Listeriose: Empfehlungen des BAG
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Welche Käsesorten sind unbedenklich? - Die offiziellen Listeriose-Empfehlungen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) gibt folgende Empfehlungen für den Konsum von Milch und Milchprodukten zur Vermeidung einer Infektion mit Listeria monocytogenes (Listeriose) während der Schwangerschaft:

  • Zu vermeiden sind Rohmilch sowie Weich- und Halbhartkäse aus roher, thermisierter und pasteurisierter Milch
  • Unbedenklich ist der Verzehr von Extrahart- und Hartkäse aus roher, thermisierter und pasteurisierter Milch. Die Rinde ist zu entfernen.
  • Es sollen nur Milch und Milchprodukte (Joghurt, usw.) konsumiert werden, die einer Pasteurisation, Hochpasteurisation oder UHT-Behandlung unterzogen wurden.
  • Weitere gefährliche Lebensmittel: Rohkost, rohes oder ungenügend gekochtes Fleisch sowie roher Fisch und Meeresfrüchte, aber auch pflanzliche Lebensmittel (z.B. vorgeschnittene Salate)
  • Achten Sie auf eine gute Küchenhygiene, korrekte Lagertemperatur und das Haltbarkeitsdatum der Produkte.
  • Wichtig zu wissen ist, dass sich Listerien bei tiefen, sogar sehr tiefen Temperaturen entwickeln können: Sie vermehren sich bei Temperaturen zwischen 0 und 45°C! Sie sind hitzeempfindlich und werden beim Kochen (30 Minuten bei 60°) zerstört.

Es hat sich gezeigt, dass mit den Produktkategorien „Milch“, „Weichkäse“, „Halbhartkäse“ sowie „Extrahart und Hartkäse“ nicht alle Fragen rund um den Konsum von Milch und Milchprodukten in der Schwangerschaft beantwortet werden können. Daher wird im Folgenden eine erweiterte Liste aufgeführt:

Der Konsum folgender Milch und Milchprodukte sollte während der Schwangerschaft vermieden werden:

  • Rohmilch und Rohrahm
  • Butter aus nicht pasteurisiertem Rahm oder aus nicht pasteurisierter Käsemolke
  • Halbhartkäse aus roher und pasteurisierter Milch (z.B. Tête-de-Moine, Tilsiter, Leerdamer, Fol Epi, ungeschmolzener Raclette)
  • Geschmierte Käse aus roher, thermisierter und pasteurisierter Milch (z.B. Limburger, Rocamadour, Münsterkäse, Appenzeller)
  • Weichkäse aus roher, thermisierter und pasteurisierter Milch
  • Blauschimmelkäse
  • Frischkäse in stückiger Form, gewürzt und ungewürzt (z.B. Formaggini, Schaf- und Ziegenfrischkäslein, Apérokäslein)
  • Feta

Diese Milch und Milchprodukte können während der Schwangerschaft ohne Bedenken konsumiert werden:

  • Pasteurisierte, hochpasteurisierte und UHT-Milch
  • Hobelkäse oder Reibkäse
  • Hartkäse aus Rohmilch oder pasteurisierter Milch, Rinde vor dem Konsum entfernen (z.B. Emmentaler, Gruyère/Greyerzer)
  • Extrahartkäse aus Rohmilch oder pasteurisierter Milch, Rinde vor dem Konsum entfernen (z.B. Parmesan, Grana Padano, Sbrinz)
  • Joghurt und andere Sauermilchprodukte
  • Frischkäse aus pasteurisierter Milch und abgefüllt wie Quark, Hüttenkäse, Streichfrischkäse (z.B. Philadelphia, Gala, Cantadou, Boursin, Le Tartare), Ricotta
  • Ziger
  • Schmelzkäse
  • Fondue und andere geschmolzene oder erhitzte Käse (Raclette, zum Überbacken verwendeter Käse, gegrillter Käse)
  • Mozzarella aus Kuh-, Büffel- oder Schafmilch (pasteurisiert)

Weitere Informationen:
1. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, pdf zum Download unter http://www.blv.admin.ch/
2. Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, http://www.sge-ssn.ch/ ,Tel. 031 385 00 08

Letzte Aktualisierung : 04-12-19, BH

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