Ihr Kind in der Trotz­pha­se an­ge­kom­men. Bis un­ge­fähr zum 4. Le­bens­jahr wird Ihr Kind mit gros­sem Nach­druck und manch­mal nicht zu über­hö­ren­der Wut sei­nen Un­mut äus­sern. Die­se Wut­aus­brü­che tre­ten oft mit To­ben, Brül­len und hef­ti­gem kör­per­li­chen Ein­satz auf.

Ob­wohl die El­tern meist das Ziel die­ser Re­ak­tio­nen sind, geht es dem Kind nicht dar­um, sie ab­sicht­lich zu är­gern. Die Trotz­pha­se ist viel­mehr ei­ner der wich­tigs­ten Ent­wick­lungs­schrit­te im Le­ben ei­nes Kin­des. Sie si­gna­li­siert die ers­te Ab­lö­sung von den El­tern, den Weg zum selbst­be­stimm­ten Han­deln und zur Selb­stän­dig­keit des Kin­des.

Als El­tern fällt es Ih­nen viel­leicht schwer, an­ge­sichts Ih­res schrei­en­den Spröss­lings die Ge­duld nicht zu ver­lie­ren. Ver­su­chen Sie den­noch, Ihr Kind zu ver­ste­hen und mög­lichst ru­hig und ge­las­sen zu re­agie­ren. Be­stra­fun­gen sind in die­sem Fall nicht sinn­voll und kön­nen den Wut­an­fall Ih­res Kin­des so­gar ver­stär­ken.

U wie Über­ge­wicht


Vie­le Kin­der in der Schweiz sind über­ge­wich­tig, seit den acht­zi­ger Jah­ren ist der An­teil der di­cken Kin­der um 50 Pro­zent ge­stie­gen. Die Grün­de da­für lie­gen auf der Hand: zu we­nig Be­we­gung und fal­sche Er­näh­rung.

Ver­tieft auf die­se bei­den Ur­sa­chen ein­zu­ge­hen, sprengt den Rah­men die­ses Ar­ti­kels. Die Fol­gen kön­nen für ein über­ge­wich­ti­ges Kind schwer­wie­gend sein. Zum ei­nen be­steht ein kör­per­li­ches Ge­sund­heits­ri­si­ko. Über­ge­wich­ti­ge Kin­der lei­den häu­fig an Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen, Blut­hoch­druck, Dia­be­tes Typ II oder am Schlaf-Apnoe-Syn­drom. Aus­ser­dem kann man sich vor­stel­len, dass die psy­chi­sche Be­las­tung durch Hän­se­lei­en und Aus­gren­zung rie­sig ist. Da­her kön­nen die­se Kin­der mit De­pres­sio­nen, Angst­zu­stän­den und Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten zu kämp­fen ha­ben.

Die schwe­ren psy­chi­schen und kör­per­li­chen Fol­gen, die Über­ge­wicht bei Kin­dern nach sich zieht, ma­chen deut­lich, dass die Früh­erken­nung und eine ent­spre­chen­de Be­hand­lung äus­serst wich­tig sind.

V wie Ver­gif­tun­gen


Neun­zig Pro­zent al­ler Ver­gif­tungs­un­fäl­le be­tref­fen Klein­kin­der im Al­ter von ei­nem bis fünf Jah­ren. Etwa die Hälf­te da­von ist auf Me­di­ka­men­te zu­rück­zu­füh­ren, wei­te­re ent­fal­len auf Haus­halts-Che­mi­ka­li­en wie Putz­mit­tel und aus­ser­dem auf gif­ti­ge Pflan­zen.

Häu­fig neh­men Kin­der die­se Gif­te un­be­ob­ach­tet zu sich. Wenn Ihr Kind also plötz­lich un­ter Er­bre­chen, Bauch­schmer­zen, Un­wohl­sein und aus­ge­spro­che­ner Mü­dig­keit lei­det, kann dies auf eine Ver­gif­tung hin­wei­sen.

Wenn Sie ein Ver­gif­tung bei Ih­rem Kind be­fürch­ten, gilt als Ers­tes: Be­wah­ren Sie Ruhe. Ganz klar ist dies ein­fa­cher ge­sagt, als ge­tan. Trotz­dem ist es un­ge­mein wich­tig, weil Sie als nächs­tes To­x­in­fo Su­is­se (Te­le­fon­num­mer 145) an­ru­fen und dort ge­nau be­schrei­ben müs­sen, was Ihr Kind wann und in wel­chen Men­gen ein­ge­nom­men hat. Ver­ab­rei­chen Sie Ih­rem Kind kei­ne Flüs­sig­keit oder brin­gen es zum Er­bre­chen, be­vor Sie mit dem Fach­per­so­nal ge­spro­chen ha­ben.

