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Mutter mit Säugling am Telefon
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In­for­mie­ren Sie Ihre Ver­si­che­run­gen


Am Ende der Schwan­ger­schaft ist es rat­sam, die Ver­si­che­run­gen über den er­war­te­ten Fa­mi­li­en­zu­wachs zu in­for­mie­ren.  Sie wer­den stau­nen, wie vie­le Po­li­cen Sie ha­ben! Schau­en Sie ge­nau nach, da­mit Sie kei­ne ver­ges­sen – die meis­ten soll­ten dar­über in­for­miert wer­den, dass Sie nun ein Baby ha­ben. Für ei­ni­ge gilt be­son­de­re Dring­lich­keit.

Kran­ken­ver­si­che­rung


Neu­ge­bo­re­ne müs­sen in­ner­halb von drei Mo­na­ten bei ei­ner Kran­ken­kas­se ge­gen Krank­heit und Un­fall ver­si­chert wer­den. Wird die­se Frist ein­ge­hal­ten, gilt der Ver­si­che­rungs­schutz vom Zeit­punkt der Ge­burt an.

Das ist üb­ri­gens zwin­gend: Auch wenn Ihr Baby krank wird oder krank ge­bo­ren wur­de, müs­sen es die Kas­sen der Grund­ver­si­che­rung (nicht je­doch der Zu­satz­ver­si­che­rung; sie­he un­ten) ohne Vor­be­hal­te auf­neh­men.

Grund­ver­si­che­rung


Wer in der Schweiz lebt, muss ob­li­ga­to­risch in ei­ner Grund­ver­si­che­rung ei­ner Kran­ken­kas­se ver­si­chert sein.

Da die Leis­tun­gen aus der Grund­ver­si­che­rung bei al­len Kran­ken­kas­sen gleich sind, ist ein Prä­mi­en­ver­gleich emp­feh­lens­wert. Und: Las­sen Sie sich nicht von Fa­mi­li­en­ra­bat­ten blen­den. Die­se sind meist so ge­ring, dass sich das Ein­ho­len von Of­fer­ten gleich­wohl lohnt.

Die Grund­ver­si­che­rung bie­tet ei­nen sehr weit­rei­chen­den Schutz, weil prak­tisch alle not­wen­di­gen me­di­zi­ni­schen Kos­ten ab­ge­deckt sind.

Zu­satz­ver­si­che­rung


An­ge­bo­ten wer­den mehr oder we­ni­ger weit­rei­chen­de Zu­satz­ver­si­che­run­gen, wel­che in den meis­ten Fäl­len auch be­reits vor der Ge­burt ab­ge­schlos­sen wer­den kön­nen und soll­ten.

Wich­tig: Da bei nach der Ge­burt be­an­trag­ten Zu­satz­ver­si­che­run­gen eine Ge­sund­heits­de­kla­ra­ti­on aus­ge­füllt wer­den muss (im Un­ter­schied zur Grund­ver­si­che­rung; sie­he oben), kann die Kas­se Leis­tungs­vor­be­hal­te an­brin­gen, falls es vor oder wäh­rend der Ge­burt zu Kom­pli­ka­tio­nen kam.

In be­stimm­ten Fäl­len kann so­gar kei­ne Zu­satz­ver­si­che­rung mehr ab­ge­schlos­sen wer­den. Falls Sie also eine Zu­satz­ver­si­che­rung für Ihr Baby ab­schlies­sen wol­len, dann un­be­dingt vor der Ge­burt. Nur we­ni­ge der mög­li­chen Zu­satz­ver­si­che­run­gen sind für Ba­bies wirk­lich sinn­voll, so z.B. eine Zahn­kor­rek­tur­ver­si­che­rung, die man auch un­be­dingt schon bald nach der Ge­burt ab­schlies­sen soll­te, weil die Ver­si­che­rer die Kin­der spä­ter kaum mehr auf­neh­men.

