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Diverse Mehlsorten glutenfrei
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Glu­ten­freie Er­näh­rung bei Zölia­kie


Bei ei­ner glu­ten­frei­en Diät zur Be­hand­lung ei­ner Zölia­kie müs­sen fol­gen­de Ge­trei­de­sor­ten und Pro­duk­te dar­aus ge­mie­den wer­den: Wei­zen, Rog­gen, Ha­fer, Gers­te, Din­kel, Grün­kern, Ein­korn, Em­mer, Ur­korn, Ka­mut, Bul­gur, Cous­cous, Tri­ti­ca­le, Wild­reis (weil bo­ta­nisch mit Ha­fer ver­wandt, Wild­reis ist kein ech­ter Reis!).

Ge­trei­de­pro­duk­te sind aber nicht nur in Teig­wa­ren, Brot und Ku­chen, Müs­li etc. ent­hal­ten. Ge­trei­de­spu­ren gibt es auch in pa­nier­ten Spei­sen, man­chen Wurst­sor­ten, Milch­pro­duk­ten mit Ge­trei­de­zu­sät­zen (z.B. Jo­ghurt mit Müs­lif­locken), Kä­se­fon­due, fett­re­du­zier­ten Milch­pro­duk­ten, Kä­se­zu­be­rei­tun­gen, Ro­que­fort (die in den Käse ein­ge­spritz­ten Schim­mel­pilz­kul­tu­ren wur­den zu­vor auf Brot ge­züch­tet), vie­len Fer­tig­pro­duk­ten, Cre­men und Sau­cen, Des­serts, man­chen Es­sig­sor­ten, Früh­stücks­ge­trän­ken, Bier, Malz­bier, Malz­kaf­fee, Ovo­mal­ti­ne, aro­ma­ti­sier­ten Tees. Vor­sicht ist im­mer ge­bo­ten, wenn auf dem Eti­kett steht: Aro­men, Back­trieb­mit­tel, Farb­stof­fe, Ge­würz­zu­be­rei­tun­gen, Hart­wei­zen, Malz, mo­di­fi­zier­te Stär­ke, Pa­nier­mehl, Pflan­zen­ei­weiss, Sem­mel­mehl, Stär­ke, Ver­di­ckungs­mit­tel, "Vi­tal­kle­ber", Grau­pen, Grieß, Flo­cken, Kleie, Schrot, Wei­zen­pro­te­in (-ei­weiss/-kle­ber).

Alle an­de­ren Ge­trei­de- bzw. Pseu­do­ge­trei­de­sor­ten als die oben ge­nann­ten kön­nen von Be­trof­fe­nen ohne Pro­ble­me ge­ges­sen wer­den, z.B. Mais, Reis, Hir­se, Ama­ranth, Qui­noa, Buch­wei­zen. Auch alle von Na­tur aus glu­ten­frei­en Le­bens­mit­tel wer­den ver­tra­gen, wie Kar­tof­feln, Obst, Ge­mü­se, Sa­la­te, Hül­sen­früch­te, Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Soja, Öle, Nüs­se, Sa­men, Zu­cker, Salz. Das An­ge­bot an glu­ten­frei­en Spe­zi­al­pro­duk­ten ist in den letz­ten Jah­ren ge­wach­sen und er­leich­tert den Ein­kauf für Be­trof­fe­ne. Die Pro­duk­te kön­nen am Sym­bol der durch­ge­stri­che­nen Wei­zenäh­re er­kannt wer­den. Wich­tig ist, dass die glu­ten­freie Kost strikt und le­bens­lang ein­ge­hal­ten wird.

Das gröss­te Pro­blem stellt je­doch die Ver­un­rei­ni­gung (Kon­ta­mi­na­ti­on) von glu­ten­frei­en Le­bens­mit­teln dar. Das kann am Ge­trei­de­feld be­gin­nen (Misch­kul­tu­ren), wäh­rend des Trans­por­tes von Ge­trei­de (ein Con­tai­ner für un­ter­schied­li­che Ge­trei­de­sor­ten) und auch in der In­dus­trie­müh­le, in Ab­füll­an­la­gen und Pro­duk­ti­ons­ge­rä­ten ge­sche­hen.

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Letzte Aktualisierung: 07.12.2017, BH

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