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Blu­tun­gen in der Spät­schwan­ger­schaft

Harm­los oder ge­fähr­lich? Was hin­ter ei­ner Blu­tung in der zwei­ten Schwan­ger­schafts­hälf­te ste­cken kann.

Schwangere in Unterwäsche hält ihre Hände auf dem nackten Bauch
©
iStock

Als Blu­tung in der Spät­schwan­ger­schaft be­zeich­net man eine va­gi­na­le Blu­tung nach der 20. Schwan­ger­schafts­wo­che.

Was ver­ur­sacht Blu­tun­gen in der zwei­ten Schwan­ger­schafts­hälf­te?


Die Blu­tun­gen kön­nen die Stär­ke ei­ner nor­ma­len Re­gel­blu­tung er­rei­chen und in sel­te­nen Fäl­len auch stär­ker aus­fal­len. Sie ver­lau­fen meis­tens schmerz­los. Ur­sa­che ist oft ein harm­lo­ser, lo­ka­ler De­fekt am Ge­bär­mut­ter­hals (Po­ly­pen) oder eine Ve­nen­ver­let­zung in der Schei­de.

Blu­tun­gen in der Spät­schwan­ger­schaft oder kurz vor der Ge­burt kön­nen aber auch durch eine Pla­zen­ta­kom­pli­ka­ti­on ver­ur­sacht wer­den, wie z.B. eine tief­lie­gen­de Pla­zen­ta (Pla­cen­ta pra­e­via) oder vor­zei­ti­ge Pla­zen­ta­lö­sung. Dann kann eine sol­che Blu­tung even­tu­ell so­wohl Ihre Ge­sund­heit als auch die Ih­res Kin­des ge­fähr­den, wenn die Sauer­stoff­ver­sor­gung über den Mut­ter­ku­chen für län­ge­re Zeit un­ter­bro­chen ist.  Es kann sein, dass Sie ei­nen ein­deu­tig iden­ti­fi­zier­ba­ren Schmerz im Un­ter­leib ver­spü­ren, wenn sich Ihre Pla­zen­ta teil­wei­se von der Ge­bär­mut­ter ab­löst. Dies muss so­fort ärzt­lich be­han­delt wer­den. 

Wenn durch die Blu­tung We­hen aus­ge­löst wer­den, ist eine Früh­ge­burt oft nicht mehr zu ver­mei­den.

Wel­che Schwan­ge­ren sind be­son­ders ge­fähr­det?


Aus­ser bei ei­ner be­reits durch die Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen be­kann­ten Pla­zen­ta pra­e­via kom­men  Blu­tun­gen in der Spät­schwan­ger­schaft häu­fi­ger bei Prä­eklamp­sie oder Blut­hoch­druck vor.

Ihr Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin wird Sie auf je­den Fall un­ter­su­chen müs­sen, auch wenn in fast 50 % al­ler Fäl­le wahr­schein­lich kei­ne ge­naue Ur­sa­che dia­gnos­ti­ziert wer­den kann.  

Blu­tung beim Ab­gang des Schleim­pfropfs


Eine Blu­tung in der Spät­schwan­ger­schaft kann durch­aus mit dem blut­durch­setz­ten Zeich­nen kurz vor der Ge­burt ver­wech­selt wer­den. So nennt man es, wenn sich der Ge­bär­mut­ter­hals er­wei­tert und der Schleim­pfropf ab­geht, der bis­her die Zer­vix ver­schlos­sen hat. Nor­ma­ler­wei­se ge­schieht dies ein paar Tage oder sel­te­ner Wo­chen vor dem Ein­set­zen der We­hen. Trifft die Be­schrei­bung nicht auf Ihre Blu­tung vor der 36. Schwan­ger­schafts­wo­che zu, soll­ten Sie so­fort Ih­ren Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin oder Ihre Heb­am­me ver­stän­di­gen, denn dann soll­ten so­fort ge­eig­ne­te Mass­nah­men ge­trof­fen wer­den.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

In der Schwan­ger­schaft ist das Ge­we­be in der Schei­de und am äus­se­ren Mut­ter­mund sehr stark durch­blu­tet. Beim Ge­schlechts­ver­kehr, aber auch nach ei­ner va­gi­na­len Un­ter­su­chung kann es durch die Ver­let­zung fei­ner Blut­ge­fäs­se am Mut­ter­mund zu kurz­fris­ti­gen und harm­lo­sen Schmier­blu­tun­gen kom­men. Dies …
Letzte Aktualisierung: 27.05.2021, BH

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