Wohlbefinden in der Schwangerschaft: Sauna

Sauna und Dampfbad

Saunieren ist eine herrliche Form der Gesundheitspflege und Entspannung. Auch in der Schwangerschaft sind Saunabäder durchaus erlaubt, wenn Ihre Hebamme oder Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin keine medizinischen Bedenken haben.

In einer unkomplizierten Schwangerschaft können Sie ruhig weiterhin saunieren, vor allem, wenn Sie daran gewöhnt sind. Regelmässige Schwitzbäder mit dem anschliessenden Abkühlen im kalten Wasser sind ein ideales Gefäss- und Kreislauftraining, stimulieren die Abwehrkräfte und fördern die Hauterneuerung. Muskelverspannungen lösen sich in der Wärme der Sauna auf, und durch das ruhige und gleichmässige Atmen entspannt sich auch die Seele.

Allerdings kann es auch sein, dass Sie in der Schwangerschaft starke Hitze nicht mehr so gut vertragen können. Verlassen Sie die Sauna immer sofort, wenn es unangenehm wird. Auch wenn Ihr Kreislauf nicht mehr so gut mitspielt und Ihnen schwindelig wird, sollten Sie lieber eine Pause einlegen. Und selbstverständlich sollten Sie jetzt niemals alleine in die Sauna gehen.

Eine empfehlenswerte Alternative ist die Biosauna. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 45% höher und die Temperatur mit ca. 60°C tiefer als bei der normalen Sauna.

Neben der klassischen finnischen Sauna findet man immer häufiger auch ein Dampfbad - eine Wohltat für Körper und Seele. Mit einer Temperatur von 40 bis 50°C und nahezu 100% Luftfeuchtigkeit werden Kreislauf und Durchblutung angeregt, die Atemwege befeuchtet und die Hautporen geöffnet. Das Dampfbad ist für Schwangere in der Regel nicht ganz so anstrengend wie die Sauna, manchmal allerdings belastet feuchte Hitze den Kreislauf sogar noch mehr als trockene Hitze. In Verbindung mit Eukalyptus kann das Dampfbad zur Linderung von Erkältungskrankheiten beitragen.

Eine schöne Alternative zur Sauna ist ein türkisches Dampfbad, ein sogenannter Hamam (oder Hammam). Dort liegen die Temperaturen zwischen 40 und 60 °C. Im türkischen und arabischen Raum geht man durchaus bis vier Wochen vor dem Geburtstermin ins Hamam, um sich durch Entspannung auf die Geburt vorzubereiten.

Aus hygienischen Gründen sollten Sie als werdende Mutter besser auf Whirlpool oder Jacuzzi verzichten. Das körperwarme Wasser im Sprudelbecken wird nicht sehr häufig ausgetauscht und ist ein idealer Nährboden für Krankheitskeime aller Art. Schwangere haben ein verändertes Scheidenmilieu und reagieren sehr schnell mit vaginalen Infektionen.

Letzte Aktualisierung: 02.2018, AG