Kind mit Maiglöckchen
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Achtung: Giftpflanzen im Garten

Besonders im Frühling und Herbst verlocken bunte Blüten und Beeren die Kinder dazu, Pflanzenteile in den Mund zu stecken. Entsprechend wächst die Sorge der Eltern.

Im allgemeinen wird die Giftigkeit von Pflanzen jedoch eher übertrieben. Eine Pflanze die Bauchweh macht ist nicht unbedingt giftig. Ausserdem schmecken die meisten giftigen Pflanzen und Früchte nicht sehr gut, sodass ein Kind die Pflanzenteile oft schnell wieder ausspuckt und die eingenommene Menge gering bleibt.

Übelkeit oder leichtes Erbrechen sind dann möglicherweise die Folge, schwere Vergiftungserscheinungen oder gar Todesfälle sind glücklicherweise extrem selten. Es gibt eine Faustregel, nach der Kinder eine Beere jeder heimischen Pflanze unbeschadet essen können. Im Zweifelsfall gilt für Kinder jedoch immer: Finger weg!

Hier ist eine Auswahl an Giftpflanzen, die in unseren Gärten häufig zu finden sind und bei denen Vorsicht geboten ist:

  • Alpenveilchen
  • Aronstab
  • Blauregen (Wisteria sinensis)
  • Eibe (Taxus baccata)
  • Eisenhut
  • Engelstrompete
  • Fingerhut
  • Gelbe Narzisse
  • Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Herbstzeitlose
  • Ligusterbeeren
  • Kirschlorbeer (schon 10 Beeren können für Kinder tödlich sein)
  • Maiglöckchenblätter
  • Nachtschattengewächse (Solanumarten wie Korallenbäumchen, v.a. Tollkirsche=Atropa belladonna)
  • Oleander
  • Pfaffenhütchen
  • Riesen-Bärenklau
  • Seidelbast (Daphne merezeum)
  • Spindelstrauch, Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Spillbaum,
  • Spindelstrauch(Euonymus europaeus)
  • Stechapfel
  • Stechpalme
  • Thuja
  • Wacholder (v.a. Arten mit Schuppenblättern)
  • Wunderbaumsamen

Folgende Pflanzen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen, sind aber nicht so gefährlich, dass eine sofortige Behandlung notwendig ist:

  • Eberesche
  • Einbeere
  • Feuerdorn
  • Heckenkirsche
  • Holunder (ungekocht)
  • Indische Scheinerdbeere
  • Salomonssiegel
  • Schneeball
  • Schneebeere
  • Wandelröschen

Die Früchte von Ölweide, Sanddorn und Berberitze sind dagegen ungefährlich.

Ein Pflanzen-ABC finden Sie unter www.gizbonn.de und ein Giftpflanzen-Poster zum Download (pdf) unter www.erste-hilfe-fuer-kinder.de/Giftpflanzen/giftpflanzen.htm

Newsticker

Lebensbaum lebensgefährlich | 23.06.2019

Der Lebensbaum (Thuja occidentalis) wächst schnell und ist deshalb eine beliebte Heckenpflanze. Bei Verschlucken oder Einatmen von Teilen des Zypressengewächses kann es jedoch zu Haut- und Schleimhautreizungen, Juckreiz, Krämpfen, Durchfall und Erbrechen kommen. Im Extremfall drohen auch möglicherweise tödliche Leber- und Nierenschäden, Lähmungen und Krampfanfälle. Empfohlen wird, die giftigen Thuja-Hecken nur mit Handschuhen zu schneiden und das Schnittgut sorgfältig und kindersicher zu entsorgen. Schwangere sollten einen Bogen um die Hecken machen, da die Pflanze nicht nur für die werdende Mutter giftig ist, sondern die darin enthaltenen Monoterpene auch zu Fehlgeburten führen können. Die Bepflanzung mit dem Lebensbaum sollte in allen Bereichen, die Kindern zugänglich sind, vermieden werden. Mehr über giftige Pflanzen...

Letzte Aktualisierung : 20-03-20, BH

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