Na­tür­lich ist Vor­beu­gen bes­ser als Hei­len, dar­um gilt: Be­wah­ren Sie Putz­mit­tel, Me­di­ka­men­te, Hy­gie­ne- und Kos­me­tik­ar­ti­kel aus­ser Reich­wei­te von Kin­dern auf, noch bes­ser so­gar in ab­ge­schlos­se­nen Schrän­ken. Die knal­li­gen Far­ben man­cher Rei­ni­gungs­mit­tel wir­ken an­zie­hend auf Kin­der. Fül­len Sie die­se des­halb nie in Fal­schen um, die Kin­der als Trink­fla­schen ken­nen. Ach­ten Sie aus­ser­dem dar­auf, wel­che Pflan­zen bei Ih­nen im Haus oder Gar­ten wach­sen.

W wie War­zen


War­zen wer­den häu­fig von Vi­ren ver­ur­sacht und sind klei­ne, in der Re­gel gut­ar­ti­ge Ge­schwuls­te der obers­ten Haut­schicht.

Kin­der sind häu­fig von War­zen be­trof­fen, da ihr Kör­per noch nicht mit den ver­schie­de­nen Vi­ren ver­traut ist und zu­erst eine Im­mun­ab­wehr auf­bau­en muss. Da­durch, dass Vi­ren an­ste­ckend sind und Kin­der ei­nen en­gen Kör­per­kon­takt un­ter­ein­an­der ha­ben, wird die Ver­brei­tung von War­zen be­güns­tigt.

War­zen sind meist harm­los, brau­chen aber et­was Ge­duld. Es kann näm­lich bis zu zwei Jah­re dau­ern, bis sie wie­der ver­schwin­den.

X wie X-Bei­ne


Be­stehen beim Säug­ling meist leich­te O-Bei­ne, sind es beim Klein­kind zwi­schen zwei und fünf Jah­ren dann leich­te X-Bei­ne. Grund da­für ist das Wachs­tum der kind­li­chen Bein­kno­chen, die sich lau­fend der sich än­dern­den Ge­wichts­ver­tei­lung an­pas­sen. Bis zum Schul­ein­tritt kommt es bei der Mehr­zahl der Kin­der zur Be­gra­di­gung der Bei­ne.

Da­mit sich Mus­keln und Kno­chen der Kin­der­bei­ne op­ti­mal ent­wi­ckeln, ist Be­we­gung un­er­läss­lich!

Y wie (Kin­der-) Yoga


Yoga wirkt ent­span­nend und stärkt Kör­per und Geist. Was bei Er­wach­se­nen so be­liebt ist und gut tut, kann bei Kin­dern auch funk­tio­nie­ren. Es schult das Kör­per­be­wusst­sein, lernt zu ent­span­nen und stärkt die Mus­ku­la­tur.

Für klei­ne Yo­gis wird die Stun­de spie­le­risch ge­stal­tet, die Übun­gen sind meist in eine phan­ta­sie­vol­le Ge­schich­te ein­ge­baut. Den Kin­dern fal­len die Be­we­gun­gen, die für Er­wach­se­ne oft eine Her­aus­for­de­rung sind, häu­fig viel leich­ter.

Kin­de­ryo­ga wird im­mer be­lieb­ter, denn im­mer häu­fi­ger füh­len sich Kin­der vor al­lem durch die Schu­le ge­stresst und wün­schen sich mehr Ent­span­nung.

Junge sitzt im Schneidersitz auf dem Boden
©
iStock

Z wie Zahn­pas­ta


Zahn­pas­ta für die Zahn­rei­ni­gung soll­te ab dem ers­ten Milch­zahn ver­wen­det wer­den. So­lan­ge die Kin­der die Zahn­pas­ta noch schlu­cken, wird emp­foh­len, eine spe­zi­el­le Kin­der­zahn­pas­ta zu ver­wen­den, denn die­se ent­hält we­ni­ger Fluo­rid als eine Zahn­creme für Er­wach­se­ne. Fluo­ri­de här­ten den Schmelz und ma­chen ihn wi­der­stands­fä­hi­ger ge­gen Säu­re­an­grif­fe.

Ab 6 Jah­ren soll­te die Ju­ni­or-Zahn­pas­ta ver­wen­det wer­den. Sie ist im Ge­schmack mild wie eine Kin­der­zahn­pas­ta, ent­hält aber die not­wen­di­ge Men­ge an Fluo­ri­den.

Wenn dann der ers­te blei­ben­de Zahn durch­ge­bro­chen ist, soll­ten Kin­der eine Zahn­pas­ta mit mög­lichst ho­her Fluo­rid­kon­zen­tra­ti­on ver­wen­den. Da der Zahn­schmelz noch nicht voll aus­ge­här­tet ist, be­steht hier ein be­son­ders ho­hes Ka­ri­es-Ri­si­ko.

Letzte Aktualisierung: 17.03.2020, KM
Anzeige
Anzeige