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                              Kind blickt in die Kamera

                              Er­kran­kun­gen der Ge­schlechts­or­ga­ne und der Harn­we­ge


                              In den ers­ten Le­bens­jah­ren sind die Er­kran­kun­gen der ab­lei­ten­den Harn­we­ge und der Ge­schlechts­or­ga­ne in der Re­gel durch an­ge­bo­re­ne Fehl­bil­dun­gen be­dingt. Sie äus­sern sich durch Harn­ver­halt bzw. Rück­fluss von Urin (Re­flux) in häu­fi­gen Harn­wegs­ent­zün­dun­gen (Bla­sen­ent­zün­dun­gen) oder so­gar Nie­ren­be­cken­ent­zün­dun­gen, im schlimms­ten Fall in ei­ner Schä­di­gung des Nie­ren­ge­we­bes.

                              Bei den Ge­schlechts­or­ga­nen sind dies:


                              Bei den Harn­we­gen sind dies:


                              • Ver­en­gung der Harn­röh­re (Ure­thrals­teno­se)

                              • Ver­en­gung der Harn­lei­ter (Ure­ters­teno­se)

                              • Nie­ren­fehl­bil­dun­gen

                              • Harn­ver­halt

                              Bei der Em­bryo­nal­ent­wick­lung kön­nen sich zahl­rei­che Fehl­bil­dun­gen der Nie­ren und des Nie­ren­be­ckens ent­wi­ckeln. Bei ei­ner Nie­rena­ge­ne­sie hat sich nur eine Nie­re ge­bil­det. Um­ge­kehrt bil­det sich – ex­trem sel­ten – eine zu­sätz­li­che Nie­re, die un­ter Um­stän­den ent­fernt wer­den muss. Wäh­rend der Ent­wick­lung im Mut­ter­leib ver­schmel­zen manch­mal die ur­sprüng­lich ge­trenn­ten Nie­ren am un­te­ren Pol; die­se Nie­ren­an­la­ge be­zeich­nen wir auf­grund ih­rer Form als Huf­ei­sen­nie­re. Über die Hälf­te al­ler Fehl­bil­dun­gen die­ser Form blei­ben be­schwer­de­frei. Un­ter ei­ner Mal­ro­ta­ti­on der Nie­ren ver­ste­hen wir die Dre­hung der Nie­ren wäh­rend der Em­bryo­nal­ent­wick­lung in eine an­de­re als die nor­ma­le Lage. Auch die­se so ge­nann­te La­ge­ano­ma­lie ent­wi­ckelt sich sehr oft ohne Sym­pto­me.

                              Alle ge­nann­ten Fehl­bil­dun­gen kön­nen heu­te durch den Ein­satz bild­ge­ben­der Ver­fah­ren wie Ul­tra­schall, Rönt­gen oder Com­pu­ter­to­mo­gra­fie dia­gnos­ti­ziert wer­den. Die The­ra­pie hängt dann aber von ver­schie­de­nen Fak­to­ren wie dem Schwe­re­grad der Sym­pto­me, der Ein­schrän­kung der Le­bens­qua­li­tät so­wie der Pro­gno­se ab.

                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH
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