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                              Er­kran­kun­gen der Harn­we­ge

                              Baby auf einem Wickeltisch
                              ©
                              GettyImages

                              Bei der Em­bryo­nal­ent­wick­lung kön­nen sich Ver­en­gun­gen der Harn­röh­re oder -lei­ter so­wie zahl­rei­che Fehl­bil­dun­gen der Nie­ren und des Nie­ren­be­ckens ent­wi­ckeln.

                              Fehl­bil­dun­gen füh­ren zu Er­kran­kun­gen der Harn­we­ge 


                              In den ers­ten Le­bens­jah­ren sind die Er­kran­kun­gen der ab­lei­ten­den Harn­we­ge in der Re­gel durch an­ge­bo­re­ne Fehl­bil­dun­gen be­dingt. Durch ei­nen Harn­ver­halt oder Rück­fluss (Re­flux) von Urin ent­ste­hen häu­fig Harn­wegs­ent­zün­dun­gen oder so­gar Nie­ren­be­cken­ent­zün­dun­gen. Die­se kön­nen im schlimms­ten Fall das Nie­ren­ge­we­be schä­di­gen.

                              Fehl­bil­dun­gen der Nie­re


                              Bei der Nie­re kön­nen sich wäh­rend des Wachs­tums im Mut­ter­leib di­ver­se Fehl­bil­dun­gen ent­wi­ckeln: 

                              • Bei ei­ner Nie­rena­ge­ne­sie hat sich nur eine Nie­re ge­bil­det. Um­ge­kehrt bil­det sich – ex­trem sel­ten – eine zu­sätz­li­che Nie­re, die un­ter Um­stän­den ent­fernt wer­den muss.   

                              • Wäh­rend der Ent­wick­lung im Mut­ter­leib ver­schmel­zen manch­mal die ur­sprüng­lich ge­trenn­ten Nie­ren am un­te­ren Pol; die­se Nie­ren­an­la­ge be­zeich­nen wir auf­grund ih­rer Form als Huf­ei­sen­nie­re. Über die Hälf­te al­ler Fehl­bil­dun­gen die­ser Form blei­ben be­schwer­de­frei.  

                              • Un­ter ei­ner Mal­ro­ta­ti­on der Nie­ren ver­ste­hen wir die Dre­hung der Nie­ren wäh­rend der Em­bryo­nal­ent­wick­lung in eine an­de­re als die nor­ma­le Lage. Auch die­se so ge­nann­te La­ge­ano­ma­lie ent­wi­ckelt sich sehr oft ohne Sym­pto­me.  

                              Alle ge­nann­ten Fehl­bil­dun­gen kön­nen heu­te durch den Ein­satz bild­ge­ben­der Ver­fah­ren wie Ul­tra­schall, Rönt­gen oder Com­pu­ter­to­mo­gra­fie dia­gnos­ti­ziert wer­den. Die The­ra­pie hängt dann aber von ver­schie­de­nen Fak­to­ren wie dem Schwe­re­grad der Sym­pto­me, der Ein­schrän­kung der Le­bens­qua­li­tät so­wie der Pro­gno­se ab.

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                              Letzte Aktualisierung: 08.07.2022, BH

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