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Arzt erklärt Ultraschall auf Bildschirm
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Fehl­bil­dun­gen des Her­zens und der in­ne­ren Or­ga­ne


Durch die re­gu­lä­ren Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen kann im Rah­men der Schwan­ger­schafts­kon­trol­len das zeit­ge­rech­te Wachs­tum des un­ge­bo­re­nen Kin­des be­ob­ach­tet wer­den. Da­bei kön­nen aber auch Auf­fäl­lig­kei­ten bei der Or­gan­ent­wick­lung fest­ge­stellt wer­den. Mit hoch­auf­lö­sen­dem Ul­tra­schall in ei­ner spe­zia­li­sier­ten Pra­xis oder ei­nem Zen­trum wird solch ein Ver­dacht ge­zielt aus­ge­räumt oder be­stä­tigt.

Herz


Herz­feh­ler sind die häu­figs­ten an­ge­bo­re­nen Fehl­bil­dun­gen, etwa ei­nes von hun­dert Ba­bys kommt mit ei­nem an­ge­bo­re­nen Herz­feh­ler zur Welt. Sie kön­nen so mi­ni­mal sein, dass sie am sehr schnell schla­gen­den Her­zen vor der Ge­burt nur schwer fest­zu­stel­len sind. Soll­te bei ei­ner der zwei rou­ti­ne­mäs­si­gen Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen der Ver­dacht auf eine Fehl­bil­dung am Her­zen auf­kom­men, wird Sie Ihr Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin zur Ab­klä­rung zu ei­nem Spe­zia­lis­ten über­wei­sen, der Dopp­ler-Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen und fe­ta­le Echo­kar­dio­gra­phie durch­füh­ren wird. In den meis­ten Fäl­len ist ein Herz­feh­ler nach der Ge­burt zwar leich­ter fest­zu­stel­len. Aber eine frü­he Dia­gno­se im Mut­ter­leib ist im­mer sinn­voll. Denn eine an­ge­mes­se­ne und ef­fek­ti­ve Be­treu­ung des herz­kran­ken Kin­des lässt sich wäh­rend und nach der Ge­burt eher ge­währ­leis­ten, wenn al­les ent­spre­chend vor­be­rei­tet wer­den kann.

Bauch


Fehl­bil­dun­gen der Bauch­wand, wie die Om­pha­lo­ze­le (Na­bel­schnur­bruch), bei der eine Darm­schlin­ge die Na­bel­schnur um­gibt, oder die Gastro­schi­sis (Bauch­spal­te), wo­bei der Darm sich durch eine Spal­te in der Bauch­wand des Kin­des nach aus­sen vor­wölbt, kön­nen nach der Ge­burt er­folg­reich ope­riert wer­den. Vor­aus­set­zung ist, dass sie nicht in Kom­bi­na­ti­on mit schwe­ren an­de­ren Fehl­bil­dun­gen auf­tre­ten. Dies gilt für die meis­ten Fehl­bil­dun­gen des Ver­dau­ungs­sys­tems, wie Ver­en­gun­gen von Oe­so­pha­gus (Spei­se­röh­re) und Darm. Durch Ul­tra­schall wird da­bei manch­mal auch eine An­samm­lung von Flüs­sig­keit im Darm und eine er­höh­te Frucht­was­ser­men­ge (Po­ly­hy­dram­nie oder Hy­dram­ni­on) sicht­bar, ein Er­geb­nis der Ver­en­gung.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wenn eine Schwan­ge­re zu­viel Frucht­was­ser hat, be­zeich­net man das auch als Po­ly­hy­dram­nie oder Po­ly­hy­dram­ni­on. Das ist noch kei­ne Krank­heit an sich, son­dern zu­nächst ein­mal nur ein Sym­ptom. Das heisst, man soll­te ge­nau­er nach­se­hen, ob et­was Ernst­haf­tes da­hin­ter­steckt. Bei 90% al­ler Schwan­ge­ren mit …

Nie­ren und Harn­we­ge


Fehl­bil­dun­gen der Nie­ren oder der Harn­we­ge kön­nen mit Ul­tra­schall re­la­tiv leicht ent­deckt wer­den, weil schwer­wie­gen­de Fehl­bil­dun­gen der Nie­ren oder eine blo­ckier­te Bla­se zu ei­ner ver­min­der­ten Frucht­was­ser­men­ge (Oligo­hy­dram­nie) und Flüs­sig­keits­an­samm­lun­gen in den Harn­we­gen füh­ren. Eine Be­hand­lung nach der Ge­burt ist in den meis­ten Fäl­len die bes­te Vor­ge­hens­wei­se. Nur in den sel­tens­ten Fäl­len wird das Kind schon im Mut­ter­leib be­han­delt.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Un­ter­schied­lich gros­se Nie­ren­be­cken im Ul­tra­schall­bild sind wirk­lich nicht sel­ten. Und bil­den sich meist wie­der zu­rück. Be­ob­ach­tung ist also an­ge­zeigt, aber kei­ne Pa­nik! Soll­te sich der Un­ter­schied tat­säch­lich ver­stär­ken, wird Ihre Ärz­tin Sie wahr­schein­lich an ein spe­zia­li­sier­tes Zen­trum …
Frucht­was­ser muss aus­rei­chend vor­han­den sein, dami die fe­ta­le Lun­gen­rei­fung un­ge­stört er­fol­gen kann. Des­halb wird bei je­der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung spe­zi­ell auf die­ses Merk­mal ge­ach­tet. Wenn die Frucht­was­ser­men­ge ver­rin­gert ist (Oligo­hy­dram­ni­on), muss mög­lichst rasch die Ur­sa­che ab­ge­klärt und - …
Letzte Aktualisierung: 02.01.2019, BH

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