Auf an­de­re, wie den Halb­pri­vat- oder Pri­vat-Spi­tal­zu­satz, kann in den meis­ten Fäl­len ver­zich­tet wer­den, denn es gibt in den meis­ten Schwei­zer Spi­tä­lern nur all­ge­mei­ne Kin­der­ab­tei­lun­gen oder sehr we­ni­ge Pri­vat­zimm­mer. Klä­ren Sie dies aber im Ein­zel­fall mit Ih­rer Kran­ken­kas­se und den um­lie­gen­den Spi­tä­lern ab. We­nig sinn­voll ist auch eine Ver­si­che­rung, die sich nur an den Kos­ten der Zahn­pfle­ge­leis­tun­gen be­tei­ligt, aber nicht an den teu­ren Zahn­stel­lungs­kor­rek­tu­ren.

Ein Gross­teil der Kran­ken­kas­sen bie­tet eine Zu­satz­ver­si­che­rung für na­tur­heil­kund­li­che Heil­ver­fah­ren an, bei ei­ni­gen ist dies auch schon ein­ge­schlos­sen.

Gut zu wis­sen

IN­TER­VIEWS

Prä­mi­en­frei vor der Ge­burt Kran­ken­kas­se fürs Baby ab­schlies­sen


Nut­zen Sie un­be­dingt die­se Mög­lich­keit; da­mit Ihr Kind ab der Ge­burts­mi­nu­te schon ver­si­chert ist. Sie spa­ren sich so al­len­falls spä­te­re Dis­kus­sio­nen. Die­se Vor­ge­burts­an­mel­dung lei­ten Sie te­le­fo­nisch oder noch bes­ser übers In­ter­net Ih­rer Kran­ken­kas­se ein, un­ter An­ga­be der ge­wähl­ten Jah­res­fran­chise. Sie er­hal­ten dann ei­nen schrift­li­chen An­trag, den Sie un­ter­schrie­ben zu­rück­sen­den müs­sen. 

Un­fall­ver­si­che­rung


Die Un­fall­ver­si­che­rung ist in der Schweiz ob­li­ga­to­risch. Sie kön­nen eine Un­fall­ver­si­che­rung für ihr Kind  über die Grund­ver­si­che­rung ab­schlies­sen.

To­des­fall­ver­si­che­rung


Eine Le­bens­ver­si­che­rung si­chert Ihre Fa­mi­lie im Fal­le Ih­res To­des ab. Das ist be­son­ders für El­tern wich­tig, denn Sie wer­den für das Wohl­erge­hen und die Aus­bil­dung Ih­rer Kin­der vor­sor­gen wol­len. Aus­ser­dem kön­nen Sie eine Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ab­schlies­sen, die Ih­nen eine mo­nat­li­che Ren­te ga­ran­tiert, soll­ten Sie durch Krank­heit oder Un­fall ar­beits­un­fä­hig wer­den. Man­che Ver­si­che­run­gen de­cken bei­des ab. Eine Le­bens­ver­si­che­rung wird bei Ab­le­ben des Ver­si­che­rungs­neh­mers fäl­lig. Sie wird au­to­ma­tisch an die in der Ver­si­che­rung ge­nann­te Per­son aus­be­zahlt, in der Re­gel an den nächs­ten An­ge­hö­ri­gen. Es ist also wich­tig, die oder den Nutz­nies­ser ge­nau zu de­fi­nie­ren. Ver­ges­sen Sie auch nicht, Ihre Kin­der in die Ver­si­che­rung mit auf­zu­neh­men. Es ist rat­sam, wenn bei­de El­tern­tei­le eine sol­che Ver­si­che­rung ab­schlies­sen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Seit­dem im Jahr 2000 die Still­be­ra­tung als Leis­tung der Kran­ken­kas­sen ge­setz­lich ver­an­kert wur­de, wird das Still­geld nicht mehr au­to­ma­tisch an alle stil­len­den Müt­ter aus­be­zahlt. Ei­ni­ge be­son­ders still­freund­li­che Kran­ken­ver­si­che­rer ent­rich­ten aber auch wei­ter­hin ein Still­geld auf frei­wil­li­ger Ba­sis …
Letzte Aktualisierung: 30.04.2021, PvE / CF / AS
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