Schutz vor Zecken
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Schutz vor Zeckenbissen

Zecken stechen bzw. beissen und saugen Blut und können sowohl die durch Viren verursachte Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) als auch die bakterielle Borreliose übertragen. Borrelien liegen im Mitteldarm der Zecke. Nach Beginn des Blutsaugens beginnen diese ihren Stoffwechsel zu aktivieren. Erst nach etwa 24 Stunden wandern sie aktiv in die Speicheldrüsen der Zecke ein. Ab dann wird sie normalerweise in die Stichwunde übertragen. Bei Jungzecken (Nymphen) hingegen ist die Erregerübertragung schnell: Die Bakterien Borrelia Burgdorferi nisten sich schon eine halbe bis eine Stunde nach dem Stich in die menschliche Haut ein. Gegen FSME können Sie Ihr Kind ab einem Alter von einem Jahr impfen lassen. Gegen Borreliose gibt es keinen Impfschutz.

Zecken: Vorbeugen und Entfernen

So beugen Sie einem Zeckenbiss vor

So entfernen Sie eine Zecke bei Ihrem Kind

Unsere praktische Checkliste "Zecken vorbeugen"

Unsere praktische Checkliste "Zecken richtig entfernen"


Gegen einen Zeckenstich bzw. Zeckenbiss schützen Sie Ihr Kind mit einer Kopfbedeckung, langen Hosen und langärmeligen T-Shirts. Nach jedem Spaziergang im Wald suchen Sie Ihr Kind sorgfältig ab, auch im Kopfbereich. Auch die Insektenschutzmittel Anti Brumm Kids, Phytopharma Anti Insect Kids (forte ab 2 Jahren) und Anti Zecken Stopp) wirken zur Abwehr gegen Zecken.

Finden Sie eine Zecke, sollten Sie sie gleich entfernen, zur Not mit den Fingernägeln gerade nach oben. Mit einer Pinzette oder Zeckenzange geht es besser: greifen Sie die Zecke möglichst dicht an der Haut. Dann ziehen Sie sie ohne zu drehen oder zu quetschen heraus. Öl oder Klebstoff sollte nicht verwendet werden, weil dann die Zecke in ihrem Todeskampf gerade Bakterien freilässt. Noch schonender geht die Entfernung mit einer sogenannten Zeckenkarte.

Zeckeninformationen im Internet

Newsticker

Zeckenland Schweiz | 19.02.2019

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) will das gesamte Land zum FSME-Risikogebiet erklären. Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist zuletzt immer häufiger aufgetreten. 2018 wurden 380 FSME-Fälle gezählt – 40 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viel wie 2016. Das BAG hofft nun, den Trend mit der eindeutigen Impfempfehlung umkehren zu können und die Impfrate zu verbessern: „Wir wollen, dass die Zahl der Ansteckungen wieder sinkt“, sagte der Leiter der Sektion Impfempfehlungen beim BAG, Mark Witschi. Derzeit sind nur rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung gegen FSME geimpft. Bei 100 Menschen, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, bricht die Krankheit Experten zufolge bei etwa 30 aus.

Letzte Aktualisierung : 28-04-19, BH/AS

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